AUA-Chefin Annette Mann: „Was Ryanair macht, ist Erpressung“
Shownotes
Flugreisen sind aktuell ein teures und oft riskantes Unterfangen. Der Irankrieg hat globalen Kerosinmangel gebracht. Flugverbindungen in und über den Nahen Osten werden immer wieder abgesagt. Und auch wenn gerade kein Krieg den Flugverkehr aktiv bedroht, so steht er doch durch Klimaauflagen und enormen Wettbewerb unter Druck.
Annette Mann kennt diese Probleme gut. Die Bayerin ist die erste Frau an der Spitze der Austrian Airlines. Die ur-österreichische Fluglinie gehört nun schon lange zur internationalen Lufthansa-Gruppe. Doch auch innerhalb des Verbands steht die Austrian unter Druck – das Geschäft mit dem Fliegen ist kein einfaches.
In der neuen Folge des CEO-Podcasts spricht Annette Mann darüber, wie sie den Luftverkehrsstandort Wien langfristig absichern will. Und sie erzählt im Gespräch mit STANDARD-Chefredakteur Gerold Riedmann, warum sie jungen Menschen nicht mehr unbedingt ein BWL-Studium nahelegen würde – obwohl sie selbst eines absolviert hat.
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Transkript anzeigen
00:00:06: Mein Gast heute ist Annette Mann.
00:00:08: Die Bayern ist die erste Frau an der Spitze der Austrian und sie hat ein verrücktes Jahr!
00:00:13: Der Iran-Krieg hat globalen Kerosinmangel gebracht, die Austrian steht am Heimat Drehkreuz unter Druck.
00:00:20: Wie lässt sich also der Luftverkehrsstandort wie ihn langfristig absichern?
00:00:24: Und ganz persönlich warum Sie nie wieder BWL studieren
00:00:28: würden?!
00:00:29: Das und vieles mehr hören wir heute im CEO Podcast des Standard.
00:00:33: Herzlich willkommen!
00:00:39: Guten Morgen.
00:00:41: Guten Morgen!
00:00:41: Wir zeichnen sehr, sehr früh auf.
00:00:43: Es ist sozusagen der Red Eye Flight unter den Podcasts.
00:00:47: Sie haben auch freundlicherweise ein Modell eines Austrian-Fliegers mitgebracht, der vor uns auf dem Tisch steht – eine sieben, acht, sieben wenn ich das halbwegs richtig erkenne.
00:00:57: und übrigens OELPK, das ist einer der Maschinen die umlackiert wird so zu sagen.
00:01:02: Sie habe ja immer mehr von diesen im Einsatz auf der Langstrecke.
00:01:05: Also sie macht, sie fliegt auf der langen Strecke und das ist unser Zukunftsmodell für die nächsten Jahrzehnte.
00:01:11: Für die nächste Jahrzehnte heißt Airlines mit langen Abschreibungen versehen man muss lange planern.
00:01:16: es sind Dinge die wir weite Vorlaufzeit brauchen und trotzdem ist das Geschäft so unvorhersehbar wie selten zuvor.
00:01:24: Bleiben wir vielleicht am Anfang beim Standort Wien.
00:01:26: Der Standort Win ist der Hub, wie Sie immer betonen für die Austrian also eine Art Heimatflughafen von dem Sternförmig aus operiert wird und trotzdem ist der heutige Tag insofern ein wichtiger Tag.
00:01:38: es wird zeichnen im zwölften Mai auf.
00:01:40: Es ist heute die Hauptversammlung der Lufthansa-Gruppe.
00:01:42: sie bekommen einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden.
00:01:45: Den ersten Branchen fremden wie man im Konzern manchmal etwas eher fürchtig munkelt weil Johannes Theisen von Eonals Sanierer bekannt ist.
00:01:54: Was heißt das für Wien?
00:01:55: Ja, der Johannes Thaisen war tatsächlich auch schon zu Besuch bei uns vor ein paar Wochen und ist jetzt gerade im gesamten Konzern unterwegs gewesen um sich hier mal einen Überblick zu verschaffen.
00:02:06: Und bei seinem Besuch hier in Wien glaube ich war er durchaus sehr beeindruckt von der Qualität der Auer also erst mit der Aauer reingefloggen.
00:02:15: Da hat sich.
00:02:17: mein erster Kommentar mir gegenüber war, das Essen war viel zu gut fürs Flugzeugessen.
00:02:21: Und glaube ich hatte auch so das Gefühl gehabt, dass Wasser gerne mag nämlich, dass es bei uns auch durchaus pragmatisch zugeht und dass es sehr viel um Kunde geht.
00:02:30: Das hat ihm sehr gefallen.
00:02:31: aber man muss ganz klar dazu sagen sie mich nicht so gefällt ist.
00:02:34: da sagt naja zwanzig Jahre mit im Konzern-Portfolio Aber die finanziellen Ergebnisse waren bis jetzt halt im Schnitt nicht so beeindruckend und das ist was woran wir massiv weiter arbeiten werden müssen.
00:02:47: Das ist eben diese Stellung, die die Austrian auch im Lufthansa verbunden hat.
00:02:51: unter allen Lufthaancergesellschaften ist der Standort Wien, der am stärksten unter Druck steht.
00:02:58: Ganz einfach ist hier nicht warum es ein relativ kleiner Hub ist und Airlines, viele sind einfach sehr groß geworden und Größe ist relevant durch das ganze Thema Effizienz.
00:03:12: Es geht wirklich um einzelne Euros.
00:03:15: also wir verdienen pro Passagierung ungefähr fünf Euro.
00:03:17: da kann man sich vorstellen wie hart das Geschäft ist, wie eng die Margen sind.
00:03:21: und je größer ein Hub, desto mehr kann man natürlich auf Effizient setzen und auf Produktivität und je kleiner das zu schwieriger.
00:03:29: schon mal das erste.
00:03:30: Und hier in Wien ist es einfach so, dass wir auch relativ wenige Geschäftsreisende haben.
00:03:35: Relativ wenige große globale Headquaters wie zum Beispiel in der Schweiz.
00:03:40: und das heißt, wir haben einen sehr hohen Touristenanteil die erst mal weniger bezahlen als zum Beispiel Geschäftsresende.
00:03:46: und wenn man mal denkt naja da Wiener liegt ja eigentlich ganz praktisch zur Richtung Osten oder ist doch super angebunden aus Osteuropa Richtung Westen Stimmt.
00:03:56: Wir haben sehr viel Geschäft aus Osteuropa, aber die Kaufkraft in Oste Europa ist einfach immer nach wie vor auch wenn die Wachstumsraten hoch sind deutlich niedriger.
00:04:05: das heißt dass was man dort erzielen kann an Ticketpreisen ist einfach niedrige als in Zentraleuropa und wir müssen ja trotz mit unseren Standortkosten hier in Winklar kommen also wenn wir die Richtung West mitnehmen.
00:04:15: Insofern kein einfaches oder sehr einträgliches Geschäft.
00:04:18: Wenn man sagt na super dann nimmt es doch vielleicht aus ZentralEuropa in Westeuropamit Richtung Osten.
00:04:24: Theoretisch gute Idee.
00:04:25: Da hat man aber natürlich sehr stark die Konkurrenz durch die türkische Airlines und vor allem auch durch die Golf Carrier, die in den letzten zwanzig Jahren massiv gewachsen sind und leider auch unter völlig anderen Wettbewerbsbedingungen operieren.
00:04:38: Und sofern ist es wirklich kein einfacher Standort.
00:04:41: wie gesagt viele Touristen viel Low-Cost wenig Kaufkraft in Osteuropa viel Konkurrentsrichtung Osten wenn man nach Asien will.
00:04:48: also Die Mischung ist schon taft das stimmt
00:04:51: Endet sich durch die Golf Airlines jetzt, was ich den hier in den letzten Monaten auch eher nur rum.
00:04:57: Stimmt, aber das halte ich für ein sehr kurzfristiges Phänomen.
00:05:01: Ich glaube die Golfstaaten haben jegliches Interesse daran dass sich dort die Sicherheitslage wieder stabilisiert und wir gehen eher davon aus dass sobald es der Fall ist es eher einen großen großen Preiskampf Richtung ansehen gibt weil die letzten zwanzig Jahre haben die Golf Carrier sehr viel investiert um sich die Marktenteile aufzubauen.
00:05:19: inzwischen läuft etwa fünfzig Prozent des gesamten Reiseverkehrs zwischen Europa und Asien über die Golfstaaten und Istanbul.
00:05:28: Und wenn sich jeden Prozentpunkt Marktanteil zurückholen, davon gehen wir fest aus – und das werden sie vor allem aber sehr, sehr im harten Preiskampf
00:05:36: machen!
00:05:36: Die anderen Marktbedingungen, die Sie ansprechen, treffen ja unter anderem auch Passagierabgaben entgelte Steuern, die bei den Golfcarrieren manchmal ... vom Scheich himself übernommen werden bzw.
00:05:46: von der Regierung, das ist ja auch Teil ihrer Diskussionen die sie hier am Standort mit der Politik haben sind in intensiven Verhandlungen würde ich meinen auch während der ganzen Phase die hinter uns liegt nämlich als das Budget umrissen werden sollte was nicht immer klar ausgesprochen wird aus Ihrer Perspektive wahrscheinlich auch aus der Ihres neuen Aufsichtsrats so wie es ist kann sich nicht bleiben.
00:06:07: Was soll sich also ändern?
00:06:09: Österreich hat sich leider über die letzten fünf bis zehn Jahre zum zweiterörsten Luftfahrtsstandard Europas entwickelt und man sieht sprechen es an.
00:06:18: Was braucht's eigentlich, dass ein Standort attraktiv ist?
00:06:21: Es gibt nicht das eine Thema, die eine Bedingung sondern es muss halt in Summe zusammen stimmen.
00:06:29: Das sind die politischen Rahmenbedingungen, wie für Steuern und Gebühren.
00:06:33: Es sind über irgendwelche Gesetze festgelegt.
00:06:35: Wie teuer ist ein Flughafen aber auch?
00:06:37: Und da sind wir am Standort sehr gut.
00:06:39: Wie gut funktioniert ein Flughofen?
00:06:41: Das gehört natürlich auch dazu.
00:06:43: Aber Flugsicherung usw.
00:06:44: Und viele, viele Kleinigkeiten, die das halt zusammenbringen.
00:06:49: Wir sind ein sehr personalkostenintensives Geschäft Und natürlich auch mit Personal, dass man jetzt eben nicht über Automatisierung ersetzen kann.
00:06:57: Nehmen Sie Beloten, Flugbegleiter, Techniker und das wird ja alles bleiben.
00:07:03: Und insofern noch die Arbeitskosten wie sie sich in Österreich entwickelt haben sind im europäischen Schnitt der jetzt nicht vorteilhaft in den letzten fünf Jahren überproportionale Inflationen also.
00:07:14: es ist für uns wirklich war schon eine toxische Mischung aus sehr hohen luftwortspezifischen Standortkosten, wo wir wirklich den Rückwärtsgang einlegen müssen.
00:07:23: Plus natürlich den Standardbedingungen die für alle Wirtschaftsunternehmen hier schwieriger geworden sind in den letzten fünf Jahren.
00:07:32: Und wir sprechen natürlich mit der Politik und dem Flughafen vor allem um die Luftfahrtsspezifischen Themen.
00:07:38: Aber ich bin ja auch im Bundesvorstand der EV, da kriege ich natürlich mit was es in Summe für die Industrie auch braucht, Stichwort Lohnnebenkosten, was uns dann indirekt auch hilft.
00:07:49: aber das muss auf jeden Fall den Rückwärtsgang rein zum Thema Standort kosten weil sonst wird's echt schwer langfristig für den Habwin.
00:07:56: Das ist sonst und schwer für Wien.
00:07:58: dass würde mich interessieren.
00:07:59: wenn die CEO sagt ein Rückwärtengang Toxische Mischung und dass eben mit langfristiger Planung zusammengehen soll, dann ist die Frage nach den Szenarien da.
00:08:08: Was heißt das für den Hub Wien?
00:08:10: Und muss das alles so wie es ist bleiben?
00:08:12: wir kommen ja aus einer Zeit der wollte der Flughafen die dritte Piste Weltheirrschaft kurz bevorstehend und das hört sicher mit Rückwärtsgang die Metral anders an.
00:08:21: Der Rückwärtsgang für die Kosten.
00:08:23: Und wenn wir den Rückwälzgang bei den Kosteneinlegen, dann sichert für Wien schon noch wirklich großes Potenzial weiter.
00:08:32: Warum?
00:08:32: Wir haben es mit der Aua speziell jetzt nach Corona sehr gut geschafft uns mit allen internen Faktoren, die wir direkt beeinflussen können in eine sehr gute Position zu bringen und wir sind operativ extrem stabil.
00:08:43: Wir waren jetzt im März die pünktlichste Airline Europas.
00:08:47: Im gesamten letzten Jahr am Schnitt die drittpünktligste AirlINE Europas.
00:08:51: Tanze verbunden und einer der Spitzenwerte sein.
00:08:53: Ja, ist es auch!
00:08:55: Ohne dass wir Großreserven haben.
00:08:57: also wir sind.
00:08:58: gleichzeitig haben wir den Spitzenwert wie viele Stunden pro Tag unsere Flugzeuge in der Luft sind.
00:09:05: aber pünktlich kann man immer sein wenn wir ganz viel Reserver haben wir gar nicht.
00:09:08: Also wir sind wirklich operativ.
00:09:10: Wir haben sehr hohe Kundenzufriedenheitswert, unsere Markenstärke in Österreich ist wieder sehr hoch.
00:09:17: Es gelingt uns sehr gut, Mitarbeiter im Standort zu finden und insofern eigentlich alles Faktoren wo man aus einer Konzernsicht sagen würde super so einen Standort in den man investieren muss noch dazu weil ja auch am Flughafen Platz für Wachstum ist.
00:09:31: Und das ist auch der Grund auf Basis dieser Faktoren, dass wir über die letzten Jahre angefangen haben, die Flotte zu erneuern.
00:09:38: Weil grundsätzlich glaubt man schon nach wie vor an den Standortwien, glaube ich an den Standardwien weil was hier auch eine große Stärke ist und das hat man nach Corona gesehen ist wenn es darauf ankommt helfen halt schon alle zusammen Also in Corona, dass auch die Auer nach Corona oder der Flughafen nach Corona wieder so schnell wirklich auf sehr, sehr gute Levels gekommen ist.
00:10:00: Das hatte schon damit zu tun das eben Politik über Kurzarbeit und noch die Unterstützung aber eben auch nach Corona alle Beteiligten sehr schnell zusammengehäufen haben viel, viel engere Beziehungen haben sich das aus anderen Ländern kennen das eine Riesenstärke.
00:10:15: Und was uns halt gelingen muss es genau diese Stärke wir da eigentlich nach Corona im Hochfahren des Luftverkehrs hatten, dass wir die jetzt übertragen von dem was wir operativ getan haben in Richtung strategische Ausrichtung.
00:10:28: Wir brauchen ein gemeinsames Bild welche Art von Luftverkehr und wie viel Luftverkehr wir in den Jahren zwanzig, fünfhundreißig, vierzig hier in Österreich wollen und brauchen.
00:10:38: Und da müssen wir zusammen helfen, dass wir es möglich machen.
00:10:40: so funktioniert das auch an erfolgreichen Standorten woanders in der Welt.
00:10:44: Luftverkähe ist wichtig für die wirtschaftliche Stärke eines Standards.
00:10:48: Ich glaube, das hat inzwischen hier auch jeder verstanden.
00:10:51: also das ist eine gute Grundlage.
00:10:53: und jetzt diesen Rückwärtsgang einzulegen in den Kosten kann eben auch zu überproportionalem Wachstum führen.
00:11:01: als Auer und auch der Konzern, wenn dafür bereit, wenn es in die richtige Richtung geht.
00:11:05: Ansonsten stagnieren wir erst einmal.
00:11:09: Da gibt's Ihren Kollegen, wenn ich das so sagen darf den Ryan-Schef Michael O'Leary, der der Politik am liebsten ins Gesicht hüpft mit möglichst spektakulären Pressekonferenzen seine Art von PR durchzieht seit vielen, vielen Jahren.
00:11:23: Auch mit Österreich hat er seine Wickel begonnen – auch immer mit dem Ziel….
00:11:28: Ich meine da dürften sie nicht zu weit voneinander entfernt sein die Kosten zu drücken und die Abgaben zu dricken.
00:11:34: Er selbst droht mit Abzug, wie ist denn ihr Stand der Gespräche?
00:11:39: Also ich halte die Art und Weise wie Michael O'Leary das hier am Standort vertritt wirklich für absolut nicht akzeptabel.
00:11:47: und was ich gerade gesagt habe, dass ein Hub nur dann funktionieren und sich auch weiterentwickeln kann, wenn alle Beteiligten zusammenhelfen.
00:11:57: Das braucht vertrauensvolle langfristige Beziehungen.
00:12:03: Was Michael O'Leary hier macht ist Erpressung – das kämpft für uns niemals in Frage!
00:12:09: Wir sind seit fast siebzig Jahren am Standort.
00:12:13: kann hier zum Land, zum Standort und wollen es auch gerne bleiben.
00:12:17: Und sehen diese Standardverantwortung wir wollen oder können nicht einfach weg.
00:12:22: Insofern glaube ich muss man noch Beziehungen völlig anders gestalten und leben weil ich wirklich glaube dass uns das auch das Einzige ist was einem erfolgreich macht.
00:12:31: Ja also nochmal Es gibt nicht die Silver Bullet.
00:12:34: Wir sind natürlich mit der Politik und dem Flughafen.
00:12:38: Wir sind uns schon einig dass die Kosten zu hoch sind und sie runter müssen.
00:12:43: Ich glaube, ich muss Ihnen nicht erzählen, dass das Kontext ist Doppelbudgets und EU-Deficitverfahren eine schwierige Kiste.
00:12:50: Aber ich hoffe sehr, dass wir jetzt was hinkriegen, weil es eben genau die Grundlage ist, die wir brauchen, dass überhaupt über eine Weiterentwicklung der Auer nachdenken.
00:12:57: Und das weiß auch jeder!
00:13:00: In dem Kontext wollen wir schauen, was wir jetzt in den nächsten Wochen erreichen?
00:13:04: Ja, schon zwanzig Minuten ungefähr.
00:13:06: Wir haben mehr als zehn Minuten miteinander geredet.
00:13:07: und das Wort Kerosinmangel Das, worüber die ganze Welt aktuell diskutiert.
00:13:13: Ist dies das verrückteste Jahr jedenfalls nach Corona?
00:13:16: Oder ist jetzt einfach jedes Jahr verrückt?
00:13:19: Es ist nicht jedes Jahr gleich verrückt aber ich mach's jetzt dreiundzwanzig Jahre und es ist irgendwie schon in jedem Jahr auch irgendwas anders.
00:13:26: Und globaler Kerosinmangel ist tatsächlich was Neues.
00:13:29: Also dass so was man dem ein oder anderen Flughafen vorkommt, das kennt man schon Aber dass es eben jetzt solche Dimensionen annimmt, das ist neu.
00:13:37: Das heißt das war jetzt für uns Neu, dass wir plötzlich ein globales Kerosin-Monitoring aufgesetzt haben als Konzern und durch super engem Austausch sind mit allen Lieferanten wie es ausschaut.
00:13:51: Man stellt sich seine Herausforderung, was soll man machen?
00:13:54: Ich habe mir die österreichische Sondersituation zuletzt vom Wirtschaftsminister Hartmannstorff erklären lassen und Frau Mann ich hab weiterhin Fragen.
00:14:03: Wolfgang Hartmannsdorf hat mich mehr oder weniger auch anderen Kolleginnen und Kollegen geschildert.
00:14:08: In Wien haben wir ja kein Problem, weil das sehen auch alle die mit dem Flughafenzug oder der S-Sieben einer der Ausfahren in Mansburg die OMV steht.
00:14:16: Und dort so raffiniert es ist selbst Kerosin raffineert und deshalb schwächert dass rüber gepumpt bekommt und keine Kerosinnmange am Flughaven Wien auf absehbare Zeit zu erwarten sein würde.
00:14:28: Sie nicken heftig soweit habe ich das verstanden.
00:14:30: Der Wirtschaftsminister offenbar auch.
00:14:32: dann aber meint er und insgesamt trifft die Austrian das nicht Wenn jetzt irgendwie in Bulgarien Kerosin fehlte, dann würde man halt ein bisschen mehr mitnehmen und hätten für den Rückflug auch wieder was.
00:14:42: Jetzt frage ich mich ob das auch mit Tokio funktionieren würde?
00:14:45: Und ob uns das total super safe macht in Sachen Kerosinenmangel – Ich meine nicht!
00:14:51: Was ich jetzt sage ist etwas, was sehr spezifisch auf die Aua zutrifft und nicht auf die globale Kerosinsituation.
00:15:01: Für die Auer ist es tatsächlich so... Die mehr als halbe Mitte ist schon mal, wenn am eigenen hab.
00:15:07: Weil jeder zweite Flug wird am Hub getankt, wenn es dort erst einmal genug Kerosin gibt und da bin ich auch ziemlich optimistisch, dass man gut versorgt.
00:15:17: Und ja, es ist natürlich auf Kurzstreckenflügen möglich, zumindest bisher in der Theorie das man mehr mitnimmt.
00:15:23: Warum sag ich Theorie?
00:15:24: Weil's nämlich gleichzeitig in Europa aktuell ein sogenanntes Tankering-Verbot gibt.
00:15:30: Das heißt, es ist uns eigentlich untersagt mehr als zehn Prozent, glaube ich, der Wert mehr Kerosin mitzunehmen auch aus verschiedensten Umweltauflagen.
00:15:40: Und das ist im Prinzip richtig, ja?
00:15:42: Auch weil sie diese Saftbeimischquote gibt.
00:15:44: nur wenn wirklich irgendwo mal Kerosienmangel herrschen würde dann ist das auch tatsächlich ein Thema was wir politisch auf europäischer Ebene nochmal angehen müssen.
00:15:54: Weil sonst gibt's zwar Kerosinen aber ich darfs nicht mitnehmen wird dann auch irgendwann schwierig.
00:15:59: Wie schaut es international aus?
00:16:01: für jede Airline ein bisschen anders?
00:16:03: Weil natürlich jeder von uns ein anderes Netzwerk hat.
00:16:05: Und wenn ich jetzt auf die Langstreckenflüge schaue, dann Richtung Asien, wo Asien und Afrika heißt immer da ist das wahrscheinlich am knappsten Und Afrika fliegen wir nicht, deswegen schauen wir uns dann Asien an.
00:16:18: Tokio hat Entwarnung gegeben und da war auch am Anfang großes Fragezeichen aber die scheinen sich jetzt gut versorgt zu haben zumindest für den Sommerflugplan.
00:16:27: Ich glaube von China ist es ohnehin bekannt dass sie sehr gut aufgestellt sind mit ihren strategischen Reserven.
00:16:32: Dann bleibt noch Bangkok?
00:16:33: Ja muss man mal schauen, das wäre unsere einzige Destination in Asien wo man vielleicht auch Workarounds finden muss wenn man sagt ja muss ich vielleicht mal im Tankstopp arbeiten weil natürlich Sie haben recht Hin und zurück wird es nicht reichen.
00:16:46: So, dann schauen wir mal nach Westen und momentan geht man nicht davon aus dass in Nordamerika das Kerosin kurzfristig knapp wird und der Großteil unserer Langstreckenflüge geht nach Nordamerica oder an Kanada.
00:16:59: Und insofern spezifisch für die Situation der Australien kann ich's nicht ausschließen dass auch wir irgendwie betroffen sind, aber ich glaube von der Dimension her sind wahrscheinlich andere Airlines mit anderen Netzwerken oder an anderen Standorten mehr betroffen.
00:17:14: Wir haben uns zuletzt... vor knapp zwei Wochen getroffen und sie haben gesagt, dass es unwahrscheinlich das Flüge gestrichen werden aufgrund von Kerosinmangel im Sommerflugplan.
00:17:23: Im Netz der Austrian davon haben wir geredet tags darauf oder zwei drei Tage drauf kam von der Lufthansa die Nachricht, dass eine erkleckliche Anzahl von Flügen rausgenommen werden.
00:17:31: aus welchen Gründen dann auch immer nicht im Austrian-Netz aber halt eben was die Lufthanse betrifft.
00:17:36: wie sehr müssen den Reisende mit dem Streichen von Flügen aus Kerosinnmangel in diesem Sommer rechnen?
00:17:43: Die Flüge, die sie angesprochen haben sind nicht aus Kerosinmangel gestrichen worden.
00:17:48: Sondern durch die Beschleunigung einer Entscheidung, die schon vor längerer Zeit getroffen wurde, nämlich dass die Lufthansa City Line geschlossen wird.
00:17:58: und was uns natürlich alle trifft ist ja nicht nur der Kerosinenmangel sondern fast mehr noch den Kerosienpreis.
00:18:05: und in dem Kontext ist das entstanden.
00:18:08: Und ja, ich kann es heute hier wirklich nur für die Auer beantworten.
00:18:12: Weil ich kenne jetzt nicht jede spezifische Situation an jedem anderen Hub oder auch an Flughäfen wo wir nicht hinfliegen... Geh schon davon aus, dass es immer wieder zur Streichungen kommt.
00:18:22: Ich glaube man muss dann sauber unterscheiden ist das wirklich Charusinmangel oder weil der Charusimpreis einfach so in die Höhe geschossen ist?
00:18:30: er hat sich ja verdoppelt und nicht jede Erleines gehetscht.
00:18:33: also sprich abgesichert bei den Charusienpreisen da schlägt das halt dann durch.
00:18:38: und wenn man irgendwann mehr Geld verbrennt, wenn der Flug abhebt versus man würde ihn einfach am Boden lassen und streichen.
00:18:46: Das kann natürlich schon Grund sein warum eine Airline dann auch Flügel am Boden lässt.
00:18:50: Wie sieht es aktuell in Ihrem Controlling aus?
00:18:51: Die Preise sind gehätscht das heißt sie spüren den höheren Kerosinpreis aktuell nicht.
00:18:57: Das ist so nicht richtig, weil wir sind natürlich nicht zu hundert Prozent sondern nur zu achtzig Prozent gehärtscht und das ist ein rollierendes System.
00:19:05: Und jetzt bei den ganz hohen Preisen ist dann das Hedging auch zunächst erst mal ausgesetzt worden.
00:19:11: Das heißt es ist auch jeden Monat ein bisschen anders wie viel tatsächlich abgesichert ist und die Konzernzahl ist glaube ich offen öffentlich bekannt.
00:19:19: Trotz allem Hatching wird der Konzern in diesem Jahr einen Kilo zusätzlichen Kerosinkosten haben.
00:19:26: Wenn man jetzt weiß, dass hier auch irgendwie um die plus-minus zehn Prozent der Flugbewegungen hat kann man sich ausrechnen was das für die Auer bedeutet wenn man dann noch weiß.
00:19:37: naja letztes Jahr waren es achtzehn Millionen Gewinn und wir haben aber im dreistelligen Bereich zusätzliche Kerosienkosten.
00:19:42: trifft uns das sehr wohl obwohl wir gehetscht sind?
00:19:46: Ungekehrt kann man sich jetzt die Dramatik bei der einen oder anderen Airline vielleicht vorstellen, die nicht gehetscht ist.
00:19:51: Also wir sind schon froh aber es geht auch an uns nicht spurlos vorbei und das ist auch der Grund warum ich ja auf mehr Forschung gesagt habe Wir werden schauen müssen Bei diesen Dimensionen dass das wird auch Einfluss auf die Flugpreise
00:20:03: haben.
00:20:04: Bleiben wir noch etwas dort in einem Bereich den man als Passagierin als Passager eben nicht sieht der Kostenrechnungen da aus?
00:20:09: schön Da fühlen sie sich auch wohl wenn Sie darüber reden.
00:20:11: Ich spüre das richtig.
00:20:13: Wie?
00:20:14: Wie setzt sich die Kostenstruktur zusammen?
00:20:17: Kerosin hat sich verdoppelt kurzfristig.
00:20:20: Sie haben die Personalkosten eingangs angesprochen, aber Kerosine hat eine gewaltige Auswirkung auf die Fluglage einer Ehrlein.
00:20:27: Ja, also in normalen Zeiten ist das Karusinung etwa von zwanzig bis dreißig Prozent und dann der Gesamtkosten.
00:20:35: Und der zweithöchste Block, das wechselt sich immer ab sind entweder dann Steuern und Gebühren und Überflugrechte.
00:20:43: Also all das was man irgendwo nicht nur jetzt in Österreich sondern weltweit überfliegt oder im Lande- und Staatgebühren zusammen nimmt und die Personalkosten Und das macht dann auch noch mal zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Prozent jeweils aus.
00:20:59: Der Rest, alles andere, dass man dann so zusammenzählt.
00:21:03: Wie müssen eigentlich die Flotten in Lufthansa intern aushelfen?
00:21:07: Es waren jetzt einige Streikbewegungen also zu sehr viele Streiks bei der Lufthaansa.
00:21:12: es scheint dort mit dem Personal sich nach wie vor nicht beruhigt zu haben auf unterschiedlichen Fronten und oftmals ist ja dann das Austrian Swiss Wollt ihr eher andere dann einspringen?
00:21:22: Müssen ich nicht mehr an, auch die Akquisitionen in Italien werden eine gewisse Rolle spielen.
00:21:26: Wie sehr müssten Sie denn Anfangszeichen aushelfen?
00:21:29: Naja sie sprechen sich Streiks an aber das ist selber nur ein sehr punktuelles Thema.
00:21:34: Viel spannender ist eigentlich dass wir immer besser darin werden uns abzustimmen und unsere Netze aufeinander zu koordinieren oder uns eben auch bei kurzfristigen ganz anders gearteten Ausfällen zu unterstützen.
00:21:45: Ich gebe Ihnen ein Beispiel vor... Wie lange ist es jetzt her?
00:21:48: Zwei, drei Jahre.
00:21:49: Da hatten wir eine große Beschädigung einer A-Trei, zwanzig.
00:21:52: Der Reparatur hat mehrere Monate gedauert und da hat uns natürlich dann für den Sommer ein Flugzeug gefehlt.
00:21:58: Gleichzeitig die Triebwerke, das war eine A-trei,zwanzig NEO.
00:22:01: Die Triebewerke waren zu dem Zeitpunkt sehr, sehr knapp.
00:22:04: Das heißt, wir haben dann einfach unsere Triebenwerke an eine andere Lufthansa-Tochter gegeben.
00:22:09: gleichzeitig haben wir uns von woanders ein Flugzeuge ausgeborgt.
00:22:11: also dass sind inzwischen etwas was ... fast wöchentlich machen, weil es ist immer mal irgendwo was wo man sagt man kann sich gegenseitig aushelfen und darin werden wir immer besser.
00:22:21: Und das ist auch wichtig im globalen Wettbewerb her müssen immer besser lernen und so zu koordinieren dass wir halt im globalem Wett bewerben da draußen eine Chance haben.
00:22:30: Weil obwohl die Lufthansa Gruppe die viertgrößte Airline-Gruppe der Welt ist haben wir einen Weltmarktanteil von drei Prozent.
00:22:37: Und insofern, wenn wir es nicht schaffen mit all den verschiedenen Flugbetrieben unsere Kräfte richtig gut zu bündeln und uns abzustimmen.
00:22:44: Und ja auch Flugzeuge auszutauschen wird's einfach da draußen ganz schön tuff in der Welt.
00:22:50: Sie haben vorher von der Beimischquote gesprochen und ganz beiläufig saff erwähnt.
00:22:55: Wollen wir darauf noch kurz gehen?
00:22:57: Das ist ja auch etwas was viel auf dem... im privaten Bereich aus dem Buchungsvorgang kennen, sich auf einen Green-Tarif oder einem Tarif der etwas mehr Beimischquote eben dann ermöglicht.
00:23:07: Aber der Anteil von Alternative Fuels bzw.
00:23:12: eben Kerosin ersatzen nachhaltiger Natur ist ja nach wie vor unglaublich gering aufs Gesamte gesehen.
00:23:19: Wie kann es sich denn überhaupt in den kommenden Jahren entwickeln und welche Wichtigkeit messen Sie den Saaf bei?
00:23:27: Aus meiner Sicht kann sich das nur weiterentwickeln, wenn wir die richtige Regulatorik dahinter haben.
00:23:34: SAV ist eine ganz, ganz wichtige Zukunft-Technologie.
00:23:39: Warum?
00:23:40: Natürlich wird auch viel Geld gerade reingesteckt in die Entwicklung von neuen Flugzeugtechnologien.
00:23:45: Das berühmte Wasserstoffflugzeug oder es gibt erst Elektroflugzeuge.
00:23:50: Das sind aber alles Technologien, die werden nicht geeignet sein in den nächsten Jahrzehnten die Flugzeuge, die wir heute kennen zu ersetzen mit den Reichweiten oder auch die Größe von Flugzeugen.
00:24:01: Ein Beispiel zu geben ist das Wasserstoffflugzeug, dass Airbus jetzt gerade entwickelt – das sind wahrscheinlich nicht mehr im Jahr zwanzig fünfundreißig, sondern eher so Richtung zwanzichvierzig überhaupt das erste Mal kommt – soll ein Hundertsitzer sein der dann zweitausend Kilometer weit kommt.
00:24:16: Das ist ein guter erster Schritt und eine Technologie.
00:24:18: Wir brauchen es aber das wird noch lange nicht das Ersetzen was heute in der Welt am Luftverkehr unterwegs ist.
00:24:24: SAF ist insofern eine sehr spannende Sache, weil sie einfach heutige Flugzeuge nehmen können.
00:24:31: Es gibt zwischen dreißigundvierzigtausend Verkehrsflugzeuge weltweit und Sie können quasi im beliebigen Mischverhältnissen einfach SAF beimischen.
00:24:40: Und das weiter zu skalieren ist schon der richtige Weg, denn nur so können wir über die nächsten Jahrzehnte in Richtung Grüneris fliegen kommen.
00:24:48: Tatsächlich war Lufthansa, SAF geflogen ist und tatsächlich geholfen hat es zu zertifizieren.
00:24:56: Es gab zweitausend Flüge zwischen Frankfurt und Hamburg, ich sag' das ist fünfzehn Jahre her wo man das erst mal nicht gemacht hat.
00:25:03: Und dass seitdem nichts wirklich weitergeht, hat auch viel mit Regulatorik zu tun um wie man's macht.
00:25:10: Wenn man jetzt sagt Wie schnell gehts eigentlich vorwärts?
00:25:13: Dass man SAF in Europa produzieren kann dann ist es sehr langsam weil inzwischen viele Investoren die erstmal Interesse hatten wieder abspringen Weil es so kompliziert ist mit den verschiedenen Regeln, aus was dürfen sie sauf machen?
00:25:26: Wie muss das genau hergestellt sein?
00:25:28: und immer mit dem Fragezeichen dahinter.
00:25:30: Puh!
00:25:31: Wenn ich das jetzt alles investiere und alles mache wird's dann von der EU wirklich anerkannt.
00:25:36: Und ich glaube dass wir uns da gerade in Europa mal wieder ins eigene Fleisch nehmen.
00:25:39: Wir machen es so kompliziert für eine Technologie die ja überhaupt erst im Entstehen ist, dass im Grunde direkt von vornherein abgewirkt wird.
00:25:47: Auch da gilt es weder in anderen Weltregionen zu schauen USA oder auch in Asien ist der Fokus erstmal darauf, schneller an die Produktion zu kommen und dann potenziell später vielleicht mal die Regeln nachzuschärfen.
00:25:59: Aber wenn ich da jetzt wie in Europa – und ich bin jetzt bei zwei Prozent, sind wir aber bei der Bayer-Mischquote – es wird schon schwierig, weil momentan sind zumindest in Europa die Investitionsprojekte für sechs Prozent sauf.
00:26:13: nicht unterwegs, weil wie gesagt für die Investoren es gar nicht attraktiv ist.
00:26:16: Und darüber glaube ich muss man nachdenken.
00:26:18: Also
00:26:18: nicht die Regulatorik, die die Airlines trifft in Sachen wie die Beimischquote eben ist sondern das
00:26:23: zu unterfüttern.
00:26:24: Woher kommt das?
00:26:25: Die Herstellung und die Ausgangsstoffe für die Produktion.
00:26:29: Das ist momentan das große Thema
00:26:31: her.
00:26:32: Was mit dem Kerosinpreis und zunehmend Druck natürlich auch immer mehr in den Fokus rückt sind... dem Umweltgedanken sind natürlich Ultrakurtstreckenflüge.
00:26:41: Auch die, die die Austrian bedienen muss.
00:26:45: vielleicht jetzt nicht aus der Vorstandsetage heraus aber aus denen was der österreichische Hausverstand meint oder das was die österreichliche Politik meint ist muss einen Flug geben nach Ewasnet-Lins.
00:26:56: Graz Klagenfurt Innsbruck nach Altenrhein gibt sie schon länger keine mehr.
00:27:02: Aber wie stehen Sie zu den Ultrakurtreckenflügen?
00:27:06: Weil sehen wir doch ehrlich wenn sich aussuchen könnten.
00:27:10: Ich stelle mir vor, dass der Drang nach Linz zu fliegen nicht wahnsinnig Groß ist bei Ihnen?
00:27:14: Ja, Linz ist wirklich ein bisschen sehr kurzer Flug und auch das wir Salzburg nicht mehr fliegen, das ist ehrlich gesagt nichts was uns jetzt im Portfoliog wählt.
00:27:23: also ich habe es ja auch zuletzt wieder gesagt.
00:27:26: Ich fand es spannend.
00:27:26: die Schlagzeilen haben draus gemacht Dauerschäfen verteidigt Ultrakurzstreckenflügel.
00:27:32: Ich saß da und hab die Zeitung gelesen, sag ich mir naja wir halten das eher aus als dass sich die Groß verteidigen würde.
00:27:39: Wer verteidigt die denn?
00:27:40: Sind es die Landeshauptleute?
00:27:42: Na ja, ich verteidige in dem Sinn, dass man sagt Wir brauchen sie unbedingt weiter!
00:27:50: Ich glaube solange es keine guten Alternativen gibt Ist es halt für einen, nehmen wir jetzt mal ins Brug.
00:27:56: Schon wirklich schmerzhaft wenn dort keine Fluganbindung mehr an einem Hub besteht weil damit ist Tirol relativ abgeschnitten nicht man sie brauchen.
00:28:03: was fünf Stunden im Zug.
00:28:04: Jetzt aktuell noch übers deutsche Eckeweg gelernt das ist noch ein bisschen komplizierter.
00:28:08: Im Auto sind's ja auch mal vierenhalb Stunden unterwegs.
00:28:11: Das sagen Sie mir als Vorarlberger aber ich seh natürlich auch quer über den Bodensee rüber.
00:28:15: und da diese Memmingen zum Beispiel auch in Flughafen die Lufthansa länger jetzt nicht mehr bedient, oder beziehungsweise während Corona.
00:28:21: Noch nie bedient
00:28:22: hat?
00:28:24: Friedrichshafen.
00:28:28: Also wenn es wie gesagt nach mir ginge oder nach uns und unseren Controllern dann würden wir all diese Flüge schon lange nicht mehr fliegen.
00:28:37: Insofern verteidige ich die nicht.
00:28:39: Ich kann aber sehr wohl den Wunsch und auch die Notwendigkeit einer Region wie Terol verstehen nach Anbindung an einen Hub, an einem Drehkreuz.
00:28:52: Weil die Alternativen halt sehr überschaubar sind und ich glaube wir müssen für die Zukunft gute Wege finden entweder von Konnektivität, entweder müssen eben Zugverbindungen noch besser werden oder wir müssen auch wieder Wegefinden wie solche Flüge wirtschaftlich überhaupt darstellbar sind wenn eine Region die für ihre wirtschaftliche Stärke und die Qualität eines Standards braucht.
00:29:15: Und ich glaube, das sind schon immer zwei Diskussionen.
00:29:17: Ich kann die Diskussion von Ultrakurzstreckten führen aus einer Nachhaltigkeitsperspektive, aus einer Wirtschaftlichkeits- perspektive als Airline – da kann man in beiden Fällen sagen, brauche ich nicht oder sollte ich nicht haben!
00:29:31: Aber ich glaube es ist eben nicht zu vernachlässigen was bedeutet das für eine Wirtschaftsregion?
00:29:35: Und ich glaube, da braucht es einfach auch mehr Ehrlichkeit in der Diskussion.
00:29:38: Aber eben auch Lösungen die zukunftsfähig sind weil diese Flüge immer nur zusätzlich zu belasten und teurer zu machen.
00:29:45: Also ewig werden wir das auch als Aua so in dem Modell jetzt nicht durchhalten, weil das Verlust ja Größenordnungen sind gerade wenn's ein Jahr mal wieder enger ist.
00:29:54: Das tut schon richtig weh.
00:29:57: Dieses Quiz zwischen Österreich und internationalem Carrier, der bestehen muss auf globalen Strecken Ist der genau in solchen Momenten besonders spürbar?
00:30:07: Ja, weil die Diskussion, die wir hier mit den Ultrakurzstrecken haben.
00:30:11: Ich glaube sie hat jedes Land und die gibt es in Deutschland genauso.
00:30:16: Gerade gestern wird bekannt dass der Flug Bremen Frankfurt eingestellt wird.
00:30:21: Und jetzt ist Bremen dann immer noch über drei andere Hubs eingebunden und trotzdem ist Social Media voll von Empörden, Beiträgen und Zeitungsbeiträgen.
00:30:31: Wie furchtbar das ist!
00:30:33: Und auch in Frankreich gab es ja die Diskussion ... Verbot von Kurzstreckenflügen und das ist aber dann so ein bisschen durch die Hintertür alles wieder aufgeweicht, weil diese Kurzstreckendflüge gibt es immer noch.
00:30:44: Aber eben man darf da nur noch umsteigen.
00:30:47: anschließend also ich kenne das aus vielen Ländern und ich glaube das ist das ist was womit sich jede Airline irgendwie auseinandersetzen muss.
00:30:55: Man ist ein Wirtschaftsfaktor, man ist nicht einfach nur einen Unternehmen mit sechstausend Mitarbeitern und stellt was es sich verpackungen oder schrauben her.
00:31:04: Sondern man ist halt wirklich ein Unternehmen das relevante für die Wirtschaftsleistung eines Standorts.
00:31:12: Und in dem Kontext muss man auch die Balance finden.
00:31:14: Das bedeutet genau wo braucht die Region dann so eine Airline?
00:31:19: Es ist auch ein Geben und Nehmen zwischen wirtschaftlich verantworten.
00:31:23: Aber wie hilft man noch zusammen, dass eben solche Kurzstreckenflüge die wir vielleicht wirtschaftlichen nicht durchführen würden, die aber einen Land braucht?
00:31:31: Wie kriegt man das gut hin auf Dauer?
00:31:33: Aber wie ist man eben auch global wettbewerbsfähig?
00:31:36: und das sind ja eine Balance.
00:31:38: Dann gehen wir vom Lokalen ins Globale.
00:31:39: oder auf die profitabelste Strecke, die Sie in Ihrem Netz haben, die aktuell auch nicht bedient wird nämlich jene nach Tel Aviv nehme ich an!
00:31:49: Ja, wir haben noch andere profitablen Strecken.
00:31:53: Aber Tel Aviv tut wirklich weh weil normalerweise fliegen wir Tel Avives dreimal täglich und wir nehmen aus Tel Avive sehr viele Umsteiger für unsere Nordamerika Flüge mit und die fehlen aktuell.
00:32:05: ja Wie?
00:32:07: Ist dann dieses Jahr zu bewerten?
00:32:08: Wir haben nahezu schon fünf, sechs Monate durch in diesem Jahr.
00:32:12: Es gab hohe Kosten eben auch ausbleibende Erlöse.
00:32:16: Normalerweise wäre es dann irgendwann Zeit sozusagen börslich gebrochen für eine Gewinnwarnung.
00:32:20: Das ist kein gutes Jahr!
00:32:21: Für die Aua ist es tatsächlich ein schwieriges Jahr, weil wir sehr betroffen sind dadurch dass wir normalerweise viele in der Ost fliegen.
00:32:28: Das heißt, wir haben fünf Destinationen, die wir momentan nicht anfliegen können und jetzt für den Sommer kommt man das Gott sei Dank umverteilen.
00:32:35: Wir haben also mehr Flüge innerhalb Europas, das ist okay aber das hat Anfang des Jahres sehr weh getan.
00:32:40: Und dann nehmen sie die Kerosinkosten und das tut auch weh.
00:32:44: Für den Gesamtkonzern muss man's ein bisschen differenzierter betrachten und jeder von uns hat ein anderes Netz.
00:32:48: Wir werden relativ wenig Asienflüger anreimen mehr Asienflüge, wir haben eine Lufthansa-Kargo.
00:32:56: Wir sind Teil eines Gesamtsystems und da kann man nicht von der Auer quasi auf den Rest eins zu eins
00:33:03: schließen.".
00:33:03: Und auch für die Urlaubsreisenden in diesem Sommer muss man sagen, wo es Krisen gibt, gibt's auch Chancen.
00:33:08: In Richtung Nordamerika höre ich, daraus dürfte es Kapazitäten geben.
00:33:12: D.h.,
00:33:13: günstig nach Amerika.
00:33:14: wäre das ein Ziel diesen Sommer?
00:33:16: Also, das habe ich schon zu anderen Gelegenheiten gesagt.
00:33:19: Ich gehe erst mal davon aus dadurch dass wir in Wien gut Karusin haben und Nordamerika soll es da auf jeden Fall nicht so flug ausfällen wegen Karusinnmangel kommen.
00:33:27: Plus ja, uns fehlen die Umsteiger aus Tel Aviv und insofern haben wir noch ein bisschen Platz.
00:33:31: Und wenn Platz ist auf dem Flieger gibt es normalerweise auch attraktive Preise.
00:33:35: Bis sich Trump wieder was anderes überlegt?
00:33:39: Naja um da vielleicht nochmal ganz kurz einzuhaken diese ganzen Schauergeschichten wäre jetzt alles vielleicht doch nicht mehr einreisen darf.
00:33:46: Wir empführen eine sehr genaue Statistik.
00:33:49: Wir kriegen ja mit Wenn wir Passagiere nach Amerika mitnehmen und die dann wieder zurückbringen müssen.
00:33:54: Es gibt absolut keine eine signifikante Veränderung, der Verweigerungen von Einreisen.
00:34:00: oder ist das irgendwie jetzt wirklich das Dorfstatistisch?
00:34:03: Was dahinter wäre hinter all den Geschichten die man so hört und insofern würde ich das auch entspannt sehen.
00:34:09: Also wenn jemand gerne mal wieder nach New York möchte oder mal wieder die, was ich nicht nach Kalifornien möchte, ist das glaube ich trotzdem eine gute Zeit!
00:34:17: Die amerikanischen Tourismuszahlen zeigen ja, dass es tatsächlich weniger kommen auch aus Kanada.
00:34:22: Aus unterschiedlichen Gründen.
00:34:23: Wie würden Sie das jetzt?
00:34:24: Sie haben ja sehr genaue Aufzeichnungen wer woher kommt und wer wohin fliegt.
00:34:28: Das heißt da sind sie auch keinen größeren Trend an weniger Amerika.
00:34:33: Wir sehen schon den Trend des weniger... Zentral-Europäer tatsächlich nach Amerika wollen.
00:34:39: Es gibt große Unterschiede innerhalb Europas, ob es tatsächlich ein Passagierrückgang in Richtung USA gibt oder nicht.
00:34:45: Also zum Beispiel die Polen gibt's sogar einen leichten Zuwachs und bei den Franzosen Engländern Spanien soweit ich das weiß ist eher nicht so spürbar aber speziell die deutschsprachigen Länder und auch Dänemark wahrscheinlich wegen der
00:34:59: Grünlande Session.
00:35:00: ganz genau da sieht man schon wirklich Rückgänge Ungekehrt, warum es uns nicht ganz so dramatisch trifft ist das in jedem Sommer.
00:35:09: Siebzig Prozent unserer Flügel voll sind mit Amerikanern die nach Europa wollen.
00:35:15: und ja also ich meine die Aktienkurse sind ja noch wie vor nicht zu schlecht.
00:35:18: Das ist immer ein Gradmesser ob Amerikaner Reisen beim Reisengeld ausgeben und insofern also mit den Nachfrage ex-OSA Richtung Europa sind wir nach wie vor sehr zufrieden.
00:35:28: Wie hat sich eigentlich diese Diskussion über die Jahre mit dem Low Cost Carrier entwickelt?
00:35:33: bisschen ketzerisch gefragt.
00:35:35: Jede Airline heute eine Low-Cost Airline oder ich meine, ich freue mich über die Mozartkugel, der Becherwasser tut auch gut aber in welchen Bereichen akzeptieren sie höhere Kosten?
00:35:45: Also im Branchenvergleich notwendig wäre
00:35:49: Das ist immer so spannend.
00:35:52: Jeder versucht eine irgendwie in Schubladen einzuteilen und diese Schublade, der Premium Carrier und der Low-Coster die gibt's schon ganz lange gemacht.
00:35:59: Auch
00:35:59: für die Golf Airlines gibt es ja wie heißen die abgekürzt?
00:36:03: Bogu!
00:36:05: Ja alle haben ihre
00:36:07: Schubladen und ich sag mal das ist eigentlich eine Stärke der Aua dass wir nur eine einzige Marke brauchen.
00:36:17: anderen fallen teilweise anders und können eine wahnsinnig große Bandbreite abdecken von Passagieren, die mit uns fliegen.
00:36:24: Also Die Aua ist jetzt per se nicht so eine elitär positionierte Marke wo man sagt, ich kann gar keinen verfliegen.
00:36:32: Es ist auf jeden Fall so teuer.
00:36:34: Ich war ja auch fünf Jahre lang in der Schweiz und da gibt es schon viele Schweizer, wo sie ein bisschen das Vorurteil herrscht.
00:36:41: Weil ob die Swiss hat, kann sehr gute Preise anbeten, wo du das Voruerteil hast ... Das kann ich mir nicht leisten!
00:36:47: Und das haben wir tatsächlich, auch wenn man sich Marktforschung anschaut, haben wir das bei der AUA nicht.
00:36:51: Und gleichzeitig fliegen wirklich auch Geschäftsreisende und Leute, die viel Geld ausgeben wollen mit der AUAS.
00:36:59: Klassenlose Marke.
00:37:00: Und das macht es uns, ehrlich gesagt einfach weil wir auf der einen Seite mitspielen können sehr günstige Preise anzubieten und tatsächlich in dem Feld wenn Leute rein nach den Preis entscheiden und es sind leider immer mehr die rein nach dem Preis entscheiden dass immer Konkurrenzfähig und gleichzeitig können wir die Klaviatur nach oben spielen.
00:37:18: Wir fliegen Langstrecke, wir fliegen Premium Echo, wir Fliegen Business auf der Kurzstreckel.
00:37:23: Und noch da gerade auch bei den Urlaubsreisenden.
00:37:25: Also Business auf einer Kurzstärke ist was das gewachsener Segment in den letzten Jahren bei uns speziell auch auf die Urlabsdestinationen.
00:37:32: Insofern würde ich uns eher als Vollortiment sehen und dass alles unter einer Marke ohne dass die Marke dadurch leidet.
00:37:40: Das ist eigentlich etwas sehr gutes!
00:37:42: Vollsortimenter.
00:37:43: D.h.,
00:37:43: der neue Tarif, den sie anbieten ist so eine Art S-Budget der Austrian?
00:37:48: Das kann man so sagen.
00:37:50: und um das noch mal einzuordnen, es gibt die schönen Schlagzeilen.
00:37:53: also die Aua nimmt jetzt das Handgepäck weg, das stimmt nicht weil wir hatten bisher drei verschiedene Tarife auf der Kurzstrecke in der Eko und die gibt's auch weiterhin.
00:38:03: und da ist auch weiter der berühmte Rollkoffer mit dabei.
00:38:06: Es gibt jetzt nur einfach einen zusätzlichen Tarif unten drunter, da ist er weg.
00:38:11: und warum braucht man das?
00:38:13: Nicht weil wir glauben, dass so unendlich viele Leute sagen ich fliege nur mit Bikini und Zahnbürste.
00:38:18: Sondern weil wir verkaufen seventy-fünf Prozent unserer Tickets außerhalb Österreichs,
00:38:24: d.h.,
00:38:24: da setzt die Aua auch nicht immer so bekannt und die emotionale Bindung vielleicht nicht so hoch und sagt es muss auf jeden Fall die Auer sein.
00:38:31: Und ganz viele dieser Kunden buchen in Online-Portalen.
00:38:35: Google Flights und... Zum
00:38:36: Beispiel, und da ist halt dann diese Online Portale die sortieren ganz hart nach dem Preis.
00:38:41: Wenn Sie ein Produkt mit einer bestimmten Güte gar nicht im Angebot haben und entsprechend diesen Preis auch nicht anbieten können, dann kommen sie da nicht vor.
00:38:50: Und wenn sie da nichts vorkommen, ja, dann verkaufen sie auch nix!
00:38:54: Deswegen dieser Tarif ist in erster Linie für diese Onlineportale auch gedacht, dass wir da weiter Vorkommen mit einem Produktangebot, das dann halt vergleichbar ist.
00:39:03: Und und das ist nicht nur ein Low-Cost Thema sondern auch die Air France hat beispielsweise einen Tarif ohne Handgepäck im Angebot und da müssen wir halt irgendwie mithalten können in diesen Vergleichsparteien.
00:39:16: Da müssten ja zwei Dinge wahr sein oder richtig sein damit es daran tatsächlich bestand hat dass das eine ist sie schildern dass der Tarif unten dazu gebaut wird.
00:39:25: wer öfters in europäischen Flügel bucht weiß Wenn man einen Hinflug für unter hundert Euro kriegt, dann ist das ein großes Glück.
00:39:33: Wenn der Rückflug so gewählt ist, dass nochmal nicht mehr als hunderte Euro dazukommt und an dieser zweihundert Euro Grenze ist es schon ein sehr vergleichbar gutes Angebot.
00:39:41: Heißt das, diese Preisschwelle dann jene ist die ich fortan im Kampf dem Rollkoffer-Tarif finde?
00:39:47: Also im Basic Tarif oder hat sich einfach das Preisniveau etwas nivelliert?
00:39:52: weil am Schluss werden sie doch auf jeden Flieger Average Revenue per User auch einen Output rechnen und das muss sich am Schluss ausgehen, wie es in Österreich so schön heißt.
00:40:01: Ich bleibe dem was Sie vorgesagt.
00:40:02: wir müssen in diesen Online-Portalen müssen wir mit Preisen unterwegs sein wo wir eben in diesen Sortierungen irgendwo auf den ersten drei bis fünf Plätzen auch vorkommen.
00:40:13: vielleicht nicht jedes Mal im Realismus aber regelmäßig genug.
00:40:19: Unsere Preise bilden sich ja auch nicht eins zu eins nach unseren Kosten, was viele mal denken.
00:40:25: Sondern preise bildet sich wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen.
00:40:28: jetzt wenn irgendwo sagen wir wollen mehr Tickets Palma verkaufen oder nach Barcelona, dann schauen wir natürlich zu welchen Preisen und welche Einstiegspreisen sind Wettbewerber unterwegs.
00:40:40: Und dann überlegen wir uns, wollen wir in der Liga mitspielen und bieten das auch an?
00:40:44: Oder eben nicht!
00:40:45: Das ist es wie wir sozusagen den untersten Preispunkt entscheiden.
00:40:49: Der wär dann tatsächlich im Basic weil das dann eben eins-zu-eins vergleichbar ist mit den anderen die diesen Tarif eben auch ohne Handgepäckstück am Bitten.
00:40:56: Aber ich probier's nochmal.
00:40:58: Der Basic-Teriff müsste dann auch günstiger sein als das, was man bisher sozusagen gefunden hat.
00:41:02: Oder ist das einfach der Preispunkt und die Preistiers haben sich einfach
00:41:06: verschoben?
00:41:07: Das kommt darauf an.
00:41:08: Und ich sage mal vor dem Iran-Krieg, hätte ich gesagt ja der Preispunkt wird zukünftig im Basic Tarif auch drunter liegen.
00:41:16: dadurch dass sich die Preise grundsätzlich gerade abgrund eben Kerosinpreis verschieben wird sehr schwer sein das vorher noch hat zu vergleichen.
00:41:23: aber die Entscheidung dass wir diesen neuen Tarif einführen ist lange vorher gefallen.
00:41:28: sie müssen alle ihre IT-Systeme anpassen und insofern fällt das jetzt zusammen, deswegen ist die Frage um so schwerer zu beantworten.
00:41:37: Man stammt ja ab und zu tatsächlich wie was alles Handgebäck ist und was alles in so ein Overheadlocker hinein passt – in so einem Fach im Flugzeug!
00:41:48: Ist es auf europäischen Strecken so dass überhaupt noch jemand Gebäcke einschickt?
00:41:53: Wie viel wird überhaupt noch eingecheckt?
00:41:54: oder fliegen sie mit leeren Laderaum und Sie sehen alle sind der Passagierkabine?
00:41:59: Es ist extrem unterschiedlich und deswegen haben wir inzwischen eine App auch für unsere Mitarbeiter im Flughafen, wo wir Prognosen treffen auf Basis von welcher Strecke es ist, welcher Wochentag es ist.
00:42:12: Welche Abflugzeit ist es denn?
00:42:16: Weil es statistisch so unterschiedlich ist ob es ein Handgepäckproblem an Bord gibt oder nicht.
00:42:22: Auf der Frankfurtstrecke haben tendenziell immer viel Handgepäck dabei.
00:42:28: Da sind dann auch viele Geschäftsreisen, die für die Woche unterwegs sind und eben nicht einchecken.
00:42:34: Auf Urlaubsflügen ist es ganz oft so, dass sie da ganz klassisch ihren Koffer einschicken und dann vielleicht wirklich nur noch eine kleine Tasche dabei haben wenn Sie für ne Woche nach Kreta fliegen oder so... Also das ist extrem unterschiedlich!
00:42:45: Und wir versuchen halt das entsprechend zu steuern an den Gates dann zu schauen wo?
00:42:49: Wo müssen wir nacharbeiten?
00:42:51: Wo muss man einfach auch Handgepäckkontrollen machen, damit sich's am Ende ausgeht mit dem Platz im Overhead bin.
00:42:57: Oftmals ist das ja nicht die Airline sondern die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Jagd auf Rollkoffer machen stehen in Wien schon vor dem Check-in und lassen da nahezu niemandem durch.
00:43:06: verdienen eigentlich der Flughafen was dran wenn es rausgefiltert wird?
00:43:09: oder wie funktioniert das Incentivsystem?
00:43:11: Das habe ich mich schon öfters gefragt.
00:43:12: Das
00:43:13: müssen wir Sie im Flughafen fragen.
00:43:14: Das weiß ich tatsächlich nicht, weil das nicht unsere Mitarbeitenden sind.
00:43:17: aber bei uns gibt es keine Inzente für die Mitarbeiterinnen, die rollkopp abzunehmen.
00:43:32: Ich habe einen Inzent für sie.
00:43:34: um in den letzten Gesprächsteil zu kommen nämlich Wir haben immer zwölf Schnellfeuer-Fragenürze in diesem Wordrap um kurze Antworten bitten und wird gleich starten mit vier Tage Woche oder sieben Tage Woche?
00:43:45: Sieben Tage Verantwortung fünf Tag arbeiten!
00:43:48: Es klingt vernünftig.
00:43:49: Sport, Sport vor oder nach der Arbeit.
00:43:52: Führen Sie ein Terminkalender selbst?
00:43:54: Ich pfusch rein.
00:43:56: Auf welchen Eigenschaften legen Sie bei Bewerberinnen und Bewerbern am meisten wert?
00:44:02: Gestaltungsanspruch.
00:44:04: Gibt es eine gute Art zu kündigen?
00:44:06: Ja, glaube ich schon!
00:44:08: Was ist Ihr wichtigster Softskill?
00:44:11: Resilience.
00:44:12: Welches Networking-Event ist das Wichtigste?
00:44:14: Je kleiner desto lieber.
00:44:16: Ok, apropos klein Office, Homeoffice oder Hybrid?
00:44:20: Office Welche Eigenschaft hat sie selbst an die Spitze gebracht?
00:44:23: Gestaltungswille.
00:44:25: Okay, gibt es so etwas wie eine Work-Life Balance?
00:44:28: Ich hab's für mich als Work-life Blending definiert und das funktioniert für mich gut.
00:44:34: Auch weil sich so vermischt?
00:44:35: Ja, weil aber auch ich nie irgendwie so Arbeit nur... Also ich arbeite nicht um zu leben sondern für mich war Arbeit immer ein ganz wesentlicher Bestandteil meines Lebens und mit dem Anspruch dass Das, was ich mache.
00:44:52: Ich gerne mache und auch das macht, wofür ich eine Leidenschaft entwickeln kann.
00:44:55: Und dann fühlt sich so nicht immer nach Arbeit an.
00:44:57: und ja, das blendet ineinander.
00:44:59: Was ist für Sie ein gutes Unternehmen?
00:45:02: Eines, dass es eine gute Balance findet.
00:45:04: Ja, das klingt sehr langweilig aber ich glaube letztlich geht's darum, eine gute Balance zu finden einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Ansprüchen, die man sich stellen muss um ein gutes Unternehmen zu sein.
00:45:14: Aus einer Kundenperspektive oder mitarbeitenden Perspektiven ganz besonders wenn man Dienstleister ist.
00:45:19: Aber es muss sich natürlich auch wirtschaftlich ausgehen.
00:45:22: und ja das ist jeden Tag wieder Kampf diese Balance zu finden.
00:45:27: Ich
00:45:29: mag dass Obama Interview sehr learn how to get things done Und ich glaube das ist das Wichtigste was man lernen kann.
00:45:36: Wie bringt man wie PS auf
00:45:37: die Straße?
00:45:43: Gehen wir mal zurück zu Ihrer Nennung, vielleicht zum Abschluss noch ein Bissau persönlich.
00:45:49: Ihre Nennungen hat manche überrascht.
00:45:51: im Airline-Bereich habe ich mir herausgesucht.
00:45:55: vor einigen Jahren gab es diese Zahl nur sieben Prozent der CEOs von Airlines sind weiblich.
00:46:00: Sie sind nicht nur die erste Frau an der Spitze der Austrian, sondern auch einer der wenigen CEOs weiblicher Natur überhaupt im Airline-Business.
00:46:09: Und da waren ja auch die jüngste CEO bei der Ernennung in der Lufthansa Gruppe.
00:46:13: je, wenn ich das richtig nachgeschlagen habe.
00:46:16: Macht das was mit einem?
00:46:18: Oder wie würden sie das auf ihre spezielle Situation
00:46:21: mündsen?".
00:46:24: Viel Glück, dass ich sehr früh in meiner beruflichen Laufbahn eine Situation erlebt habe.
00:46:30: Da war ich Referentin im Kabinenmanagement, im A-III Projekt.
00:46:34: Der ist eine Kollegin aus dem Team rausgegangen – relativ überraschend!
00:46:39: Und dann war plötzlich die Projektleitung frei für die Entwicklung der First Class Kabine für die A- III.
00:46:45: Also großes Prästischprojekt und ... Dann hat mich meine damalige Chefin irgendwann zu sich gerufen und gesagt, ich war die Jüngste im Team.
00:46:55: Und am kürzesten dabei.
00:46:57: Und sagt so, Annette, ich hab mir überlegt, dass du das jetzt machst!
00:47:02: Und ich war komplett überrascht.
00:47:05: Ich hätte mir das zu dem Zeitpunkt nie auf die Idee gekommen, irgendwie selber die Hand zu heben und so sagen, ich will es jetzt machen weil ich es in diesem Moment auch nicht zugetraut hätte.
00:47:15: aber der Schlüsselmoment, der sich dann für mich noch öfter durchgezogen hat, da glaubt jemand an dich, der dich gut kennt und von dem du vertraust dass er dich einschätzen kann was es braucht um diese Rolle gutzumachen.
00:47:31: Ja, die Erfahrung, die ich dann zu dem Zeitpunkt machte war einfach ... Das ging nicht nur ganz okay.
00:47:36: Sondern das ging sehr gut.
00:47:37: Ich glaube, ich habe es sehr, sehr gut gemacht und... Mit dem Selbstvertrauen, dass da damals gewachsen ist.
00:47:44: Es gab immer wieder dann auch später Situationen und auch die Ernennung diese gerade ansprechen hier für die Rolle in Wien war so ein Moment wo ich mir dachte oh wow hätte ich jetzt genau in den Moment selber genau die Hand gehoben.
00:47:56: nur weiß ich nicht.
00:47:57: aber da ist jemand der dich gut kennt oder der Konzern der mich ja dann über zwanzig Jahre kennt der weiß was es braucht.
00:48:03: er traut dir das zu.
00:48:06: Insofern war das auch kein Moment des Zögern, sondern ich habe mich darauf eingelassen.
00:48:10: Es ist eine großartige Rolle aus meiner Sicht wirklich ein Traumjob und so bin ich da dran gegangen.
00:48:16: Hat sich in den langen Jahren in der Sie in der Airline-Industrie sind, haben sich die Dinge verändert?
00:48:21: Gibt es Risse im Boys Club?
00:48:25: Ich sage immer, die ersten zehn Jahre habe ich mir nicht benachteiligt gefühlt und die zweiten zehn Jahre hab' ich mich wirklich sehr gut unterstützt.
00:48:33: Gefühlt auch beruflich voranzukommen.
00:48:36: Ich glaube, es ist eher eine Generationenfrage.
00:48:41: Die meisten meiner Förderer waren Männer und es waren auch Frauen dabei und umgekehrt.
00:48:46: Es gibt Männer mit denen ich extrem gut und gerne zusammen arbeite und Frauen aber auch genauso nicht... Also für mich hat das nie so eine große Rolle gespielt.
00:48:55: Sag auch jungen Frauen immer wieder, ich glaube der Unterschied ist gar nicht so sehr männler in Vibe-Land sondern ich glaub das Thema speziell in den deutschsprachigen Ländern ist wenn die Frau zur Mutter wird.
00:49:07: Ich glaube dann wird es wirklich schwierig, da kommt's glaube ich auch sehr drauf an wie gut eine Partnerschaft aushält oder wie man sich innerhalb einer Partnerschaft arrangiert.
00:49:17: aber ich persönlich hab mich als Frau wirklich immer sehr wohl gefühlt.
00:49:20: Wie fördern Sie heute?
00:49:22: indem ich einfach Frauen in Verantwortung bringe.
00:49:24: Also wir haben jetzt keine großen Programme aufgesetzt, dafür Frauen seit ich bei der Auer bin um ganz ehrlich zu sein aber... Ich habe es mir gerade für den letzten Weltfrauentag angeschaut deswegen weiß ich's Wir haben seit ich angefangen hab neununddreißig prozent mehr Frauen in Führungsverantwortung und auf der Ebene direkt unter dem Vorstand sind's glaube ich auch fast fünfzig Prozent mehr.
00:49:45: Und ja!
00:49:45: Es gibt immer tolle Frauen die auch wollen.
00:49:49: Es muss schon noch echt beides zusammenpassen, aber sehr sehen Verantwortung zu bringen und einfach es immer normaler werden zu lassen dass man eben gar nicht mehr drüber nachdenkt so oh kann ich das?
00:50:01: Ich bin ja eine Frau also das halte ich für ziemlich ein
00:50:03: Quatsch.
00:50:04: Jetzt gilt's nicht immer eine First Class Kabine im A-III auszu oder zu koordinieren.
00:50:10: Aber wo kriegen sie ihre Talente her?
00:50:13: ganz allgemein gesprochen was ist ihr bestestream of talents?
00:50:17: wohin Gucken Sie, wenn es überraschende Rollen zu füllen gibt.
00:50:22: Kreuzung quer!
00:50:23: Also ich habe nicht die eine Quelle aber da komme darauf zurück was sie im Wordrap gefragt haben.
00:50:29: Ich schaue drauf ob jemand Gestaltungswille hat und ob jemand neugierig ist weil ich glaube dieser Anspruch wirklich etwas gestalten zu wollen sich was anzuschauen zu erfassen und dann so sagen hey Was würde ich draus machen, wenn es Mainz wäre dieser Gedanke?
00:50:47: Also Mainz in Anführungszeichen.
00:50:49: Dieser Gedankel finde ich wichtig weil das meistens viel energiefrei setzt und es geht ja in der Führungsposition darum einen Team zu gestalten weiterzubringen aber eben auch ein Themenfeld zu gestalten weiterzubringen.
00:51:06: Diese intrinsische Motivation muss ich spüren.
00:51:09: Und wenn ich die spüre, man hat immer irgendwie seine Liste von Kolleginnen und Kollegen, die mal aufgefallen sind in genau diesem Aspekt – das ist quasi mein Pool!
00:51:20: Zu Ihrer eigenen Ausbildung ist noch zu sagen dass Sie ja in einer bayerischen Kleinstadt oder einen kleinen Ort aufgewachsen sind, dann in Bayern studiert haben und dann sehr schnell rausgegangen sind sozusagen.
00:51:34: Unter anderem dürften sie auch schöne Erinnerungen an der Schöne Evanston bei Chicago haben nämlich an Ich durfte nur ein Sommer verbringen.
00:51:41: Sie haben Ihren ganzen Executive MBA dort gemacht oder auch in Abstimmung mit der berühmten Kellogg School of Management gemacht.
00:51:50: Wie haben Sie?
00:51:52: Würden Sie rückblickend auf den MBA schauen, lohnt sich der MBA?
00:51:55: Gibt es immer wieder Leute die spielen damit möchten das machen.
00:51:59: Können sie die Zeit nicht abknapsen dafür kommen dann zurück und wollen ganz ein anderer Mensch sein weil sie jetzt ein MBA hat?
00:52:05: Es gibt viele Sichtweisen drauf.
00:52:07: Welches ist Ihre?
00:52:09: Ich würde noch mal weiter vorne anfangen.
00:52:11: ich würde nämlich heutzutage Nicht mehr als erst Studium bewält studieren.
00:52:15: okay Das war damals meine Entscheidung.
00:52:17: ich bin denn ich habe Mitte der neunziger dann abgemacht Sie haben es erwähnt.
00:52:22: Ich bin in einer bayerischen Kleinstadt aufgewachsen, da gab's auch kein Internet und ich hatte jetzt auch familiär ... Ich bin eine tolle Familie aufgewachsene, weil mein ganzes Umfeld war nicht, dass ich schon wahnsinnig viel Fantasie hatte, was ich mit meinem Leben anfangen wollte.
00:52:34: Und deswegen war damals für mich die Entscheidung für BWL eine, wo ich dachte, da bin ich am flexibelsten, weil ich muss überhaupt erst einmal daraus gehen ins Leben und schauen, was da draußen ist und wirklich, wo sie mich catcht sozusagen.
00:52:48: Aber heutzutage, ich würde glaube ich eher Also ich hatte damals auch Chemieleistungskurs.
00:52:52: Ich glaube, ich würde da ja eher was Technischer oder Naturwissenschaftliches studieren und später – jetzt komme ich zu der Antwort – weil man kann so ein MBA super gut draufsetzen...
00:53:04: Also die Wirtschaft draufsetzen zum Beispiel?
00:53:08: Also ich würde eher etwas noch handfesteres oder etwas ganz anderes studieren, wo ich mir nochmal andere Skills aneigne, weil das Thema Wirtschaft Mit einem MBL kann man eben über so ein Programm super gut draufsetzen.
00:53:22: Umgekehrt ist schwierig, ich kann jetzt nicht sagen, da zetsche ich noch mal einen Physik-Degree drauf oder so.
00:53:28: Aber
00:53:28: das ruiniert jetzt sozusagen den Münchner Entwurf unserer Generationen – wir sind beide seventy-seven geboren!
00:53:33: Das ruiniert nun den Münchener Lebensentwurf der ja eigentlich war... BWL studieren, dann bei BMW Praktikum machen und dann irgendwie Roland Berger oder Mack Kinsen zwar.
00:53:42: Sie waren auch beim BMW?
00:53:43: Sie wären ja knapp eigentlich auf der Laufbahn die Wesen!
00:53:47: Ja, ich hatte einen ganz anderen Grund warum ich dann den MBA noch gemacht habe.
00:53:52: Ich war damals acht neun Jahre glaube ich bei der Lufthansa Und mein Mann ist auch sehr international unterwegs.
00:53:59: Das war damals so ein Moment, wo ich mir dachte, pro ... Mein Papa war sein ganzes Leben lang bei Siemens und als ich bei der Lufthansa angefangen habe oder überhaupt in meinem Berufsleben gestartet bin, hab ich immer gesagt also das passiert dir nicht.
00:54:10: Ein ganzes Leben bei einem einzigen Unternehmen.
00:54:13: Dann war ich jetzt so sieben, acht, neun Jahre dabei und da ist mir so po ... Also es ist ja immer spannend unterpassiert was interessant.
00:54:22: aber wie gesagt wir haben uns damals für unser Leben die Frage gestellt Deutschland bleiben, soll es nochmal international werden.
00:54:28: Und ich auch die Frage gestellt habe, will ich denn jetzt eigentlich in der Luftfahrt bleiben oder noch mal was anderes machen?
00:54:33: Das war der Moment wo ich dann gesagt habe, oh, ich brauche ein bisschen Abwechslung und muss nochmal Kopf rausstrecken!
00:54:37: Ich muss nochmal andere Leute kennenlernen bevor es mich da irgendwie so in die Luftfahrts absorbiert.
00:54:42: Und das war mein persönlicher Grund warum ich das gemacht habe – und das war eine super Zeit, tolle anderthalb Jahre.
00:54:48: aber ich würde heutzutage niemandem raten auf einen BWL-Studium den MBA draufzusetzen.
00:54:54: Einfach nur so, außer man hat eben einen spezifischen Grund ein MBA draufzusetzen wenn man vorher was ganz anderes studiert hat und eben zum Beispiel in der Wirtschaftsweiterkarriere machen möchte.
00:55:05: Das halte ich schon für eine ganz passable Geschichte
00:55:08: In Konzernen.
00:55:09: auch Sie haben von Siemens gesprochen von anderen die aus dem Elternhaus sozusagen bekannt sind.
00:55:14: aber heute in modernen Konzern ist ja auch eine Führungsposition gerade auch Ihre Führungsposition immer mit einem Ablauf Datum versehen.
00:55:23: Insofern, dass es eine neue große Aufgabe gibt was anderes wo man sie brauchen könnte.
00:55:27: irgendjemand kommt und sagt du wolltest doch schon immer nach Frankfurt gehen oder was auch immer.
00:55:31: wird der nächste Anruf sein?
00:55:32: mutmaßig.
00:55:34: Wie lange haben Sie sich denn auf Wien eingerichtet?
00:55:36: Oder anders gefragt wie lange dürfen Sie in Wind bleiben?
00:55:39: Das weiß ich nicht!
00:55:40: Ich hoffe noch lang weil ich ein bisschen etwas vor habe wenn ich jetzt auf meine Wien Zeit blicke.
00:55:45: die ersten anderthalb Jahre waren ja sehr geprägt von nach Corona wieder aufzubauen, alles wieder ins Laufen zu bekommen.
00:55:55: Die Staatshilfe möglichst schnell zurückzuzahlen.
00:55:58: und die zwei Jahre, die dann gefolgt sind war mein Fokus sehr stark interner, die Strukturen effizienter zu machen, die Investitionen einzuloggen, die wir dringend gebraucht haben für neue Flugzeuge bei unserer Flotte jetzt bekanntermaßen nicht alle Jüngste ist.
00:56:13: wenn jetzt alles soweit gut geht und hoffentlich auch Airbus und Boeing halbwegs Ausliefern, dann haben wir zu im Jahr- und Dreißigfünfzig Prozent neue Flugzeuge in der Flotte.
00:56:22: Wir investieren ins Produkt.
00:56:24: Wir bauen gerade fünftausend Quadratmeter Launschflächen aus als solche Dinge.
00:56:27: Also ich habe versucht die Zukunftsinvestitionen einzuloggen.
00:56:31: Und heute haben wir ganz am Anfang drüber gesprochen.
00:56:33: Die Standortkosten sind das was uns am meisten noch hemmt überhaupt weiterzukommen.
00:56:38: Das schaffe ich alleine nicht mehr.
00:56:40: deswegen bin ich grad viel in der Politik unterwegs und bei den Stakeholders.
00:56:46: Ich habe noch einiges vor, weil das braucht es jetzt genau um die Auer wirklich für die Zwanzig-Dreißiger aufzustellen und nächstes Jahr haben wir ein großes siebzigjähriges Jubiläum.
00:56:54: Und das heißt ich hab hier schon noch einige zu tun und ich glaube halt auch dass gerade so eine Standortfrage diese Diskussionen zu führen Die führen sie nicht, wenn sie gerade sechs Monate da sind.
00:57:03: Ich glaube so funktioniert auch Österreich nicht, es braucht Beziehungen.
00:57:06: Sie müssen das Land ein bisschen verstehen und insofern ich habe das Gefühl jetzt vier Jahren in so einer Situation zu sein dass ich überhaupt jetzt mal die Chance hab so was mitzugestalten, gemeinsam mit Politik und Stakeholders.
00:57:19: Insofern sehe ich gerade viel Wert drin noch hier zu bleiben und die auch damit auch mit nach vorne zu bringen.
00:57:26: Und ja wie lange das jetzt dauert keine Ahnung aber ich hätte das Gefühl jetzt wenn ich jetzt gehen müsste Ich bin nicht fertig.
00:57:33: Das klingt interessant und vor allem auch bringt mich das zu einer zwei letzten Fragen Noch nicht fertig sein.
00:57:39: Das ist ja auch immer der Blick auf das, was fehlt und noch offen ist.
00:57:43: Wie ist es denn mit Ihnen zu fliegen?
00:57:44: Worauf achten Sie wenn sie durch den Finger in so eine Röhre steigen?
00:57:50: Wo geht da geschulte Blick hin?
00:57:51: Was fällt Ihnen sofort
00:57:52: auf?".
00:57:52: Das fängt schon viel früher an, wenn ich durch einen Flughafen laufe.
00:57:57: Viele denken mir, die lässt sich bestimmt mit einer Limousine zum Flieger fahren und ich lauf aus dem Bürogebäude rüber, weil ich finde das wirklich wichtig selber, die ganz normalen Passagierwege zu nehmen, weil sie fängt ja schon am Check-in und beim Backdrop an oder bei der Sicherheitskontrolle klappt es irgendwie alles und funktioniert das Boarding.
00:58:15: Und insofern bin ich schon glaube ich ein sehr geschulter Beobachter.
00:58:21: Und für mich geht es nicht nur um das Was, also im Sinne von ja steht man da jetzt lang in der Schlange oder so, sondern vor allem auch das Wie, wie chaotisch ist das?
00:58:29: Wie wird man angesprochen?
00:58:30: Weil das eine ist mit dem Vorherr drüber gesprochen Handgepäckkontrolle Ja am Ende müssen wir's machen weil das kann ich jeder sein Schrankoffer mitnehmen.
00:58:39: Aber die Frage, wie sie angesprochen werden.
00:58:42: Das kann man ja trotzdem wertschätzen tun und das sind eigentlich so die Sachen auf dich achten.
00:58:46: also es ist sehr stark des Zwischenmenschliche weil am Ende Prozesse müssen funktionieren, die schaue ich mir schon auch an aber dass wir für mich zu kurz gesprungen.
00:58:53: am ende Es ist unser Gast keine Kargo sondern das soll eine Dienstleistung ein Service sein und das hat eben viel mit den Zwischenmenschlichen zu tun.
00:59:04: Und die Kombination ist es die für mich relevantes.
00:59:08: Gibt es da Dinge, die Sie an anderen Airlines faszinieren?
00:59:11: Die andere wirklich außergewöhnlich gut machen.
00:59:15: Es gibt schon Airlines, die, glaube ich, prozessual noch mehr besser sind als wir noch mal stringenter sind und das kommt aber wenn man ein bisschen genauer drauf schaut ganz oft mit dem Preis.
00:59:26: dass ist auch standardisierter und weniger persönlich und herzliches und ich glaub das ist immer was wenn ich mir das so anschaue also wenn ich auch andere beobachte was ist wirklich gut?
00:59:37: Alles, was sie richtig gut machen kommt dann eben oft mit irgendeinem Nachteil woanders und das ist glaube ich das Spannende.
00:59:45: Also auch wenn man es quasi zwischen unseren Konzernerleins vergleicht, sagen wir mal die Auer ist ein bisschen hemmtärmlicher als vielleicht eine Swiss in manchen Prozessen Also zumindest bei Prozessen, wo man sich leisten kann im Service.
01:00:00: Das ist bei anderen Airlines manchmal ein bisschen noch formalisierter, wo jetzt genau wie in der Gellie und welcher Handgriff genau wann und wo?
01:00:08: Und welcher Flugbegleiter genau wann-und-wo?
01:00:10: Das ist für uns ein bisschen weniger durchdesignt aber dafür... kriege ich ganz oft das Feedback, dass bei uns der Service herzlicher und nahbarer ist.
01:00:23: Weil wir vielleicht auch ein bisschen mehr Raum für das Zwischenmenschliche lassen.
01:00:26: Und da sehe ich immer wieder zu fragen was die richtige Balance ist?
01:00:31: You can't have it all at the same time!
01:00:33: Das glaube schon.
01:00:35: Aber momentan bin ich euch ganz so frieden wie es läuft.
01:00:37: Also ich glaube es passt gut zur Aua.
01:00:40: Was ich sehr interessant fand, an anderen Plätzen lernen, sie waren kürzlich im Hotelsacher als Praktikant in einem Tag sozusagen.
01:00:49: Was haben Sie da gelernt?
01:00:51: Ich war sehr fasziniert wie... unfassbar konsequent im Sache das Thema Customer Centricity gelebt wird.
01:01:00: Also ich hatte die Ehre, dass ich auch dann in einem Daily-Meeting dabei sein durfte wo man sagt so ein anderen Unternehmen wenn die Leute morgens zusammenkommen da wird ja auch viel Administratives vielleicht gesprochen und da ging es nur um einen Gast in den unterschiedlichen Ausprägungen oder auch wieviel Aufwand getrieben wird etwas über die Gäste zu erfahren, womit man ihnen eine Freude machen kann.
01:01:27: Und diese Intensität und diese Leidenschaft von all den Menschen, die mir ans Umtag begegnet sind, die da dahinter steht um das zum Leben zu erwecken ist was sehr faszinierend.
01:01:39: Ich glaube was uns eint tatsächlich auch wenn auf einem anderen Niveau Diese Frage, die sich jedes Unternehmen stellen muss.
01:01:49: Wie kann ich auf der einen Seite etwas standardisiert zur Verfügung stellen als Prozess?
01:01:55: Was sich aber dann für den Gast sehr persönlich in dem Moment anfühlt und das ist auch was, was uns zum Beispiel umtreibt.
01:02:02: Was können wir unseren Flugbegleiterinnen und Flugbeleitern mit an Bord geben als Standard?
01:02:09: sodass die dann die Möglichkeit haben, persönliche Momente für unsere Gäste zu zelebrieren.
01:02:14: Zum Beispiel wenn jemand Geburtstag hat oder so und da steckt ein System dahinter.
01:02:17: das fühlt sich vielleicht in dem Moment sehr individuell und spontan an.
01:02:22: aber dass sowas überhaupt möglich wird... Da braucht es ganz viel System dahinten!
01:02:26: Und das ist was glaube ich sehr ähnliches im Hotel und in der Airline.
01:02:31: Das war nicht super interessant.
01:02:33: Wo würden Sie denn gerne nächstes Praktikum in Wien machen?
01:02:37: Sonst
01:02:37: kommt es mal zu uns in deine Redaktionskonferenz.
01:02:38: Ja, das
01:02:40: wird mich tatsächlich auch interessieren und ich glaube bei Ihnen in der Branche verändert sich auch sehr viel.
01:02:44: Au ja!
01:02:46: Ja, vielleicht machen wir das immer?
01:02:48: Ja,
01:02:48: dann haben wir schon wieder was vor und eine Münchnerweise hat da bis allwas gegeben.
01:02:51: Ich nehme Sie beim
01:02:52: Wort.
01:02:52: Das kriegen wir hin.
01:02:54: Ich freue mich sehr dass sie da waren, dass sich die Zeit genommen haben und uns einblicken ihren spannenden Arbeitsalltag ihre Aufgaben gegeben haben.
01:03:01: Annette Mann oder CEO der Austrian vielen herzlichen Dank Wenn euch diese Folge gefallen hat, wir freuen uns immer über eure Bewertungen.
01:03:07: Über eure Kommentare lesen Sie auch alle.
01:03:10: Abonniert uns auf der Podcast-Plattform eures Vertrauens oder auch auf YouTube!
01:03:14: Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, abonniert am besten den Standard.
01:03:18: Alle Infos dazu gibt's unter Abo.derStandard.at.
01:03:22: Diese Folge wird produziert von Christoph Neuwirt und Tobias Hohlob Schold.
01:03:26: Wilhelm ist unser Chef vom Dienst.
01:03:28: Die Musik kommt wie immer von Maximilian Bles.
01:03:30: Mein Name ist Gerald Riedmann.
01:03:32: Ihnen dann fürs zusehen, fürs zuhören und fürs dabei sein.
01:03:34: Bis zum nächsten Mal!
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