ABZ-Chefin Manuela Vollmann: Frauenquoten, Karrierechancen, lebenslanges Lernen

Shownotes

Sie hat eines der erfolgreichsten Sozialunternehmen des Landes aufgebaut und engagiert sich auf nationaler, aber auch auf europäischer Ebene, für die Anliegen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

Manuela Vollmann von ABZ Austria (Arbeit, Bildung, Zukunft) erzählt im CEO-Podcast, welche Hürden Frauen heute immer noch am Arbeitsmarkt nehmen müssen, wie man trotzdem vorankommt und wie man vor allem mit Hartnäckigkeit als Frau im Leben weiterkommt.

Moderation: Petra Stuiber; Audioproduktion: Christoph Neuwirth; Videoproduktion: Tobias Holub; Head of Audio/Video: Zsolt Wilhelm

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00:00:04: Sie hat eines der erfolgreichsten Sozialunternehmen Österreichs aufgebaut.

00:00:09: Und sie engagiert sich für die Anliegen von Frauen – auf nationaler,

00:00:12: aber

00:00:13: auch auf europäischer Ebene.

00:00:14: Dabei ist sie ungemein hartnäckig und nimmt sich auch kein Blatt vor dem Mund wenn ihr etwas nicht passt.

00:00:19: Manuela Vollmann ist heute meine Gästin!

00:00:22: Und

00:00:22: sie erzählt uns welche Hürden Frauen noch immer am Arbeitsmarkt nehmen müssen.

00:00:27: Ich bin Petra Stuber.

00:00:28: das ist der CEO Podcast des Standard Frau Vollmann, herzlich willkommen!

00:00:37: Bevor wir starten lassen Sie uns doch eine kleine Lockerungsübung machen.

00:00:41: Einen kleinen World-Rap haben wir vorbereitet wie für alle unsere Gästinnen und Gäste.

00:00:45: ich stelle Ihnen zwölf Fragen die sie bitte so kurz wie möglich beantworten.

00:00:49: Sind Sie bereit?

00:00:50: Gut, bin bereit und danke für die Einladung Sehr

00:00:52: gerne.

00:00:54: Erste Frage Vier Tagewoche oder sieben Tage Woche?

00:00:58: Keines von beiden Lebensphasen.

00:01:00: orientierte Arbeitszeiten würde ich sagen.

00:01:02: Sport vor oder nach der Arbeit?

00:01:05: Nach der Arbeit, ganz eindeutig.

00:01:07: Führen Sie Ihren Terminkalender selbst!

00:01:10: Nicht ganz alleine.

00:01:12: Auf welche Eigenschaften achten sie bei Bewerberinnen und Bewerbern am meisten?

00:01:17: Auf Haltung... ...und auf Neugierde wenn man das an Beginn schon rauskriegen kann.

00:01:22: Gibt es eine gute Art zu kündigen?

00:01:25: Ja, Wertschätzung und Rechtzeitig.

00:01:28: Was ist Ihr wichtigster Softskill?

00:01:31: Ich würde sagen zuhören, aber dann daraus auch handeln.

00:01:35: Auf welches Networking-Event können Sie nicht verzichten?

00:01:39: Im Prinzip auf alle, aber nicht auf gute Gespräche also auf Networking Termine wo ich gute Gesprächen machen kann.

00:01:47: Office, Homeoffice oder Hybrid?

00:01:50: Hybrid –

00:01:51: man braucht beides!

00:01:53: Welche Eigenschaft hat sie persönlich an die Spitze gebracht?

00:01:56: Durchhaltevermögen Und Gestaltungswillen würde ich sagen.

00:02:01: Gibt es das eine Work-Life Balance?

00:02:05: Ja, die gibt es aber das ist kein Zustand!

00:02:07: Die muss man immer wieder für sich aushandeln und verhandeln Sollen

00:02:12: Väter und Mütter gleich lange in Elternkarrenz gehen müssen?

00:02:16: Ja

00:02:18: Ihr Tipp an junge Leute, die erfolgreich werden wollen

00:02:22: Schau was sind wirklich deine Interessen?

00:02:25: und ich sage dazu übernimm Verantwortung.

00:02:27: Das macht nämlich auch Spaß.

00:02:30: Vielen Dank!

00:02:31: Jetzt geht es richtig los.

00:02:33: Frau Vollmann, lassen Sie uns vielleicht zu Beginn gleich einmal erklären?

00:02:36: Was ist ein Social Business, was ist ein social profit Unternehmen?

00:02:41: Was ist das?

00:02:42: vielleicht wissen das nicht alle unsere Hörerinnen und Hörern.

00:02:45: Also das ist ein Unternehmen mit einer gesellschaftlichen Verantwortung.

00:02:49: Das heißt nicht dass man nicht Wirtschaften muss und Unternehmer ist stetig sein.

00:02:53: aber das Hauptziel ist eigentlich eine Gesellschaftliche zum Beispiel die Gläschstellung von Frauen und Männern in den Fokus zu nehmen um zu sagen das ist meine Vision das ist mein Ziel Aber das muss man auch wirtschaftlich stabil absichern.

00:03:09: Laut Definition von Muhammad Yunus, das ist ein Friedensnobelpreisträger aus Bangladesch, handelt es sich um Unternehmen die zum Ziel haben soziale und ökologische gesellschaftliche Probleme zu lösen.

00:03:22: Das Konzept soll den Kapitalismus zukunftsfähig machen.

00:03:26: Sie haben ABZ Austria twohneinzehnhundertzweiundneunzig gegründet.

00:03:32: Was war da konkret ihr Ziel?

00:03:34: Das Ziel damals war, Wiedereinsteigerinnen beim raschen Wiedeinstieg und beim guten Wiedeeinstieg in einen Job zu unterstützen.

00:03:42: Das war so das erste Projekt, das wir gestartet haben Und schon damals war es total wichtig für uns und für mich auch, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten.

00:03:52: Das ist glaube ich ein kleines Erfolgsgeheimnis von meinem oder unserem Unternehmen – jetzt gibt's uns dreiunddreißig Jahre -, dass wir immer diese Kooperationen gesucht haben und das uns ganz wichtig war bei allen Projekten.

00:04:04: und schon damals wie schaut ein sogenanntes Win-Win aus?

00:04:08: Was hat das Unternehmen davon, was hat die Gesellschaft im weitesten Sinn, aber was haben auch die Frauen davon?

00:04:15: Bei Definitionen der Europäischen Union soll ein bisher nicht gelöstes gesellschaftliches Problem innovativ angegriffen werden.

00:04:23: Nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet bzw.

00:04:27: Gewinne verbleiben tendenziell eher im Unternehmen.

00:04:31: Wie ist denn das geregelt bei Arbeit-Z Austria?

00:04:34: Also wir haben zwei, also hauptsächlich sind wir nach wie vor einem Verein.

00:04:39: Das heißt, wir sind eine gemeinnützige Organisation.

00:04:41: Ich habe einen Vorstand.

00:04:43: Wir sind übrigens zwei Geschäftsführerinnen.

00:04:45: Also es ist sozusagen das Vereinsrecht immer noch unsere Grundlage.

00:04:49: Das klingt jetzt im ersten Moment ein bisschen eigenartig weil auch ich wollte schon vor zwanzig Jahren eine gemeinnützigen GessenbH machen aber wir haben in Österreich ein ziemlich gutes, klares Vereinsgesetz also nicht nur für Kartenvereine, sondern auch für Business.

00:05:05: Und deswegen sind wir dabei geblieben.

00:05:07: Aber wir haben jetzt auch vor zehn Jahren noch eine Tochter.

00:05:11: der Verein hat eine Tochte und das ist keine gemeinnützige Gessenbär ganz bewusst weil oft Kooperationsunternehmen mit uns da besser dann können als mit einem Verein.

00:05:23: Also weil es einfach beleichteres Geschäfte zu machen oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:05:26: Genau also ganz banal.

00:05:28: Es geht oft um diese Umsatzsteuer und Unternehmen sind dann teilweise verwirrt, warum sie jetzt bei uns keine Umsatz-Steuer bezahlen müssen.

00:05:35: Also diese Vorsteuerabzugsberechtigung usw.

00:05:38: Aber wir haben das auch gemacht weil wer gefunden ist der Verein ist aber Besitzerin hundert Prozent dieser Gessen BH also es immer noch sehr nahe.

00:05:47: aber wir haben gefunden.

00:05:48: Wir brauchen jetzt auch einmal eine neue Rechtsform um uns ja in gewissen Zusammenhängen mit dieser Rechtsform zu bewegen.

00:05:56: Können Sie uns erzählen, wie finanziert sich ABZ Austria hauptsächlich?

00:06:00: Wir haben einen großen, großen Anteil.

00:06:02: Arbeiten wir mit erwerbslosen Frauen und Männern.

00:06:06: Das heißt, wir arbeiten sehr nah mit dem Arbeitsmarkt-Service.

00:06:09: Und das Arbeitsmarkt Service ist unser Fördergeber aber mehr noch unser Auftraggeber weil wir uns an Wettbewerb bewerben.

00:06:17: also wir müssen unseren Wettbetwe... Also an Ausschreibungen beteiligen am Wett Bewerb gewinnen.

00:06:23: ich habe letztes Jahr haben wir ein großes Projekt auch verloren.

00:06:28: nach fünfzehn Jahren So ist diese Welt, wir haben keine Basisfinanzierung gehabt der Verein.

00:06:34: Wir sind immer projekteabhängig und das macht auch ein bisschen dieses Social-Business dahinter.

00:06:42: Was kostet denn für die Klientinnen und Klienten eine Schulung bei ihnen?

00:06:46: Was kostelt das?

00:06:47: Die

00:06:47: kostet bei uns für die Cliente nichts!

00:06:51: sondern das ist eben dann der Auftraggeber, dass Arbeitsmarkt-Service oder auch die Stadt Wien oder gestern waren wir im BKA.

00:06:58: Auch das Integrationsministerium also Wir haben die Leistungen für die Frauen oder für unsere Klientinnen zahlt immer wenn man so will ein Tritter nicht die Personen.

00:07:09: Wir haben aber Angebote für Unternehmen.

00:07:11: zum Beispiel haben wir eine Roadmap Karrenzmanagement entwickelt.

00:07:16: Die verkaufen wir an Unternehmen und das zahlt das Unternehmen selbst.

00:07:20: Wie viele Menschen beschäftigen Sie direkt?

00:07:23: Und wie viele Klientinnen und Klienten haben sie pro Jahr.

00:07:26: Also wir haben im Moment circa hundertfünfundzwanzig Kolleginnen und Kollegen, und wir arbeiten mit rund sechstausend Frauen im Jahr in unterschiedlichen Projekten – ja, in Beratung, in Training-, in Kompetenz-Erfassung.

00:07:41: Wir haben übrigens ganz viele Frauen mit Fluchterfahrung aber viele Männer im Pflege Ausbildungen, also im Pflege-Screening nennen wir das.

00:07:49: Das heißt es ist nicht mehr ausschließlich Frauen sind Klientinnen sondern sie arbeiten auch mit Männern?

00:07:54: Absolut

00:07:54: nämlich genau dort wo auch Männer bereit sind nicht traditionelle berufliche und private Wege zu gehen.

00:08:01: Also Federkarenz haben wir vor zwanzig Jahren schon die ersten Projekte gemacht weil uns das wichtig war hier auch so zu unterstützen.

00:08:09: und in der Pflegebranche braucht man Jede und jeden.

00:08:13: Und da haben wir Projekte, wo wir im Moment sogar über dreißig Prozent Männer

00:08:17: haben.".

00:08:18: Das heißt aber Sie finanzieren sich quasi über öffentliche Gelder?

00:08:22: Im weitesten Sinne muss ich Sie gleich fragen was bedeutet denn das momentane kommende Sparbaket für sie?

00:08:30: beim AMS soll gespart werden die Stadt Wien spart?

00:08:34: Was wird es für ABZ Austria bedeuten?

00:08:37: Ja, das wird das bedeuten was wir gerade schon machen dass wir noch einmal unseren Pool an Auftraggebern erweitern müssen.

00:08:44: Das machen wir schon seit einem Preifeljahr.

00:08:46: Dass wir aufgemacht haben und auch neue Produkte entwickelt aber immer mit dem klaren Fokus ist übrigens ein Erfolgsgeheimnis.

00:08:53: ja wenn ich einen Unternehmen führen will auch als Social Business dann brauche ich eine klare Vision ein klares Ziel und klare also klares Management.

00:09:02: und ja das bedeutet dass wir vielleicht ab nächstes Jahr wieder Projekte vom Arbeitsmarkt-Service nicht beauftragt bekommen und deswegen machen wir jetzt auch andere.

00:09:14: Wir sind zum Beispiel mit der europäischen Kommission, haben eine Ausschreibung die wir bedienen also wir sind da ganz breit aufgestellt.

00:09:23: das muss so sein!

00:09:26: Wie soll ich jetzt sagen?

00:09:28: Die großen Krisen, die wir jetzt haben hatten wir noch nie.

00:09:31: Aber als Unternehmern hatte ich schon im Jahr zwei Jahre eine große Krise, weil da das Bundesvergabegesetz eingeführt worden ist und wir leider Kolleginnen und Kollegen entlassen oder gehen müssen, obwohl sie nichts falsch gemacht haben.

00:09:44: Ja aber so ist es!

00:09:46: Jetzt muss ich gleich weiterfragen.

00:09:47: Also das heißt ja klarer Fokus ist, Menschen die lange nicht im Erwerbsprozess waren diese wieder in ein Erwerbesprozess zu bringen.

00:09:54: jetzt wissen wir dass das sehr oft wahrscheinlich ältere Arbeitnehmer auch sind?

00:09:59: Ja.

00:09:59: Jetzt sollen Unternehmen für ältare Arbeitnehmer ab sechzig zusätzliche Lohnnebenkosten zahlen.

00:10:07: was wird das bedeuten?

00:10:08: Was sagen Sie?

00:10:09: Das ist eine sehr paradoxe Intervention weil gerade für Frauen Zwei Jahre, glaube ich, wird der sukzessive das Pensionsalter von Frauen angehoben.

00:10:21: Und jetzt kommt sozusagen diese, dieses soll dieses Neuse noch nicht entgütig würde ich sagen.

00:10:28: Soll das kommen?

00:10:28: Das kann schon bedeuten dass die Unternehmen einfach Frauen aber auch Menschen nicht einstellen wenn sie schon nicht da sind nach weniger.

00:10:36: Aber wir haben gute und die gute Nachricht im Moment ist Auch parallel Dass mehr Frauen in Erwerbsarbeit geblieben sind Obwohl es eine Anhebung des Pensionsalters gibt.

00:10:46: also Sie wurden Nicht alle freigesetzt.

00:10:50: Das ist die gute Botschaft, finde ich an diesem Pensionsthema.

00:10:54: Und der andere ist halt jetzt, dass wir sehen wie die Unternehmen darauf reagieren.

00:10:58: und da hätte ich schon einen Vorschlag auch, nämlich der Vorschlag schaut so aus.

00:11:03: Die Unternehmen sind in Österreich, kriegen auch, sind auch Teil der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Sinne von zum Beispiel Eingliederungsbeihilfe.

00:11:12: das ist ein bewährtes Instrument dass jetzt auch gekürzt werden soll.

00:11:16: Wir wissen noch nicht wie viel, aber das hieße es bleibt ein Teil Eingliederungsbeihilfe und ich finde aus meiner Erfahrung wäre es gut die Unternehmen viele Klein- und Mittelbetriebe haben wir in Österreich mit sozialen Unternehmen mit Bildungsorganisationen, wie mit einem Unsinn.

00:11:33: Und da gibt es ja viele in Österreich zu verbinden, Kooperation und zu machen, dass man die Unternehmen darin unterstützt?

00:11:40: Wie sind mit den Menschen, die älter sind, die langzeitbeschäftigungslos sind wirklich gut sie anborden ins Unternehmen bringen, das es hier neue Formen und zusätzliche Formen der innovativen Arbeitsmarktpolitik geben kann.

00:11:54: Ich finde, das ist total wichtig Weil wir auch diese Digitalisierungsthemen haben.

00:11:59: Viele Unternehmen... Wie sollen sie das wissen?

00:12:02: Meine Mutter war ein Kleingunternehmerin, wann hätte sie das leisten sollen?

00:12:06: ja und deswegen diese Kooperation zwischen sozialen Unternehmen und Profitunternehmen da hat Österreich so einen Potenzial!

00:12:14: Das hat kein EU-Land.

00:12:16: ich bin viel unterwegs weil wir so kleinräumig als soziale Unternehmen aufgestellt sind.

00:12:21: es gibt in Vorradlberg welche bis zum Neussiedlersee.

00:12:25: Aber jetzt würde das natürlich zusätzlich im Mittelkosten, oder?

00:12:29: Das wäre ... Woher sollten die kommen?

00:12:32: Ich führe ins Treffen.

00:12:33: es soll ja Entlastungen für Menschen geben, die schon in Pension sind und aber trotzdem weiterarbeiten.

00:12:41: finden Sie das ein bisschen paradox?

00:12:43: Und wenn ja, würden Sie zum Beispiel darauf eher verzichten dass man Menschen unterstützt die schon in Pension sind und weiterarbeiten wollen durch das sie weniger Abgaben zahlen müssen.

00:12:53: Würden Sie auf das verzichten?

00:12:55: Auf das würde ich jetzt nicht verzichten.

00:12:57: Ich finde wir haben einen demografischen Wandel.

00:12:59: Wir wissen dass wir zu wenig Nachwuchs haben also die nächsten Generationen und viele Babybummer die in Pensions gehen daneben arbeiten wollen, das sehen wir auch in unserer Beratung.

00:13:11: Also da würde ich eher noch einen Anreiz schaffen.

00:13:14: Das ist das eine.

00:13:15: Das andere ist es ist ja ein Gespräch dass die Eingliederungsbeihilfe gekürzt werden soll für Unternehmen.

00:13:22: Da muss ich Ihnen sagen, da habe ich nicht so viel dagegen weil Die Eingliederungs Beihilf hat einen großen Mitnahmeeffekt gehabt.

00:13:31: Nicht in allen Bundesländern gleich aber ja in manchen Ja.

00:13:34: was heißt das bisher?

00:13:35: Also das zum Beispiel schon einige Unternehmen gibt in Österreich, die die Förderungen abholen und sobald die Fördern aus ist, setzen sie die Person wieder frei.

00:13:45: Und diese Mitnahmeeffekte ... Ich glaube das hat nicht nur ... ich bin die Letzte, die immer sagt Unternehmern sind nicht gut oder ich bin selbst Unternehmerin.

00:13:55: Ich finde genau deswegen müssen wir Kooperationen herstellen weil die Wirtschaft braucht Unterstützung auch darin Und das, finde ich, könnte man mit diesem restlichen Geld, dass vielleicht über bleibt hier eine neue strukturelle innovative Arbeitsmarktpolitische Maßnahme kreieren sozusagen.

00:14:17: Kommen wir zurück zu Ihrem Unternehmen ganz kurz – was bietet ABZ Austria denn alles so an?

00:14:23: Also das größte Projekt, dass wir haben und es ist ein Österreichweites nicht bei uns aber im Programm des Arbeitsmarktservicees ein wunderbares Programm.

00:14:32: Es gibt schon sehr lange ist das Frauenberufszentrum.

00:14:35: Das gibt's in jeder Region, in jedem Bundesland.

00:14:38: Wir haben die Freude es für Wien umzusetzen.

00:14:40: Da arbeiten wir bis rund zwei Tausend Frauen im Jahr.

00:14:43: Das ist eher Beratung und auch so in Richtung Workshops, Gesundheits-Workshop also so... Es gibt natürlich eine Integration in den Arbeitsmarkt soll stattfinden aber es ist ein Formodul auch.

00:14:57: Da kann jede Frau, die in Wien gemeldet ist kommen und in Beratungen kommen in Coaching oder auch Kompetenzerfassung.

00:15:05: Was hat sie denn gelernt, was braucht sie jetzt?

00:15:08: Also das sind wir so tätig!

00:15:10: Was machen wir noch?

00:15:12: Wir haben ein ganz tolles Projekt gemacht – es gibt's nicht mehr aber dafür haben wir den UN-Preis bekommen gemeinsam mit dem Arbeitsmarkt-Service Österreich und zwar den Kompetentcheck für geflüchtete Frauen.

00:15:24: Das haben wir im Jahr zweitausundfünfzehn gemeinsam entwickelt und da ist es darum gegangen so schnell wie möglich die Frauen zu uns gekommen sind, mit ihnen.

00:15:34: Es gibt züglichen Sachen auch für Männer gegeben.

00:15:36: wir haben speziell für Frauen entwickelt und die ist aber wo es darum gegangen ist was können sie?

00:15:41: Wo müssen die schnell hin, damit sie Deutsch lernen?

00:15:44: Was für Ausbildungen bringen Sie mit?

00:15:47: Welche Kompetenzen bringen Sie Mit?

00:15:49: und da haben wir auch mit Unternehmen zusammengearbeitet wo sie so Schnupperdage gemacht haben.

00:15:54: Und das Unternehmen ein Feedback gegeben hat.

00:15:57: also zum Beispiel der kleine Friseur jetzt muss ich es wirklich sagen auf der Simmering-Aubstrasse wo dann Frauen die gesagt haben Ich war Friseuren Die haben man dort hingeschickt er hat mit ihr gearbeitet und er hat auch Feedback gegeben hat erzählt, wie war das?

00:16:12: Will sie darin bleiben oder will sie vielleicht was Neues machen.

00:16:15: Also wirklich sehr handfest.

00:16:16: wir sind immer sehr pragmatisch und sehr klar.

00:16:19: natürlich haben wir mit spa auch gearbeitet.

00:16:22: größeres Potenzial ja aber dass war auch ein tolles Projekt.

00:16:27: ich finde das würden wir noch immer brauchen für die geflüchteten frauen.

00:16:30: warum ist es abgeschafft worden?

00:16:32: weil das integrationsjahr ab geschafft worden ist damals.

00:16:34: das war ein politikum also es hatte mit uns nichts zu tun.

00:16:37: sagen wir sagen mal so Ja und was ist noch so?

00:16:40: ein typisches oder ein relativ neues Jahr?

00:16:42: Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auch im Wettbewerb beim ÖAD digital überall heißt das Programm.

00:16:49: Das ist ein tolles Programm finde ich!

00:16:51: Und da machen wir so Kurzworkshops für Frauen Mit Gemeinden zum Beispiel, dass die Bürgermeisterinnen und Bürgemeisterinnen die wenigen das gibt können dort ihre Wählerinnen und Wähler herholen.

00:17:02: Und wir machen vor Ort Workshops zum Thema Digitalisierung und AI.

00:17:07: Wie geht man mit der IT um?

00:17:08: Also das ist so ein Österreich-Weites finde ich sehr gut.

00:17:11: erst seit letztes Jahr gibt es das glaube ich bisschen Anlei in Dänemark geholt, glaube ich.

00:17:17: Weil da war ich auch schon mit.

00:17:18: Ja, genau!

00:17:18: Dänemark ist das neue Vorbild Land in vielerlei Hinsicht.

00:17:23: Jetzt sehen Sie ja jemanden ... Sie haben ja viele Funktionen und unterschiedlichen Bereichen.

00:17:29: Sie sind auch beim Arbeit-Plus,

00:17:31: glaub' ich, für Vorsitzende?

00:17:33: Und

00:17:34: die Vizepräsidentin des dazugehörigen europäischen Netzwerks.

00:17:37: Das heißt Enzi... Was genau ist das?

00:17:41: Das ANSI steht für European Network of Social Enterprise.

00:17:45: Das ist

00:17:46: sozusagen ein europäisches Dach, für soziale Unternehmen in Europa.

00:17:50: Wie viele gibt es denn in Europa?

00:17:52: Wir haben im Moment in ANSI... also in ANSI sind nur die Netzwerke drinnen.

00:17:57: ja weil es gibt zum Beispiel Moldavien ein Netzwerk, wir sind das breit aufgestellt.

00:18:02: aber wie vielen Gesamten in unserem europäischen Netzwerk muss jetzt ehrlich gestehen, das weiß ich im Moment nicht Nicht wenige, aber sehr unterschiedlich.

00:18:12: Also zum Beispiel in Italien gibt es ein Gesetz für soziale Unternehmen – in Frankreich auch!

00:18:17: In Spanien gibt's überhaupt eine sehr elaborierte Grundlage.

00:18:21: Das gibt es in Österreich nicht, das bedauere ich.

00:18:25: Also bei uns im Arbeit-Plus wir haben rund zweihundert Sozialunternehmen die unterschiedliches machen und die machen Beschäftigung von langzeitbeschäftigungslosen Menschen.

00:18:34: sie beraten arbeitslose Menschen sind speziell.

00:18:37: manche sind auch sehr speziell für behinderte Menschen.

00:18:40: also und es geht immer jetzt zum Beispiel die Kreislaufwirtschaft ist ein ganz ein starker Fokus bei uns bei den sozialen Unternehmen.

00:18:48: Jetzt lassen Sie uns ein bisschen zu Ihrer Person kommen.

00:18:51: Wie sind Sie denn überhaupt auf die Idee gekommen, sich in diesem Bereich zu engagieren?

00:18:55: Gab es da einen Schlüsselerlebnis oder was war der Grund?

00:19:00: Also zunächst einmal meine Mutter war Unternehmerin im Südburgenland und ich habe glaube ich sehr früh gelernt, was das bedeutet unternehmerisch zu handeln

00:19:08: Aber auch... Was hat Ihre Mutter gemacht?

00:19:10: Sie hat ein Geschäft geführt, sie war Geschäftsfrau Und das, was ich damals schon mitbekommen habe ist dass sie mit ihrer Freundin die Schneiderin war in unserem Dorf.

00:19:20: Sechshundert Leute!

00:19:22: Meine Mutter hat... Das waren wirklich andere Zeiten für die Hochzeit Eine Hochzeit im Ort?

00:19:27: Meine Mutter ist nach Wien gefahren regelmäßig Ich auch.

00:19:30: mit ihr hab ich in meinen Tagschulfreikappt Mit ihr mitgefahren und sie hat Stoffe gekauft Für die Frauen Die zur Hochzeit eingeladen waren Und die Freundin hat die Kleider genäht.

00:19:44: Das heißt, für mich jetzt so im Nachhinein ist das eine standort- und regionalpolitische Wirtschaft.

00:19:53: unternehmerisch getan hat meine Mutter dort mit ihrer Freundin.

00:19:57: Die Frauen waren alle glücklich weil keine hatte dasselbe Kleid wie die andere.

00:20:01: also das habe ich so.

00:20:02: im nachhineinen denke ich mir das hat bei mir mitgespielt Dass ich mir sehr früh, bin ja Volksschullehrerin eigentlich.

00:20:08: Hab nie unterrichtet und da bin ich an die Universität gegangen habe Erwachsenerbildung studiert Und dort dann bin ich in der Wissenschaft kurz geblieben.

00:20:19: Da hab' ich schnell gemerkt Inzwischen hatte ich meine Tochter schon Habe ich schnell gemacht Die Wissenschaft ist es nicht.

00:20:25: Ich würde gerne eigentlich als Erwachsenerbildnerinnen Unternehmen arbeiten Und haben damals gedacht wie soll das gehen?

00:20:31: Wer braucht mich in einem Unternehmen, wenn ich Erwachsenenbildnerin bin oder Pädagogin?

00:20:36: Und ja dann hat sich diese Stelle aufgetan.

00:20:39: Wo mir und uns gesagt worden ist da ist alles fix.

00:20:43: Da gibt es ein Büro, da gibt's die Unternehmen, die mit euch arbeiten.

00:20:47: bitte macht das Projekt für Wiedereinstärkerinnen.

00:20:50: Dann haben wir zu zweit dort begonnen in einen kleinen Büro mit einem Computer, mit einem Telefon- und Telefonbuch kein Internet.

00:20:57: also hat sie alles nicht gegeben und dann war aber nicht alles klar.

00:21:01: Wir haben dann den Verein gegründet, wir haben die großen Unternehmen geholt.

00:21:05: Die haben uns dann die IT zur Verfügung gestellt, Sponsor Dinge aufgestellt.

00:21:09: also es war im Prinzip eine Unternehmensgründung.

00:21:13: wo ich im ersten Moment gedacht habe Kriege ist ein Job aber der Job war... Also ich hab mir meinen eigenen Job gemacht und bin ja auch Vorsitzende des Vereins.

00:21:21: Sie haben einen Engagement für Frauen.

00:21:24: Hat sich das auch ergeben aus dieser frühkindlichen Prägung mit diesen zwei starken Frauen, ihrer Mutter und deren Freundin?

00:21:34: Ich habe ja Volksschullehrerinnen Ausbildung gemacht und der erste Tag auf der pädagogischen Hochschule damals in Graz.

00:21:39: Ich war in der Gruppe weil ich evangelisch getauft bin.

00:21:43: Es war eine katholische Pädagogische Hochschulen in der gruppe wo auch die Burschen waren – die wenigen!

00:21:48: Und der Herr Prof.

00:21:49: ist am ersten Tag hineingekommen und hat gesagt, ich begrüße die zukünftigen Herrn Direktoren und die zukunftlichen Frau-Lehrerinnen!

00:21:57: Ich habe mir gedacht wo bin ich da gelandet?

00:22:00: Ja also ja solche Momente das meint die zwei starken Frauen glaube ich hab mich wirklich geproykt.

00:22:06: auch meine Großmutter war überhaupt Aber auch dieses Erlebnis und dann eben an der Universität habe ich dann Studentenvertreterin gemacht, habe gemerkt was da los ist.

00:22:17: Warum gibt es kaum Assistentinnen oder auch Professorerinnen?

00:22:21: Warum nicht?

00:22:22: Und dann haben wir das als unser Wahlprogramm genommen und die jungen Männer in meiner Studenten-Vertretungszeit sind alle damals mitgegangen.

00:22:31: Haben das voll mitgetragen dass das unser Hauptthema war und damit haben wir auch eine Wahl gewonnen.

00:22:37: Interessant, dass es noch immer nicht gelungen ist die vollkommene Gleichstellung auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen zu erreichen.

00:22:45: Also wenn die Männer bei ihnen begeistert mitgemacht haben worauf führen sie das zurück?

00:22:50: Dass alles immer so lang dauert in Sachen Gleichstellung

00:22:54: Weil wir zwischenzeitlich, wie Sie es bei der Einleitung gesagt haben.

00:22:58: Also der Kapitalismus glaube ich ist etwas was wir nicht so gut in den Griff bekommen haben.

00:23:02: erst nicht nur negativ aber Ich glaube dass wenn Gewinnmaximierung Geld im Vordergrund steht dann schaut man sieht man ja jetzt ein bisschen.

00:23:11: auch Bei dieser Budget-Debatten Ist die Gleichstellungsperspektive einfach Nicht im Fokus.

00:23:17: das ist auch wirklich nicht gut.

00:23:20: Jetzt schon der budgeting da sind wir weiter von entfernt Ja, und

00:23:23: es ist jetzt gar nicht nur ein feministischer Asset für mich schon.

00:23:27: Aber es ist ein wirtschaftliches, ein volkswirtschaftliches und ein wirtschaftliches Unterstandortpolitik.

00:23:33: Wir haben wirklich gut ausgebildete Frauen.

00:23:36: Also kann man eigentlich nicht verzichten.

00:23:40: Und wir brauchen mehr Diversität auch in den Führungsebenen oder in den Gemeinden ja aber da führe ich das ein bisschen zurück.

00:23:48: Jetzt ist es ja so dass dass z.B.

00:23:53: in Sachen Diversität die Uhren wieder zurückgedreht werden, gerade von großen Konzernen, die in Amerika engagiert sind mit Rücksicht auf die Trump-Administration?

00:24:03: Was sagen Sie da

00:24:03: dazu?".

00:24:05: Also ich glaube das ist halt sehr strategisch für die Unternehmen, aber am Ende des Tages wird es ihnen nichts nützen.

00:24:12: Es ist eher das Gegenteil der Fall wobei bei diesen ganzen Deckunternehmen muss man ja sagen... Da ist man ja irritiert.

00:24:22: Die sind in allen Dingen relativ unlogisch, nur in ihrem Fokus Geld zu verdienen sind sie logisch.

00:24:28: Alles andere aber ich habe in Österreich zum Beispiel davon kaum noch Notiz genommen und ich hoffe auch dass wir in Europa da ein bisschen unser Standing behalten und nicht umfallen.

00:24:42: und wie gesagt aus Standort- und wirtschaftlichen Interessen, nicht nur aus Frauen spezifisch und Geschlechterspezifischen Interesse.

00:24:52: Wenn Sie so drauf schon von oben, was würden Sie sagen ist momentan das größte Problem für Frauen am Arbeitsmarkt?

00:25:00: Also ja dann muss ich es leider sagen, es ist die Vereinbarkeitsfamilie.

00:25:05: Beruf und Privatleben

00:25:06: immer noch

00:25:07: immer noch.

00:25:07: Es ist traurig sehr traurige.

00:25:10: Aber ja, es gibt einfach die Fakten.

00:25:12: Wir haben keine faire Aufteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Männern und Frauen.

00:25:18: Die haben wir kaum!

00:25:19: Wir haben Väterkarrenz von vier Prozent wenn überhaupt im Moment... Wir haben gute Grundlagen.

00:25:26: das ist immer das was ich mir denke umfassbar.

00:25:28: warum muss uns das nicht gelungen?

00:25:30: Die Grundlagen für Vereinbarkeit die wir gesetzlich Möglichkeiten in Österreich haben hat fast niemand aber sie werden nicht gelebt.

00:25:39: Aber wie würden Sie das lösen?

00:25:40: während in der Politik?

00:25:42: Ich

00:25:42: würde das zum Beispiel lösen.

00:25:43: Wir haben ein ganz konkretes Beispiel, es gibt das Elternteilzeitgesetz.

00:25:48: Das Elternteilzeitgesetz bedeutet Vater und Mutter, Mutter, Vater, Vater egal können gemeinsam Arbeitszeiten reduzieren.

00:25:56: da hat's am Anfang.

00:25:57: bis eingeführt worden ist haben wir schon relativ lang hatte seinen gewissen Traal gegeben dass auch Väter das gemacht haben.

00:26:03: das hat sich schnell wieder verändert Und ich würde jetzt dieses Elternteilszeitgesetz dazu verwenden, es mit dieser Erfahrung der Kurzarbeit aus Corona zu kombinieren.

00:26:16: Das heißt, wir könnten den bis zum vierten Lebensjahr des Kindes denke ich mehr oder fünften muss nicht viel länger sein.

00:26:23: Sollte man den Familien, den jungen Bahn ermöglichen dieses Gesetz gut zu nützen und einen Anreiz schaffen wie schaffe ich einen anreiz?

00:26:32: reduziere deine Arbeitszeit erhöhe deine Arbeitszeiten.

00:26:36: die Frauen würden dann vielleicht nicht zwanzig fünfundzwanzig weil wir haben sehr viele Teilzeit wenn Kinder in in die Beziehung kommen und ich würde als Staat in der Politik sagen, wir zahlen auf neunzig Prozent des Gesamteinkommens.

00:26:49: Das ist wie

00:26:50: bei den Quarbeziehungen aus.

00:26:52: In dem

00:26:52: Fall ja!

00:26:53: Und die Alleinerzieherinnen, da gibt es eine Lösung, das zu finden dass auch zu mindestens reduzieren können und nicht das gesamte Einkommen verlieren.

00:27:03: Okay, jetzt formulieren wir es mal positiv.

00:27:06: Seit Sie das ABZ-Ninzenzweihundneunzig gegründet haben – was hat sich denn verbessert für Frauen in dieser Zeit?

00:27:13: Also wir haben schon mehr Frauen in Führungspositionen, das muss man auch sagen, mehr Bewusstsein, mehr darüber sprechen.

00:27:20: Das, was ich fast im Moment in den letzten Jahren oder Ja, Bayern macht mich sehr betroffen sind die Femizide.

00:27:29: Und deswegen glaube ich auch, dass wir vielmehr noch auf die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen schauen müssen.

00:27:38: Dafür gibt es auch die Gesetze!

00:27:39: Wir haben sogar das Gender-Budgeting in der Verfassung.

00:27:42: Also es gibt die Grundlagen... Es gibt die

00:27:44: Verfassung und es gibt eine Realverfassung?

00:27:47: Genau!

00:27:48: Das finde ich schon Grundsätzlich ein gutes Zeichen.

00:27:51: Ich will jetzt nicht sagen, dass es schon gelebt wird.

00:27:54: Realverfassung ist dann noch mal was anderes.

00:27:56: aber wir hätten diese Grundlagen und auf diesen müssten wir mehr aufbauen Und das hat sich auch verbessert, dass die Vereinbarkeit Familie und Beruf zum Beispiel ist zumindest ein Thema geworden wie wir mit Wiedereinsteigerinnen gearbeitet haben.

00:28:14: Das war kein Thema.

00:28:15: Das wurde weder von den Unternehmen, von den Personalisten noch vom Betriebsrätinern oder Retten noch von den Frauen und der Gesellschaft groß diskutiert.

00:28:24: Das hat sich auch verbessert.

00:28:26: es gibt zumindest auch ein Hinschauen und sagen das kann ja wohl nicht wahr sein dass Teilzeit auf einmal nur Lifestyle Teilzeit sein sollen das stimmt einfach nicht.

00:28:35: das glauben die Menschen nicht.

00:28:36: also da bin ich davon überzeugt.

00:28:38: Apropos Familienministerin Claudia Bauer hat kürzlich mit der Aussage für Aufregung gesorgt, die Menschen vor allem Frauen sollten nicht so viel nachdenken und sich lieber auf ihr Gespür verlassen wenn sie Kinder bekommen.

00:28:53: Was haben Sie gedacht als Sie das gehört haben?

00:28:56: Es hat mich traurig gestimmt muss ich ganz ehrlich sagen weil ich keine mittlerweile viele junge Frauen oder einige die bewusst sagen sie wollen keine Kinder.

00:29:05: Ich finde es trauriger.

00:29:07: Ganz ehrlich, ich bin so froh dass ich meine zwei Töchter habe und natürlich war das eine Herausforderung.

00:29:13: Ich hab mit meinem Mann jeden Tag verhandeln müssen.

00:29:15: wer macht was bis heute?

00:29:16: im Prinzip ja?

00:29:18: Das ist halt so aber dürfte nicht zu sein.

00:29:21: Aber ich finde es macht mich traurig weil wir wirklich die Rahmenbedingungen nicht geschafft haben Dass wir heute Nicht hier sitzen und darüber reden müssen.

00:29:30: aha Und wie macht man jetzt Kinder attraktiv?

00:29:33: Kinder sind wertvoll in jeder Beziehung, aber ja wir haben keine verschränkten Ganztagsschulen.

00:29:41: Also das ist wirklich ein... Das finde ich verschränkt heißt übrigens nicht am Vormittag Schule und am Nachmittag Hort sondern wirklich verschränkend heißt Ich lerne dann oder ich mache mit den Kindern einen Ausflug wenn das Wetter schön ist.

00:29:56: erster Frühlingsdag meine zwei Töchter hatten das in Wien erst der Frühlingstag Jesuitenwiese.

00:30:01: Dann haben sie am Nachmittag Mathematik gemacht oder lesen.

00:30:04: Und es müsste bis zum vierzehnten Lebensjahr möglich sein, dass Eltern auch Alleinherzieherinnen ein gutes Gefühl haben, das ihre Kinder in der Schule sind und dort gut aufgehoben sind, dass sie in ihrer Biergruppe sind.

00:30:21: Das finde ich ganz wesentlich aus pädagogischen Gründen.

00:30:24: Also aus diesen Gründen ist etwas, wo ich sage, das fehlt!

00:30:29: Und wir haben natürlich österreichweit nicht die Absicherung der Kinderbetreuung, Elternpädagogik.

00:30:35: Da haben wir echt verabsaumt, Rahmenbedingungen zu schaffen.

00:30:39: Wenn Sie mit jungen Frauen jetzt sprechen, die Familienplanung überlegen?

00:30:43: Was raten Sie denen

00:30:45: an?

00:30:45: Suche dir den richtigen Vater für deine Kinder!

00:30:48: Da bin ich ziemlich klar.

00:30:49: Weil ich weiß auch von den jungen Frau, ja sie haben vielleicht im Vorfeld und da kenne ich nicht nur Akademikerinnen, die sehr wohl mit ihren Partner das ... besprochen haben.

00:31:00: Und kaum kommt das Kind, heißt naja, das Unternehmen will doch nicht und da muss man sehr strikt

00:31:06: bleiben.".

00:31:07: Ich finde auch dass junge Paare dazu beitragen müssen, dass wir strukturell und gesellschaftlich eine Veränderung herkriegen so wie wir das auch gemacht haben.

00:31:14: ich habe schon gesagt.

00:31:16: Ich und meine Freundinnen, wir haben auch sehr viel beitragt müssen ,dass wir eine gewisse Gleichstellung haben, nicht nur die gute Bildung die wir bekommen haben.

00:31:26: Jetzt haben Sie das Thema Teilzeit schon angesprochen.

00:31:29: Wie stehen Sie überhaupt zum Thema Teilzeiten?

00:31:31: Ist es eine Supermöglichkeit eben für Familien mit Kindern, für Frauen mit Kindern oder ist das eine Falle?

00:31:40: Ich bin folgendes, ich habe es schon beim Wordrap gesagt.

00:31:44: Wir reden schon sehr lange darüber, dass man lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle braucht und jetzt reden alle von New Work und alles verändert sich, was ja auch stimmt und es ist möglich auch Führungen Teilzeit zu machen.

00:31:58: das heißt ich selber ganz ehrlich gesagt liebe es Vollzeit zu arbeiten.

00:32:04: Ich bin auch bei den Kindern nicht in Karrenz gegangen.

00:32:06: Ja, ich bin Unternehmerin und habe mehr Flexibilität.

00:32:10: Aber grundsätzlich geht es darum, dass wir wirklich hinschauen müssen, in welchen Lebensphasen brauchen wir was?

00:32:16: Männern und Frauen und jetzt übrigens auch wenn wir ältere Menschen unsere Eltern versorgen müssen.

00:32:23: das muss Normalität werden Und nicht arbeite ich so viel.

00:32:27: Wir haben ja die ganze Telework- und Homeoffice Geschichte in gewisser Art gut geschafft Manchmal auch nicht, aber es verändert sich und ich finde dass sich die Arbeitszeitmodelle einfach anders aufstellen müssen.

00:32:40: Und ich glaube auch das geht!

00:32:41: Es leben ja einige Unternehmen Ja, sehr wohl.

00:32:44: Aber Faktum

00:32:45: ist viele Frauen die in Teilzeit gehen wenn die Kinder klein sind, die bereuen das dann später wenn sie in Pension geben weil sie einfach weniger Pension bekommen.

00:32:52: und deswegen muss es Normalität werden dass Väter- und Mütter aus Zeiten nehmen und Arbeitszeit reduzieren.

00:32:59: ich habe es gerade gesagt bei meinem Modell wäre ja das so wie wir wissen ja da fast fünfzig Prozent nein siebzig Prozent der Müttern wo die Kinder unter fünfzehn Jahren sind sind siebzig Prozent in Teil Zeit.

00:33:13: Ich denke, eine reduzierte Arbeitszeit in dieser Lebensphase mit kleineren Kindern ist gut.

00:33:19: Aber nicht zwanzig Stunden und nicht fünfundzwanzig.

00:33:22: Dreißig, zweiunddreißig ist auch noch immer reduziert.

00:33:26: Und wenn es beide Elternbares sich da einbändeln und das Normalität wird dann ist es für die Unternehmen normal.

00:33:34: Das würde ich in dem Fall darum meinen Vorschlag mit der Elternteil sein.

00:33:38: Jetzt habe ich nachgeschaut auf Ihrer Website, Sie bieten auch Kurse an für Frauen in Leadership.

00:33:44: Was lernt man denn da so als Frau?

00:33:47: Das haben wir vor allem in ländlichen Regionen gemacht.

00:33:50: und wissen sie warum bei den ländischen Regionen weniger Jobs vorhanden sind für gut qualifizierte Frauen.

00:33:58: Das war eigentlich die Ursprungsmotivation aber es hat sich dann herausgestellt dass das wirklich eine wesentliche Arbeit ist mit Frauen, mit ihnen dran zu arbeiten.

00:34:11: Was Führung überhaupt heißt?

00:34:12: Ich habe einmal eine Laudatio für junge Sozialarbeiterinnen gehalten die fertig gemacht haben auf einer FH in Sanktbolten und ich hatte eine gute Rede und ich war ganz ohne Cheche Bidi noch übrigens und das war alles super!

00:34:26: Und dann sehe ich diese dreißig jungen Frauen.

00:34:29: da sitzen drei Männer nur und ich hab meine Meine laudatios verändert und habe gesagt wissen sie was Wer von Ihnen will in eine Führungsposition gehen?

00:34:38: Wissen Sie, was das bedeutet?

00:34:40: Sie haben mehr Einkommen.

00:34:41: Sie haben viel Freizeit und Verantwortung.

00:34:44: Aber sie können gestalten!

00:34:46: Das, was Sie wollen, können Sie tun.

00:34:48: Solche sind nur ein Beispiel.

00:34:50: Wir haben in diesem Projekt sehr daran gearbeitet, ihnen klarzumachen, dass es auch Freude bereiten kann und dass man Kompetenzen hat und braucht die wir mit Ihnen erarbeitet haben.

00:35:02: Da geht es um Haltung, es geht um Empowerment.

00:35:08: Du kannst das auch nicht nur dein Mann.

00:35:11: Jetzt ist es so dass sich Frauen traditionell schwer tun Dinge zu fordern.

00:35:17: Das wissen wir aus verschiedenen Studien.

00:35:18: da geht's um mehr Geld eine bessere Position.

00:35:22: haben sie drei knackige Tipps für uns wie wir das in Zukunft besser machen?

00:35:28: Wie wir in Zukunft Besser machen dass wir was fordern

00:35:32: Ja, auch das was wir können auch sozusagen monetär und positionsmäßig umsetzen können.

00:35:38: Wir Frauen sag ich jetzt mal.

00:35:41: Ja in dem man sich zum Beispiel Netzwerke begibt weil in Netzwerken in so Biergrubs immer wieder Frauen sind die das schon längst tun Und weil ich dann auch sehen kann, also das ist so das eine wo ich auch die Erfahrung habe man stärkt sich gegenseitig.

00:35:59: Das ist wirklich und ich bin auch im Männernetzwerke aber ein Frauennetzwerk da hat mein einen anderen Potem sage ich immer.

00:36:06: Und dass es wirklich etwas was mich stärkt vielleicht bei der nächsten Verhandlung anders zu agieren als davor.

00:36:14: Da brauche ich noch keine große Weiterbildung.

00:36:16: Also ich bin nicht diejenige die sagt bitte noch eine Weiterbildung.

00:36:20: Wir wissen was wir können, wir müssen uns das manchmal herholen.

00:36:24: Das Zweite ist dass wir zum Beispiel jetzt ein tolles Projekt mit der industriellen Vereinigung machen wo wir Frauen die schon top sind den Aufsichtsräte wollen und es ist so ein Arzt Bearing Programm und das ist etwas was ich auch immer wieder sage.

00:36:40: Eine Zeit lang wollte ich es nicht mehr, weil mir noch das macht's lieber Gesetze und nicht Mentoring-Programme.

00:36:45: Aber ja so Mentoring ist schon auch.

00:36:47: also mir eine Mentorin zu suchen oder einen Mentor der mich ein bisschen die mich ein bischen begleitet damit ich gut für mich da stehe auch damit ich das leben kann is auch ein guter Tipp.

00:37:00: Und sie wollten drei.

00:37:01: was ist das dritte?

00:37:03: Ja bei Verhandlungen wenn ich einer neuen Job möchte und ganz klar dazu stehen, was ich verdienen will.

00:37:12: Also nicht bescheiden sein?

00:37:13: Nicht bescheidensein!

00:37:15: Das ist richtig.

00:37:16: Wir wissen zudem aus Untersuchungen dass Frauen auch grundsätzlich mehr und engagierter sich weiterbilden als Männer.

00:37:24: Wieso sind sie dann auf der Karriere leider immer weiter hinten?

00:37:29: Was ist da Grund?

00:37:30: Sie bilden sich weit... Sie sehen gut ausgebildet, die bilden dich weiter, sie sind oft sagt man organisierter, sie haben andere Softskills wo Unternehmen immer sagen dass sie die brauchen.

00:37:43: Ja warum ist es dann trotzdem so das es so schwierig ist bis ganz nach oben zu kommen?

00:37:49: Also wenn man da sehr stark in Österreich bleiben muss man einfach sagen dass diese gläserne Tecke voll vorhanden ist.

00:37:56: Also es ist schon so, dass Unternehmen auch wenn zum Beispiel Top-Down – wir merken das in unseren Projekten mit Unternehmen.

00:38:02: Auch wenn Top-down gesagt wird Wir wollen unbedingt Diversität!

00:38:06: Wir wollen auch mit anderen Hintergrundkulturellen und wir wollen Frauen Dann heißt das Ist das schon gut?

00:38:12: Man soll ja sozusagen Top Down auch sagen Das ist das Ziel Aber

00:38:16: das ist nicht ernst gemeint oder wie?

00:38:18: Naja, nicht ernst.

00:38:19: Die Frage ist Was kommen dann für operative Schritte?

00:38:22: gibt es wirklich Zieldefinitionen.

00:38:25: Welche?

00:38:26: schaue ich mir meinen Recruiting-Prozess an?

00:38:28: Sag' ich dem mittleren Management, wenn ihr das schafft diese Ziele kriegt sie erbremier'.

00:38:34: Also es braucht Handlung und nicht nur was ich auch immer sage Sensibilisierung und Erwärmnis.

00:38:41: Das ist zu wenig!

00:38:43: Und das ist ein Grund auch warum das für Frauen immer noch schwierig Weil es schwierig ist, in solchen Positionen gesehen zu werden.

00:38:53: Und weil wir Wissener Studien das Männer... also wir haben halt noch im Top hauptsächlich Männer dass die ihresgleichens viel mehr engagieren.

00:39:02: Weil Sie ja vorher gesagt haben Netzwerke sind so wichtig.

00:39:04: kommen Frauen einfach nicht in diese Netzwerker hinein?

00:39:07: Das

00:39:07: ist sicherlich auch noch ein großes Thema.

00:39:10: Dass immer noch gerade in Österreich.

00:39:12: wir sind nun einmal ein sehr wertekonservatives Land Und wir haben einfach Netzwerke, die wir zum Teil vielleicht gar nicht kennen und wo Frauen auch nicht reinkönnen.

00:39:23: Sie haben es erwähnt?

00:39:24: Wir haben in Österreich an der Wiener Börse notierte Unternehmen – kein einziges davon hat einen weiblichen CEO!

00:39:33: Ein bisschen besser schon wie aus bei den Aufsichtsräten aber tatsächlich auf der CEO-Ebene ganz anders... Sie haben's erwähmt.

00:39:39: kann man das nur gesetzlich ändern oder...?

00:39:41: Ich befürchte

00:39:42: ja.

00:39:42: Wir sehen das ja.

00:39:44: Also wir sehen das bei den Aufsichtsräten.

00:39:46: Ich befürchte, dass ist wie mit der Frage sollen Veta auch in Karinz gehen?

00:39:50: Mein lieber Mann hat vor drei, vierzig Jahre gesagt so lange, solange er das nicht haben wird sich da nicht viel ändern.

00:39:57: Es fällt mir jetzt immer wieder ein weil ich mir denke wow!

00:40:00: Er hatte leider nichts herunreicht.

00:40:02: Es ist ja so, dass wir eine EU-Richtlinie nämlich Women on Boards bis Ende Juni eigentlich umsetzen müssen.

00:40:09: Wir müssen bis Ende juni in Österreich eine Quote von vierzig Prozent Aufsichtsräte in einem börsennotierten Unternehmen erreicht haben.

00:40:17: Derzeit liegen wir bei einunddreißig Komma.

00:40:20: sechs Prozent also offenbar nützen ja nicht einmal Gesetze.

00:40:22: was

00:40:23: Aber wie gesagt, zum Beispiel dieses Programm, das wir da machen mit der industriellen Vereinigung.

00:40:28: Da haben wir gute Erfolge!

00:40:29: Da haben ganz bewusst auch Top-Manager reingeholt als Mentorenauer und auch Managerinnen.

00:40:35: Wir haben ja doch ein paar in Österreich.

00:40:38: Und das wirkt auch.

00:40:40: Das meine ich gesetzliche Notwendigkeiten, Quoten, Ziele, Definitionen aber dann auch überlegen welche Programme braucht man dazu?

00:40:48: Und das ist halt eines und es wirkt.

00:40:52: In dem Fall geht es um Aufschlussräte.

00:40:56: Die Umsetzung dieser EU-Richtlinie muss ja national erfolgen und das ist bei uns das gesellschaftsrechtliche Leitungspositionengesetz.

00:41:07: Das hat im ersten Entwurf noch eine Regelung enthalten, dass in Unternehmen die zwei Vorstände haben eines davon eine Frau sein muss.

00:41:15: Im Dezember wurde der Entwurf deutlich abgeschwächt.

00:41:19: Die Regelung findet sich nicht mehr, darauf hat das Aktienforum in einer Mitteilung an seinen Mitgliedern das gefeiert und hat gesagt sie haben es gerade noch verhindert eine weit überschießende nationale Umsetzung der Richtlinie dass die kommt.

00:41:37: ja was sagt ihnen das dieser ganze Vorgang?

00:41:41: Das also grundsätzlich finde ich das eigentlich peinlich im einundzwanzigsten Jahrhundert, aber ich finde es auch wirtschaftlich wirklich ein großes Problem.

00:41:52: Dass sich eine solche Institution damit rühmt, fünfzig Prozent der Bevölkerung auszuschließen um Wirtschaft wie wissen ja dass diese Diversität ist, wie's mir schon lange und die sind jetzt wieder übrigens durch eine wunderbare Studie der ÖNB belegt worden von zwei jungen Männern Eine sehr gute Studie, die haben das mathematisch berechnet.

00:42:12: Ich konnte nicht immer folgen aber sie haben es wirklich mit einem ökonomischen Modell und so dass es ebenso ist, dass diese Vielfalt auch gerade in Führungspositionen zu mehr Profit, zu mehr Rentabilität, zu weniger Insolvenzen kündig ausführt ja?

00:42:29: Und da Also da weiß ich nicht, was in den Köpfen vorgeht.

00:42:33: Wie kann es nur sein sich mit sowas zu rühmen wo es um wirtschaftlichen... Wir haben so viele Krisen, wir haben wirtschaftliche Krisen.

00:42:41: wie kann es nun sein dass man sich damit rühmt gut qualifizierte Teile der Bevölkerung da einfach auszuschließen?

00:42:48: Vielleicht gibt's einen gesellschaftlichem Backlash.

00:42:49: Ich meine schauen wir nach Amerika

00:42:53: Ja!

00:42:53: Gibt das aber die Wirtschaft ist doch normal.

00:42:56: also ja sie haben Eiffel gekriegt.

00:42:58: Es gibt wirklich Dreiunddreißig Jahre oder sagen wir mal dreißig jahre, mich immer dagegen verwehrt zu sagen es gibt einen Backlash.

00:43:05: Ich habe eben gesagt nein Leitel ich finde wir kommen.

00:43:08: okay wenn man berühmt sagt zwei Schritte vor ans zurück ok aber keinen backlash.

00:43:13: und jetzt muss ich ihnen leider zustimmen.

00:43:15: ich hab schon den eindruck dass wir in einer zeitenwende sind was das thema angeht bin aber optimistisch, dass wir das europaweit oder auch weltweit hinkriegen.

00:43:25: Das wird nicht funktionieren!

00:43:26: Wir brauchen, wir brauchen Dispray'n, also als Gesellschaft und Wirtschaft brauchen wir diese Vielfalt – und wir haben sie ja auch!

00:43:36: Also wir müssen Sie nur nutzen und ich bin da optimistich, dass werden wir es

00:43:39: schaffen.".

00:43:40: Wenn wir von der Führungsebene runtersteigen dann sehen wir ja auch, dass zum Beispiel das Thema KI Frauen besonders betrifft weil in den ….

00:43:48: Ich sage jetzt mal….

00:43:49: traditionellen Frauenberufen, sehr viele Jobs wegfallen werden in Zukunft.

00:43:54: Wie können wir darauf reagieren?

00:43:56: Was können wir damit machen?

00:43:58: Das ist das, was das Abizett Austria zum Beispiel auch macht seit zwanzig Jahren.

00:44:02: Da gibt es ein Programm, das heißt Frauen in Handwerk und Technik Und jetzt geht's ganz stark schon lang um die Digitalisierung.

00:44:08: Es geht darum Frauen die Möglichkeit zu schaffen durch dieses österreichweite Programm.

00:44:12: Wir machen sie niederösterreich und in Wien diese Möglichkeiten zu schaffen in dieser unter Anfangszeichen neuen Zukunft Jobs einzusteigen.

00:44:21: Jetzt weiß keiner wirklich weicher die sind weil die KI hat wirklich noch einmal ziemlich draufgesetzt mit Unsicherheiten.

00:44:29: Aber ich denke, wir dürfen uns nicht so unsichern lassen!

00:44:33: Wir müssen gerade jetzt schauen was bedeutet es?

00:44:36: Wachbleiben und Mitgestalten und dieses Programm.

00:44:40: Und ich finde da braucht es noch viel mehr, grade auch für Frauen damit sie in solche Zukunftsbereiche will gar nicht Job sagen dass sie da gut vorbereitet sind.

00:44:50: Das ist auch eine Chance weil das wird im Moment Ich sage es sehr komisch, habe ich noch gar nicht so gesagt wie wenn dort gar kein Geschlecht hinpassen würde.

00:45:01: Es ist so neu und ich denke – ich weiß es nicht wirklich aber da gibt's jetzt eine reale Chance diese geschlechtsspezifischen Ungleichheiten zu beenden!

00:45:14: Im Moment, ich weiß kommt immer die KI ist falsch trainiert.

00:45:17: Da kommen wieder die üblichen Frauenbilder und Männerbilder.

00:45:21: aber ich glaube dass da eine Kraft drinnen wäre jetzt hier noch einmal einen nächsten Schritt zu setzen.

00:45:26: nur dann müsste halt Gesellschaft oder öffentliche Hand und Wirtschaft gut zusammenarbeiten.

00:45:31: das würde man auch brauchen für einem wirtschaftsaufschwung glaube ich.

00:45:35: Österreich ist säumig bei der Umsetzung der Lohn- und Entgelttransparenzrichtlinie.

00:45:40: warum glauben Sie es so?

00:45:42: fast würde ich sagen, weil es einfach

00:45:45: Teile

00:45:46: von Wirtschaft und Gesellschaft, die einfach Angst davor haben.

00:45:51: Ja warum?

00:45:51: Weil das vielleicht eine Ungleichheit verändern würde ja.

00:45:55: Glauben Sie tatsächlich dass das Gender Pay Gap sich dadurch auflösen würde?

00:46:01: Auflössen nicht!

00:46:02: Da braucht es schon um einiges mehr.

00:46:03: Das haben wir heute euch schon besprochen, Vereinbarkeit muss wirklich gelebt werden.

00:46:07: Männer müssen unbezahlte Arbeit übernehmen.

00:46:09: Es muss flexible Arbeitszeitmodelle geben.

00:46:11: Die Unternehmen müssen sehen welche Potenziale es gibt bei den geflüchteten Menschen zum Beispiel.

00:46:16: Wir brauchen mehr Integration.

00:46:18: Also alles ist nicht die Lohntransparenzrichtlinie.

00:46:20: Aber wie wissen das Transparenzen und Klarheit Über was verdient?

00:46:25: Nicht meine Kollegin Sondern was verdiente.

00:46:27: ich geht ja um diesen.

00:46:29: Wie heißt das?

00:46:30: Nicht die Branche auch dem Brauch oder auch die Verwendungsgruppe, was verdient die?

00:46:34: Und ich glaube dass hier ein zwei Sachen vorgeschoben werden.

00:46:39: Das eine ist das so viel Bürokratie und ich muss selber ja wir sind hundertfünfundzwanzig Menschen im Moment und im Moment schaut es aus ob wir wieder mehr werden würden.

00:46:50: das heißt wir müssen selber umsetzen.

00:46:52: Ja und Ich bin jetzt wirklich kein Freund von oder Freundin vom Bürokrate aber Entschuldigung Wir haben KI.

00:46:59: Wer erklärt mir heutzutage noch, dass man mit kein Systeme?

00:47:03: die werden sofort entwickelt werden um genau diese Bürokratie abzufangen?

00:47:07: Also ich verstehe nicht, was das Thema ist.

00:47:09: Ob übrigens nicht nur ich – es gibt Unternehmen die haben schon begonnen weil sie das sinnvoll finden, weil da ein Employer Branding ist.

00:47:17: Da verstehe auch wieder die Interessensvertretungen nicht.

00:47:20: Sie schneiden der Wirtschaft Möglichkeiten ab und da gibts glaube ich einzelne Personen, die das nicht verstehen oder nicht verstehen können.

00:47:29: Das sind

00:47:30: noch die Sozialpartner zu altmodisch aus ihrer Sicht?

00:47:33: Ja!

00:47:33: Und

00:47:33: das zweite ist etwas, was ja in Österreich wirklich gut wahr oder ist, sind die Kollektivverträge.

00:47:40: Es gibt ja glaube ich kein anderes Land wo fast achtundneunzig Prozent aller Beschäftigten in Kollektiverträgen abgesichert.

00:47:47: Ich bin auch froh dass man das haben grundsätzlich.

00:47:50: Aber Kollektifverträge, wo man in der Lehre im Handel weiß ich nicht ziemlich unterdauer kriegt und in der leeren Metallberuf.

00:47:58: tausend zweihundert ist jetzt eine falsche Zahl, ich hab sie nicht im Kopf und im Handeln arbeiten viele Frauen.

00:48:06: Wo ist da die Gerechtigkeit?

00:48:08: Aber

00:48:08: seit Jahrzehnten von den Sozialpartnern so ausgehandelt.

00:48:11: So ist

00:48:11: es.

00:48:11: und ja, da braucht's eine Zeitenwende.

00:48:15: Wir müssen schauen wie geht gleichwertige Arbeit zu definieren?

00:48:20: Gleiche und gleichwertig Arbeit Wie bilden bitte gerne in Kollektivverträgen.

00:48:25: Dann braucht man vielleicht keine Lohndransparenzrichtlinie aber Es muss was passieren.

00:48:29: Und ja der EU hat gesagt Lohntransparensrichtlinien.

00:48:31: also wir werden das machen müssen und dass wir jetzt dafür bezahlen dass wir es nicht schaffen mit Sinten Juni, wo wir doch so viel sparen müssen finde ich nicht angebracht.

00:48:44: Vor der letzten Nationalratswahl hat sich ein Verein gegründet, der hieß Merkrips und da ging's darum Sach-und Vernunft orientierte Politik vorzuschlagen.

00:48:54: und zu allen Parteien Sie sind Gründungsmitglied dieses Vereins, viele prominente Expertinnen und Experten haben daran teilgenommen.

00:49:02: Es wurde eine ganze Liste an Reformvorschlägen an alle wahlwerbenden Parteien verschickt.

00:49:08: Was ist denn daraus geworden?

00:49:10: Wir sind gerade dabei ein neu... also wir sind ganz gut vor der Wahl gut angekommen.

00:49:16: Wir bleiben dran und wir haben jetzt einen neuen Themen greifen wir gerade auf und zwar das nennen wir Österreich als Lerngesellschaft.

00:49:26: Wir greifen nämlich dieses Alive Long Learning auf, das ist auch ein bisschen meine Initiative mit anderen dort weil wir haben so viele Jahrzehnte um die Schule ich bin ja Erwachsenenbildnerin das nochmal um Schule diskutiert, Schule verändert alles gut muss noch viel mehr passieren.

00:49:43: Aber was ist mit den Menschen im zweiten beruflichen Weg und noch länger?

00:49:47: Wir leben länger, wir brauchen wirklich eine gute Hinschauung.

00:49:52: Wie geht dieses Live-Long Learning das lebensbegleitende Lernen?

00:49:55: Welchen Bad machen da die Unternehmen?

00:49:58: sollen sie machen?

00:49:59: Brauchen Sie auch wie geht lernen am Arbeitsplatz über die Lehre hinweg?

00:50:04: Lehre ist gut ja kein Thema aber funktioniert ja auch nicht mehr.

00:50:07: so Thema, wo wir jetzt aus unterschiedlicher Perspektive hinschauen.

00:50:13: Also da gibt es ja meinen Vertreter aus der EV, es gibt auch von Vivo... Wir schauen unterschiedlich hin.

00:50:18: also ich bin nicht die einzige.

00:50:20: wir machen das wieder und überlegen uns Maßnahmen dazu.

00:50:23: Und ich weiß ja dass die Regierung im Moment, das finde ich gut steht in dem Regierungsprogramm drum weiss ich es, dass die Erwachsenenbildung dieses lebenslange Lern dann in den Fokus gerückt ist.

00:50:32: Ich arbeite schon lange und das ist ... Wir hatten im Regierungs Programm immer einen Dreizeiler zu diesem Thema Viertelseite.

00:50:40: Das stimmt mich optimistisch, dass wir da ein Stück weitergehen.

00:50:43: weil wenn wird das nicht schaffen?

00:50:45: Die Digitalisierung, die AI, wenn wir nicht alle Menschen in jedem Alter mitnehmen damit sie immer werbstätig sein können oder überhaupt Teilhabe an Gesellschaft haben können die IT austreibend betont zu können, dann kriegen wir um.

00:51:00: Also ich glaube dass das sonst sehr viel Unruhe schafft in einer Gesellschaft.

00:51:04: Aber jetzt muss ich Sie schon fragen Frau Vollmann macht es überhaupt Sinn der Politik auf diese Weise die Arbeit abzunehmen?

00:51:11: Wozu gibt's Parteien?

00:51:12: Die sollten sich sowas überlegen.

00:51:14: Ja da gebe ich Ihnen recht aber Wir haben man.

00:51:17: Jetzt haben wir eher eine Koalition von drei.

00:51:19: Ich finde das gar nicht so schlecht.

00:51:20: Es sollen ordentlich miteinander diskutieren.

00:51:23: unterschiedliche Perspektiven sind finde ich wichtig, ja.

00:51:27: Ich hoffe und das tun Sie ersichtlich auch?

00:51:30: Ja aber wir haben in Österreich ein ziemliches Silo-Denken und Handeln und das bringt uns nicht vorwärts.

00:51:38: also da gibt es dieses Ministerium, dieses Ministeriums dann gibt es Sozialpartner, dann gibt's diese Interessen vertreten und dann gibt noch mächtige Netzwerke.

00:51:46: Und das wollten wir mit mehr Grips auch.

00:51:48: unterschiedliche Perspektiven wirklich zusammenbringen, ausdiskutieren, Kompromisse finden die gut für Wirtschaft und Gesellschaft

00:51:57: sind.

00:51:58: Angeblich waren Sie mal im Gespräch Bildungsministerin zu werden, stimmt

00:52:02: das?

00:52:03: Ich weiß nichts davon!

00:52:05: Ist das etwas was sie sich vorstellen könnten in die Politik zu gehen?

00:52:08: Puh ich glaube nicht.

00:52:09: im Moment gar nicht!

00:52:10: Warum

00:52:10: nicht?!

00:52:11: Weil...ich finde Also gestalten, ja.

00:52:15: Ich habe mir das in früheren Zeiten überlegt aber im Moment habe ich das Gefühl es ist mir zu wenig innovativ,

00:52:23: das Ganze.

00:52:24: Diese ganzen Social Media... also ich bin froh ob jeder Frau oder jeden Mann die sich das überhaupt antun bis zum gewissen Grad weil ich finde dass sie schon sehr wild geworden wie man mit Politikern und Politikerinnen auch umgeht vor allem PolitikerInnen Und ich weiß nicht, ob ich mir das in meinem Alter noch geben möchte.

00:52:45: Haben Sie ein Vorbild?

00:52:46: Wer ist Ihr

00:52:47: Vorbild?!

00:52:48: Hab' ich einen Vorbild!

00:52:49: Das war immer meine Mutter und meine Großmutter – also die starken Frauen meiner Familie.

00:52:55: Aber ja... Ich hab so….

00:52:58: Also kein Vorbild.

00:53:00: aber zum Beispiel derzeit lese ich das Buch oder bin schon fertig von Franziska.

00:53:05: Ah!

00:53:05: Jetzt warten wir jetzt weiter, nahme nicht an.

00:53:07: Die Revolution der Verbundenheit ist das Titel.

00:53:10: Sie kommt jetzt übrigens nach Wien, sehr an Österreicherin glaube ich.

00:53:14: Alleine der Titel die Revolution der Verbundenheit.

00:53:18: und da fallen mir dann so viele Beispiele ein wo ich in meinem Leben es gehabt habe mit anderen Frauen aber auch mit Männern diese Verbundenhalt zu haben.

00:53:28: Und das sage ich jetzt auch immer Frauen, wenn sie miteinander was Gutes ist.

00:53:32: Also wenn wir zum Beispiel mit einer anderen Organisation, wo es auch eine Geschäftsführerin gibt, wo wir ein neues Projekt aufstellen, miteinander gewinnen und sagen wow!

00:53:40: Das ist Verbundenheit.

00:53:42: Wir kooperieren, jede hat ihren Platz, jede Organisation verdient ihr Geld Aber wir kriegen was für ein soziales Unternehmen, was für die Gesellschaft und die Wirtschaft weiter.

00:53:51: Also das sind immer so Aufhänger für mich auch in Führungspositionen, Personeninführungen.

00:53:56: manchmal denken und dann vergesse ich sie mal wieder.

00:53:58: also es ist kein Vorbild.

00:54:00: aber für eine gewisse Zeit inspirieren Sie mich einfach!

00:54:04: Ich habe mit Menschen gesprochen, die sie kennen und die mit ihnen arbeiten oder gearbeitet haben.

00:54:09: Die beschreiben sich als sehr zielstrebig und hartnäckig.

00:54:14: Eine Person hat sogar gesagt, wenn sie was will, kann sie ganz schön nervig sein.

00:54:18: Sehen Sie sich auch so?

00:54:20: Also als Nervig sehe ich mich nicht!

00:54:23: Aber Hartnickigkeit mit Leidenschaft ja.

00:54:27: und ich denke... Ein Unternehmen, wie das ABCD ausdreht.

00:54:30: Wir sind ... wir haben zu dritt begonnen und am Anfang, wir waren schon im unseren Jubiläumsjahr, zweihundert Kollegen und Kolleginnen mit diesem Thema, wo unsere Ministerin im Moment gesagt hat irgendwann, das sind nicht mehr harte Bretter, dass sie sich schon stahl betonen?

00:54:43: Da muss man finde ich auch manchmal sehr hartnettig sein.

00:54:46: Und in Arbeit Plus haben wir mal einen Markenprozess gemacht und also uns begleiten lassen soziale Unternehmen eine Runde und da hat dieser Begleiter gesagt warum nicht seitlästig Ihr müsst lästig sein.

00:54:59: Und wir haben das uns dann auch genommen und gesagt, okay!

00:55:02: Wir sind lästige weil wir einfach was weiterbringen wollen und nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht.

00:55:10: Was muss denn ein Unternehmen tun um gute Mitarbeitende zu bekommen?

00:55:15: Nachdem ich ja Bildungswissenschaftlerin als dass jetzt Erziehung Wissenschaften studiert habe gehe ich sehr stark von Anhandlungskompetenz aus.

00:55:23: Das heißt, das Unternehmen selber muss die Möglichkeit schaffen handeln zu können.

00:55:29: Handlungskompetenz auch aufzubauen, wenn ich es auch nicht gleich habe.

00:55:33: Also einen Rahmen zu schaffen wo jede Person ihren Job wirklich gut machen kann.

00:55:38: und wenn sie denn nicht gutmachen kann über gewisse Zeit muss man auch konsequent sein und sagen dann vielleicht eine andere Position weil dann ist sie falsch platziert.

00:55:48: das ist so dass eine Und das andere, ich glaube wir haben immer noch ... Das Thema zieht schon.

00:55:54: Also dieser Sinn oder diese Mischen und wir haben ja die dreiunddreißig Jahre ganz klare Mischen.

00:56:00: Die Statuten von damals gelten noch heute.

00:56:03: traurig genug auf der anderen Seite.

00:56:05: aber das ist klar.

00:56:07: Wir stehen dafür.

00:56:08: Wir stehen für Diversität, wir stehen für Gleichstellung in Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

00:56:12: Wir steh'n für gutes Netzwerke!

00:56:14: Wir stehn' für Kooperationen – vielleicht auch ich – aber es gibt uns schon ganz lang für Erfolge.

00:56:23: Wenn bei uns Frauen im Projekt kommen und wir mit ihnen arbeiten, dann empauern wir sie und arbeiten mit ihnen sehr nahe.

00:56:33: Die Kolleginnen sind da wirklich gut Aber wir stoßen sie auch an und sagen, geht schon.

00:56:39: Den Job willst du machen?

00:56:40: Die Ausbildung geht schon!

00:56:41: Also wir sind das sehr... Und das glaube ich spricht sich herum, dass man bei uns mitarbeiten kann.

00:56:48: Man muss nicht immer alles... also man kann auch gut sein Job machen aber der muss passen auf Dauer und es ist nicht einfach weil diese Balance zu halten zwischen Mischen als soziales Unternehmen Mischen oder Vision und du musst trotzdem wirtschaftlich.

00:57:05: Wenn wir ein Projekt verlieren, haben wir gehabt mit dreiundzwanzig Mitarbeiterinnen.

00:57:11: Dann muss man schauen was tun wir jetzt?

00:57:13: Ich habe nicht einen Projekt daneben wo ich dreiund zwanzige Kolleginnen einsetzen kann aber sie haben nichts falsch gemacht und das ist schon jeden Tag ein Aushandeln auch und ist immer gerade in Zeiten wie diesen schon eher schwierig.

00:57:26: Sie haben es gerade beschrieben Vielfältiges und arbeitsreiches Leben, wie entspannen Sie sich denn eigentlich?

00:57:35: Also erstens mal macht mir meine Arbeit einfach rasend sparen.

00:57:40: Es gibt so einen, es hat mich mal wer gefragt und dann wurde es zitiert also ich könnte auch Haarspray verkaufen ja.

00:57:47: Ich bin einfach... Meine Mutter hat mir das gegeben aber lieber verkaufe ich Gleichstellung.

00:57:53: Es erfüllt mich wenn ich eine Frau im Lift treffe und sie sagt Ah, darf ich Ihnen das erzählen?

00:57:59: Ich habe jetzt die Aufmerksprüfung geschafft.

00:58:01: Das erfüllt mich im Kleinen und das erfüllt sich im Großen.

00:58:06: Und vielleicht darf ich dazu sagen, wo ich gerade mit Leidenschaften hänge noch mit anderen Elffrauen.

00:58:11: Wir wollen einen ökonomischen Gleichstellungsrat, einen gesetzlich verankerten für ökonomische Gleichstellung wie den Fiskalrat in Österreich.

00:58:23: Wir hätten gerne einen unabhängigen, gesetzlich verankerten Gleichstellungsrat für ekonomische Unabhängigkeit von Frauen.

00:58:32: Und zwar nicht um weder zu missionieren noch um zu sagen alles ist schlimm und alles ist böse sondern um zu beobachten, zu bewerten und zu empfehlen.

00:58:43: Und irgendwann habe ich also wir sind eben zwölf und wir sind da jetzt seit zweieinhalb Jahren dran.

00:58:49: Wir machen wahnsinnig viele Gespräche, wir sind gut unterwegs.

00:58:53: Wir haben ja geglaubt, wir kommen ins Regierungsprogramm.

00:58:55: Es ist uns nicht gelungen.

00:58:56: Das ist übrigens auch eine Eigenschaft von mir.

00:58:58: Ja eh!

00:58:58: Ist nicht gelogen aber geht schon.

00:58:59: Wir werden etwas anders gelingen.

00:59:01: und das ist etwas wo ich sage dass es wirtschaftlich oder nicht nur ich Da gibt es eine Website dazu und wir brauchen viele Unterstützerinnen und Unterstützer.

00:59:11: Wir haben schon viele, aber man kann auf der Website unterstützen.

00:59:15: Und wir gehen davon aus das ist wieder Fiskalrat und wir hätten gerne eine Präsidentin die dann alle vierzehn Tage mit der ZIP-II sitzt oder im Standard vorkommt und sagt Evidenz passiert wo stehen wir?

00:59:27: Was heißt das für die Gleichstellungswirksamkeit?

00:59:29: was heißt das Für Wirtschaft für Gesellschaft für die Teilhabe von Frauen?

00:59:32: Was heisst das für unsere Zukunft?

00:59:34: also dass tun sie Also, um sich zu entspannen.

00:59:37: Ja!

00:59:38: Was würden Sie denn heute Ihrem Jüngeren ich raten?

00:59:42: Was würde ich meinem Jüngern ... Es ist auch immer so ein Thema, wo man denkt... Ich weiß es gar nicht.

00:59:49: Ich bin zufrieden mit dem wie ich das gemacht habe.

00:59:51: Meinem jüngeren Ich.

00:59:53: Nein, fällt mir nichts ein.

00:59:55: Wunderbar.

00:59:56: Vielen Dank für dieses Gespräch.

00:59:57: Danke Ihnen.

00:59:59: Wenn euch diese Folge gefallen hat und ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, dann abonniert am besten den Standard.

01:00:04: Alle Infos dazu findet ihr auf Abo.derStandard.at, abonniert uns aber auch gerne auf YouTube und auf der Podcast-Plattform eurer Wahl.

01:00:14: Feedback und Vorschläge zum Beispiel für Gäste könnt ihr gerne an uns schicken, an uns melen am besten auf podcastadderstandard.it.

01:00:25: Diese Folge wird produziert von Christoph Neuwirt und von Tobias Holuck.

01:00:29: Unser Podcastchef ist Schold Wilhelm.

01:00:32: Mein Name ist Petra Stuber.

01:00:34: Vielen Dank für's Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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