Design-Legende Stefan Sagmeister über Kreativität im Job, Sabbaticals und die Rolling Stones
Shownotes
Geboren in Vorarlberg, geprägt in Wien, berühmt geworden in New York – Stefan Sagmeister hat es an die Spitze der weltweiten Kreativbranche geschafft. Ihn ausschließlich als Grafikdesigner zu bezeichnen, wäre eine stilistische Untertreibung.
Er hat für Künstler wie die Rolling Stones gearbeitet, für das Guggenheim-Museum, er hat zwei Grammys gewonnen – und praktisch alle relevanten Designpreise. Er war als Künstler ebenso erfolgreich wie als Unternehmer. Und dann hat er sich bewusst von der klassischen Designkarriere entfernt.
Heute beschäftigt er sich mit einer anderen, fast radikalen Frage: Ist die Welt eigentlich besser, als wir glauben?
Antworten auf diese Frage – und viele andere mehr – sucht STANDARD-Chefredakteur Gerold Riedmann in der neuen Folge des CEO-Podcasts.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Stefan Sagmeister ist einer der berühmtesten Designer der Welt.
00:00:09: Er war geboren in Vorarlberg, er wurde geprägt in Wien und ist berühmt geworden in New York.
00:00:14: Er hat für internationale Acts-Stars gearbeitet wie die Rolling Stones wie Lou Reed.
00:00:20: Er als zwei Gremis geworden ist besonders berühmet geworden für seine Albumcover.
00:00:26: Und dann hat er sich von der klassischen Designstudio Karriere verabschiedet und beschäftigt sich heute mit viel größeren Fragen Unter anderem, ist die Welt eigentlich besser als wir jeden Tag glauben?
00:00:39: Darüber und noch viel mehr spreche ich heute im CEO-Podcast des Standard
00:00:43: mit
00:00:44: Stefan
00:00:44: Sagmeister.
00:00:50: Schön dass du da bist!
00:00:51: Freut mich auch!
00:00:52: Es ist
00:00:52: schön, dass sich zwei Frau Erlberg jetzt wieder treffen können.
00:00:54: Allerdings... Aber wir werden jetzt nicht das ganze Interview im Dialekt machen
00:00:59: oder?!
00:01:00: Nein,
00:01:00: die Kommentare möchte ich hinterher nicht durchlesen.
00:01:03: Lass uns so beginnen.
00:01:04: Viele Menschen sagen von sich, sie sind nicht kreativ können nicht zeichnen das müssen irgendwie andere machen oder seine ganze Lehre mit der Sie nichts zu tun haben wollen.
00:01:12: besser sich nicht in diese Richtung zu bewegen.
00:01:15: So richtig gut zeichne und es war aber auch irgendwie nicht ganz deins vom Anfang an.
00:01:19: Nein also ich war im Zeichenunterricht sowohl in der Volksschule als auch im Gymnasium nicht unglaublich talentiert.
00:01:29: da gab's welche in der Klasse also ich kann mich erinnern Wir hatten einen, der konnte damals schon irgendwelche Raumschiffe zeichnen wo sich Klassenkameraden das Butterbrot aufgegeben haben als Tauschobjekt gegen diese Zeichnung.
00:01:46: Das war bei mir nicht so, ich war mittelmäßig eigentlich und bei mir hat das Zeichnen eigentlich nur angefangen weil ich dann später für ein kleines Jugendmagazin Cias geschrieben habe die Person, die das Leert gemacht hat nach Wien zum Studieren gegangen ist.
00:02:05: Das Leert angefangen habe und da brauchte es dann irgendwann Zeichnungen, die ich damals noch alles kopiert hab also durchkopiert mit Pausepapier.
00:02:14: und aber durch diese Tätigkeit beim Alpern-Histars in Dombern hatte ich dann auch Plakate gemacht weil das Alper nach irgendwelche Musikfestivals kleine Musikfestival organisiert hat.
00:02:30: So bin ich zur Grafik gekommen und dann wollte ich auf der angewandten Hochschliefe angewandte Kunst in Wien studieren.
00:02:38: Und da gab es einen älteren Professor, den Paul Schwarz, der hat nur Leute aufgenommen die zeichnen konnten.
00:02:44: Also wenn du nicht zeichnern konntest, wurdest du nicht in die Klasse aufgenommen?
00:02:48: Also eigentlich keine Chance für dich!
00:02:50: Keine Chance für mich.
00:02:51: und dann habe ich war ja jahrlang auf der Wiener Kunstschule – das war so privat, keine Privatschule – richtig gezeichnet.
00:02:59: Also für mich auch, ich habe jeden Morgen von sechs bis sieben Uhr eine Stunde Naturstudium gemacht und es hat sich herausgestellt dass so was erlernbar ist also das geht... Ich glaube jetzt nicht, dass ich zum besten Zeichner der Welt werden könnte.
00:03:15: aber Bei Naturstudium, das ging schon immer ein bisschen auf und ab.
00:03:19: Da gab es Tage die waren nicht so gut und Tage kamen besser aber das funktioniert.
00:03:23: Und wie
00:03:24: ist es bei der Kreativität?
00:03:25: Da gibt's ja Leute auch in kreativen Prozessen im Unternehmen.
00:03:27: Design Thinking war einige Zeit der Birner.
00:03:31: Jeder ist kreativ alles sind total kreative.
00:03:33: Du hast einen Instagram oder hast ordentlich Instagram-Follower und hast einige Zeit auch deren Arbeiten bewertet.
00:03:40: wo hast manchmal sehr streng.
00:03:41: man muss ja auch sagen nicht jeder kann gut gestalten.
00:03:44: also Bei meinem Instagram-Account, das waren natürlich praktisch ausschließlich junge Designer.
00:03:51: Also Leute die schon entweder in dem Beruf stehen oder auf jeden Fall in den Beruf wollen, schon können sind und wir haben im Studio immer so wahnsinnig viele Anfragen bekommen, könnte ich nicht vorbeikommen?
00:04:07: Und da gibt es mal ein Dip für mein Portfolio.
00:04:11: oder sagst du was über meine Arbeit, dass sich das dann irgendwann Nach dem Vorbild von der Louis Bouchoir, die das seit Lebens jeden Sonntag gemacht hat.
00:04:22: Dann auch zuerst persönlich gemachte beim Studio.
00:04:24: Jeden Montag konnte man reinkommen und ich habe da zehn Leute ihr Portfolio besprochen.
00:04:30: damals noch viel härter weil natürlich im persönlichen wenn wir nur zu zehn sind kann man viel ehrlicher sein.
00:04:37: im öffentlichen also beim Instagram war ich dann eher milder für mein eigenes Gefühl Weil das natürlich wegen der Öffentlichkeit.
00:04:47: Und ich hatte überhaupt keine Lust, irgendwie zynisch oder also das war schon eher als Aufbauservice gedacht.
00:04:58: Und wie ist es bei der Kreativität?
00:05:00: Wenn jetzt jemand von sich selber sagt, ich weiß, dass das nicht meine Hauptdomäne, ich könnte kreativer sein gibt's Möglichkeiten, Frameworks Dinge die man sich vornehmen kann?
00:05:10: Absolut.
00:05:11: Das sind alle Richter und ich glaube, ... in alle Richtungen besser werden.
00:05:16: Ob ich das... Kriegst du deine Ideen?
00:05:18: Also noch ganz kurz beim Besserwerden, also ich kann natürlich, wenn ich den Marathon trainieren, das habe ich einmal gemacht.
00:05:26: Ich hab einen Marathon gerannt.
00:05:28: Ich bin wahnsinnig unsportlich!
00:05:30: Das ist nicht meine Sache aber mit der Maya Trainieren habe ich den maraton fertig gebracht und so ist es mit dem Zeichnen und so is es auch mit dem Trainieren vom Hirn.
00:05:42: Also meine Ideen auf deine Frage zurückzukommen, oder sagen wir so eine Technik die ich sehr häufig verwende ist.
00:05:51: Eine die ich täglich verwenden ist es sich immer fünf bis sieben Jobs offen habe.
00:05:56: gleichzeitig wenn ich irgendwo stecken bleibe wechsle ich sofort zum nächsten weil da stecken bleiben auch wahnsinnig unangenehmes und ich sitze ja nicht gerne vor dem weißen Computerbild oder vor den weißen Blattpapier und nichts kommt raus.
00:06:10: dann schau ich lieber zum nächsten Und das ist sehr häufig, dass ein Ding, das mich bei einem aufgehalten hat hilft mir vielleicht bei einem anderen.
00:06:22: Also das ist täglich.
00:06:23: aber was ich sonst sehr häufig mache ist auch Technik.
00:06:26: die kommt vom Debono, vom Edward De Bono.
00:06:30: Das heißt wenn ich jetzt irgendwie irgendwas nachdenken muss oder wenn ich irgendeine Idee haben muss – was auch immer sage mal weil ich jetzt grad hier vor mir sehe Ich muss einen Kaffeebecher neu gestalten.
00:06:43: Und als mein normaler Weg, als Designer wäre ich würde mal alle Kaffeebächer dieser Welt anschauen.
00:06:51: Ich würde die Kaffeetrinker fragen was möcht ihr denn im Becher?
00:06:54: Was ist gut oder schlecht?
00:06:56: und am Schluss würde ich wahrscheinlich einen Kaffebäcker gestalten der sehr ähnlich ist wie die existierenden Kaffeenbäckers unter dem Bonus sagt vergiss das einmal.
00:07:06: fange an über den Kaffeebächer nachzudenken, mit irgendwas was nichts mit dem Kaffebäcker zu tun hat.
00:07:12: Gar nix!
00:07:13: Also sagen wir mal mit... Was sehe ich gerade?
00:07:16: Hier
00:07:16: drin ist nicht viel.
00:07:17: Mit
00:07:17: diesem Schaumstoff.
00:07:19: Super schönes
00:07:20: Schaumpfstoff zum Denmen hier her.
00:07:22: Ja genau.
00:07:22: Mit diesen Daumen.
00:07:24: Okay
00:07:25: denn der hatte so eine Art Pyramidenform.
00:07:29: das wäre jetzt schon einmal, es könnte mal den Deckel Pyramidenformartig machen.
00:07:34: Wird das Sinn machen?
00:07:34: oder machen wir halb Pyramide?
00:07:36: Ich
00:07:36: führe die Magie beginnt, ja.
00:07:38: Machen wir Halbpyramide ich glaube die Mittelpyramidy würde nicht gehen wohl aber zum Beispiel auch.
00:07:45: vielleicht machen wir es nicht für den Kaffeebecher.
00:07:49: Aber was wäre wenn wir einen Becher machen Für kaltgetränke mit einem Stroh dass oben einen pyramidentormigen Deckel hat?
00:07:58: Gucken wir mal gar nichts schlechtes und man schon irgendwas Alten Neues Wäre jetzt eine sehr direkte Sache.
00:08:04: Oft sind da noch ein paar Schritte dazwischen, aber das könnte ich mir zum Beispiel vorstellen wenn jetzt ein Kunde wäre der sagt okay die Hälfte unserer Getränke sind kaltgetränke und wir wollen aber was Besonderes sein.
00:08:19: machen wir für einen miedenförmigen Deckel wo das oben ein Loch hat mit dem Strohhalm Machen Papiertroll haben rein, machen das und da können wir alles so gestalten.
00:08:31: Dass der Druck auf dem Strohhalm mit dem Druck auf der Pyramide was zu tun hat und mit dem Druck auf den Becher.
00:08:42: Dann haben wir schon eine Identität für dieses Geschäft gemacht.
00:08:45: Und das ging jetzt wie du gesehen hast, drei Sekunden.
00:08:51: Ich wäre nie auf die Pyramidi gekommen wenn ich mal nur die Kaffeebecher angeschaut hätte, was alle anderen machen Und funktionieren.
00:08:58: tut das deshalb, weil unser Hirn sehr ungern denkt.
00:09:02: Weil es wahnsinnige Energie aufwendig ist für uns das Hirnen wirklich zu denken.
00:09:07: und wenn ich meine Hirne und meine Idee frage dann gibt's mal eine die sie schon gesehen hat wo die Synapsen schon Verbindung haben.
00:09:17: Und noch schlimmer für Designer ist, wenn ich mal einen Kaffeebecher irgendwann schon geschaltet habe.
00:09:22: Dann gibt es natürlich diese Idee.
00:09:24: als erstes weil das sind die größten Probleme
00:09:27: aller.
00:09:28: Ja absolut.
00:09:29: Darum gibt's tausend Designer, die jeden Tag genau das gleiche machen, weil dass das Herren ihnen liefert.
00:09:35: und
00:09:36: wer sich für die Technik interessiert, du hast es angesprochen Edward de Bono vor vier Jahren gestorben bei desich hab im Professor.
00:09:42: Das Buch, das ich gelesen habe ist Think-in-Kurs.
00:09:45: Aber er hat einige und ich glaube diese Technik beschreibt dann einigen aber... Ich hab mal viele der Debono-Techniken angeschaut.
00:09:55: Es war eigentlich einen Mensch, der über das Denken nachgedacht hat.
00:09:58: Wie denkt man?
00:10:00: Was sind Denkhilfen?
00:10:02: Diese hat für mich am besten funktioniert.
00:10:04: also ich müsste dem Debononachlass wäre ich einiges Geld schuldig, weil wir haben viele Projekte damit gemacht oder es ist viel rausgekommen damit.
00:10:15: Ich habe mir immer vorgenommen bei Berufswechseln oder Stationen die im Leben halt manchmal so kommen wo man dann einige Zeit für sich auch ausnehmen könnte das irgendwann zu tun.
00:10:25: aber es ist nie was draus geworden Melonen pflücken in Australien oder sonst irgendwas was man hätte machen können.
00:10:30: einmal was ein Sommer in Amerika drei Monate zwei Monate lang Du machst alle sieben Jahre in Sabatical, hast begonnen damit sehr konsequent bis zu sagen ein Evangelist auf Sabaticles.
00:10:41: Wie kam das und wie schwierig war es zum ersten Mal zu sagen du ich bin dann jetzt ein Jahr weg?
00:10:48: Also das erste mal war in New York, das war.
00:10:53: angefangen darüber nachzudenken habe ich sechs Jahre nach der Kundung des Studios unter Grund war weil ich den Eindruck hatte dass sich die Arbeit anfangen zu wiederholen.
00:11:06: Das Ziel meiner Studie war, für mich so gute Arbeit wie möglich zu machen.
00:11:12: Ich würde sagen das war das Hauptziel und das in einem Umfang und das so zu gestalten, dass es finanziell möglich ist aber nur so, also das müsste irgendwie auf finanziellen Beinen stehen können.
00:11:30: Das Wichtige war so gute Arbeit wie möglich.
00:11:32: Und dadurch, dass sich in der Wiederholung wurde das irgendwie schwieriger oder langweiliger...
00:11:39: Also Fragezeichen im Kopf?
00:11:41: Ja.
00:11:42: Habe ich gedacht, ich muss irgendwas machen weil wenn ich nichts mache dann wird die Arbeit schlechter und dann habe ich noch weniger Spaß.
00:11:50: Dann wird diearbeit noch schlechter.
00:11:51: da komme ich in irgendeinen Deufelskreis hinein und Ich hab mir das ungefähr jahrlang überlebt überlegt und habe es nach sieben Jahren geschafft mit tausend Ängsten.
00:12:05: Die Hauptängste waren, wir werden vergessen werden oder wir hatten eine erfolgreiche Studie aufgebaut das gemacht hat was sich immer vorgestellt hat.
00:12:16: Das war unterwärmen auch gleich nochmal darauf kommen auf diese drei Päden sozusagen.
00:12:20: Das war ja die Zeit, in der du deinen Fame aufgebaut hast.
00:12:24: Der bis heute weit, weit strahlte Album-Cover, Bands ... das wilde Leben in New York, Designs, die ikonisch bis heute sind und dann einfach zu sagen jetzt, dass sagen nicht nur die Eltern.
00:12:36: Das ist eine blöde Idee?
00:12:38: Ja, das war schwer also.
00:12:39: Und wenn man sich zurückerinnert oder ein Studium ich habe es aufgesperrt, dreiundneinzig.
00:12:45: Das Sabbatical war im Jahr zweitausend.
00:12:47: Im Jahr zweitausend der Höhepunkt des ersten Internetbums.
00:12:51: Also meine Kollegen, die anderen, die Kollegen von anderen Designstudios waren alle sehr damit beschäftigt Geld zu schäfeln weil das konnte man gut im Jahre zweitausend und von dem her war das außergewöhnlich.
00:13:05: Meine zweite Angst war dass es als unprofessionell gilt für die Allgemeinheit aber auch für meine Eltern.
00:13:11: Meine Eltern hatten ein Kleidergeschäft in Bregen und für die sie waren kleine Unternehmer
00:13:17: Und das Kleidergeschäft in Prägenz.
00:13:21: Das große Kleider-Geschäft in der Kleinstadt, ja!
00:13:25: Da hatte ich Angst, dass die das auch als unprofessionell ansehen werden und... Ich habe es dann aber trotzdem gemacht, aber es brauchte Mut und keine der Ängste haben sich bewirkstellig.
00:13:41: Ist
00:13:41: er denn plötzlich an dem Montag?
00:13:44: Gut, die Mobiltelefone haben beim ersten Mal eine geringere Rolle gespielt zu der Zeit.
00:13:47: Aber an dem du nicht mehr ins Studium warst es damals auch schon ein Stockwerk höher oder du nicht vergreifbar bist?
00:13:53: Ja also das waren natürlich die Zeiten der Anrufbeantworter und ich habe dann doch relativ stolz einem Message aufgenommen Colors in Oktober... ... two thousand and one next year Mit
00:14:10: Aufnahmemöglichkeit oder ohne Aufnahmemöglichkeit
00:14:12: Mit Aufnahmemöglichkeit.
00:14:13: Ah,
00:14:13: okay.
00:14:14: Hättest du dir eine Message hinterlassen?
00:14:15: Ja, mal kurz.
00:14:16: Aber
00:14:16: hast du nicht abgehört oder schon?
00:14:18: Wohl habe ich abgehört und ich hatte da am Anfang auch noch ... Weil ich es ja noch nie gemacht hat doch einige Fehler gemacht.
00:14:24: Ich hab mir davor gestellt im ersten Sabbatikel.
00:14:27: Ich werde das ohne Plan machen weil ich normalerweise ein großer Planer bin.
00:14:31: Ich wollte das ganz anders machen.
00:14:32: Das hat schonmal gar nicht funktioniert.
00:14:34: Das braucht die Struktur.
00:14:36: Ohne Plan war ich busy.
00:14:38: Welche Struktur brauchte ein Sabbatikl wenn uns jetzt Beschäftigte Managerinnen und Manager hören.
00:14:43: Eigentlich wollte ich ja immer schauen, aber wie?
00:14:45: Ich bin im Hamsterad.
00:14:47: Was ist der Plan für das Arbeiten?
00:14:48: Also
00:14:49: nachdem ich drei Wochen ohne Plan sehr frustriert war, habe danach einen sehr genauen Plan gemacht.
00:14:56: Ich hab davor schon ein Business-Tagebuch geschrieben einmal die Woche.
00:15:02: Ich bin das Tagebuch durchgegangen und habe geschaut, wann immer ich mich beschwert habe.
00:15:07: über das möchte ich gerne machen, aber ich habe keine Zeit habe aus diesen Beschwerden eine Liste gemacht, was sind dann auch welche Sachen weggefallen, die mich nicht mehr interessiert haben und hab ab diese Punkte der Liste nach Wichtigkeit gewertet.
00:15:24: Und ich habe einen Stundenplan gemacht.
00:15:25: Die wichtigen haben fünf Wochenstunden bekommen, die weniger wichtigen halbe und dann war es wie in der Volksschule Montag acht bis neun das zehn bis zwölf das usw.. Und bin dann draufgekommen, dass nach drei, vier Monaten habe ich die Liste nicht mehr gebraucht.
00:15:45: Weil da gab es so viele Projekte, die irgendwie am Laufen waren das die Leste nicht mehr notwendig war.
00:15:51: und dann würde ich sagen war das zweite, dritte und viertes Erbettikel sehr einfach sowohl komplett angstfrei als auch... Da wusste ich dann Am besten geht's bei mir mit Plan Hatte nachher auch Pläne, genau.
00:16:06: Also es war für alle Sabbatical so dass ich am Anfang einen Plan hatte den ich dann relativ schnell wieder vergessen konnte.
00:16:14: Wie wären die Vergangenheit?
00:16:15: Deine Vergangenheiten deine Gestehung Schritt-für-Schritt aufarbeiten?
00:16:20: aber ich möchte im hier und jetzt beginnen vielleicht etwas also das nicht linear abfragen sondern im Hier und Jetzt beginnen die aktuellen Arbeiten.
00:16:31: Fühlt sich das ja für jemanden, der in der Designindustrie oder in der Metropole der Designindustrie tätig war und tätig ist.
00:16:38: Irgendwie an wie ein andauerndes Arbeiterklil.
00:16:40: Du beschäftigst dich mit ganz großen Themen.
00:16:44: Viele Jahre jetzt werde ich verfolgt wird sehr stark.
00:16:47: die These Now is Better.
00:16:49: Es ist jetzt eine extrem gute Zeit Und während wir hier reden du sitzt einem Journalisten gegenüber der heute in der Frühkonferenz schon wieder tausend Gründe gehört hat Warum eigentlich jetzt ganz furchtbar ist?
00:17:02: Wie viel musst du deinen Optimismus pflegen, um dann auch wirklich überzeugt zu sein, dass jetzt der extrem gute Zeit ist?
00:17:08: Ja eigentlich gar nicht.
00:17:10: Weil mein Research das zeigt.
00:17:12: oder also und es ist sehr interessant klar wenn Du heute in der Konferenz sitzt nimm ich an besprechen sie alle die Dinge die gestern heute Nachts und heute früh passiert sind.
00:17:24: Iran leistet absolut richtig
00:17:28: Und in der Kurzzeit schaut die Welt komplett anders aus, wie sie in der Langzeit ausschaut.
00:17:34: Und das ist das Interessante!
00:17:36: Die Kurzzeitansicht ist wahr und faktisch und die schaut immer miserabel aus weil schlechte Dinge wahnsinnig schnell passieren.
00:17:46: Skandale, Katastrophen Kriegsangriffe, das funktioniert alles in der Kurzzeit und wird dann natürlich auch wahnsinnige oft korporiert In der langzeit.
00:17:58: Die Dinge, die sich gut entwickeln brauchen wahnsinnig lange für diese Entwicklung.
00:18:03: Oft Jahre, oft Jahrzehnte und die fallen aus den Kurzzeitmeldungen raus.
00:18:08: Und ich glaube natürlich dass das beide diese Dinge wichtig sind.
00:18:13: Ich glaube, wenn ich gut informiert sein möchte über den Zustand der Welt dann muss ich etwas über die kurze Zeit wissen und muss etwas über eine lange Zeit wissen.
00:18:25: Derzeit ist aber so die Medien alle auch der Standard, ja viel kurzzeitiger geworden sind durch den Online-Teil.
00:18:36: Also eine Tageszeitung war ja ein Tag lang jetzt ist sie stündlich oder minütlich und auch dadurch dass ihr natürlich wisst vom online Saisonunterstellungen habe.
00:18:50: ich nehme an aber ich sollte dich eigentlich fragen Ihr wisst ja wer auf was klickt nämlich an
00:18:57: Und
00:18:57: da nehme ich an, klicken die Leute auf negative Nachrichten viel mehr wie auf positive Nachrichten.
00:19:04: Naja das ist ja auch das was auf Social Media passiert, dass der negative Impact etwas wäre, was immer gut funktioniert.
00:19:10: Das unterstellt man ja auch Medien gerne mit only bad news und good news, ihr profitiert vom Unglück anderer.
00:19:16: Tatsächlich ist es aber so, dass eine Marke Ich würde annehmen, auch die des Standards extrem darunter leidet.
00:19:22: Wenn du dich nur auf diesen Schockmoment konzentrierst und bist so sehr schnell in Gefilgen, den du eigentlich nicht sein willst dann hast vielleicht viele dir irgendwo hinklicken aber sie sind hinterher enttäuscht oder wenden sich angeeckt etc.. Da löst du Dinge aus.
00:19:36: drum wir merken und dann drehe ich das Interview gleich wieder um Herr Sagenmeister dass neben dem Puren Update Me also diesem Bedürfnis das neueste zu erfahren Beispielsweise die gedruckte Zeitung, der Standard in den vergangenen zwanzig Jahren wesentlich magaziniger geworden ist.
00:19:52: Wesentlich hintergründiger das recherchend.
00:19:54: aufwendige Recherchen, Recherche, Kollaborative, Jan Marzschalek aufspüren in Moskau
00:19:59: etc.,
00:19:59: auch ein Teil geworden ist, der Fernab vom Tagesschanalismus sich entwickelt hat.
00:20:04: aber natürlich es gibt zwei Richtungen, dass der Leivticker, indem ich jetzt wissen will was heute Nacht im Iran passiert ist und eine Zusammenfassung dessen was passiert, aber beides ist eben Immer wieder auch für Journalistinnen und Journalisten ein riesiges Quiz, klar.
00:20:19: Ja also bei mir hat sich das so heraus kristallisiert dass ich vor ewigem Zeit dich glaube vor sieben Jahren ... Ein Resident war in der amerikanischen Akademie in Rom.
00:20:32: Wir haben ausgezeichnet, dass Essen.
00:20:33: drum kommen alle!
00:20:34: Du hast
00:20:34: zweimal in Rom bei so einem Studienaufenthalt?
00:20:36: Ich zeige dir das
00:20:37: Beste was man...
00:20:39: Also ich war einmal auf der deutschen Akadémie ja und einmal auf die amerikanische.
00:20:43: Uns essen in Amerika besser viel.
00:20:46: Die haben mich, die Alice Wotters angestellt.
00:20:48: Ein Essensprogramm zu gestalten dafür.
00:20:50: also das ist super.
00:20:52: Darum kommen alle... Also da gibt's viel größer, es gibt seventy-fünf Residenz dort in all die Richtungen von Archäologinnen bis zu Schreibern, Filmemachern, Architekten, Designern und Künstlern.
00:21:06: Und da waren rechts ein Wald dort der Ehemann einer der eingeladenen Künstler war Und der hat mir erzählt, dass was man jetzt gerade sieht in Polen aber auch in Brasilien.
00:21:17: Das bedeutet das Ende der modernen Demokratie und ich habe das am Abend beim Babendessen nicht viel dazu gesagt, aber ich hab es am Abend nachgeschaut.
00:21:26: Wie schaut's denn aus mit der Modernen Demokraties?
00:21:28: Und da habt ihr es halt ein bisschen geschaut.
00:21:31: vor zweihundert Jahren gab es eine die freien Staaten vor hundertsechzehn Heute sechsunterzig, also die Vereinten Nation als Ereignis gibt heute sechsunterzig demokratische Länder.
00:21:43: Es war zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit das mehr als die Hälfte einer Demokratie leben und es war jetzt ein Mann, der fünf Tageszeitungen liest in drei Sprachen und er hatte keine Ahnung von den Welten, der erlebt?
00:21:58: Keine Ahnung komplett!
00:22:00: Also vier Jahre davor hatten wir die absolute Superspitze der Demokratie erlebt.
00:22:08: Und das kürzeste negative Entwicklung Polen, Brasilien in der Zwischenzeit wieder voll demokratisch.
00:22:16: beide Länder haben bei ihm den Eindruck gemacht obwohl er fünf Tageszeitungen gelesen hat dass wir das Ende der modernen Demokratie erleben.
00:22:28: und das war für mich als Kommunikationsdesigner interessante Geschichte.
00:22:33: Ich habe oft mit Menschen zu tun, für die fühlt sich so an.
00:22:36: Mit Blick auf Ungarn von hier, mit Blick auf rechtspopulistische Parteien wie die FPÖ, mit zagenvollen Blick auf das was nicht nur in Minneapolis sondern in ganz Amerika passiert.
00:22:48: Viele Freunde, die genauso denken wie mein Rechtsanwalt und dieses
00:22:52: dass die Demokratie untergeht vergesst es, dass das stimmt nicht.
00:22:55: Das würdest du auch jetzt aus New York heraus genau so sagen.
00:22:59: Ich würde sagen, dass die Demokratie gepflegt werden muss und das die Demokrati weil sie demokratisch ist auch rechtsextreme Parteien aushalten muss.
00:23:10: Ich glaube ich ist Teil davon und ich glaub auf jeden Fall gut ist es zu beobachten was passiert jetzt gerade hier oder da.
00:23:20: aber es ist auch gut zu wissen, dass wir heute sechsundachzig demokratische Länder haben und das wir in der Geschichte, in der menschlichen Geschichte hat.
00:23:37: die Demokratie, die moderne Demokratie zu hundertfünfzig Jahre in etwa eine Geschichte.
00:23:44: Und von diesen zweihundertfuchzig Jahren sind wir jetzt sehr nahe an der Spitze.
00:23:50: Und ich glaube, das braucht beides.
00:23:52: also ist das Bewusstsein braucht Beides.
00:23:54: aber Viele Leute, gerade auch viele sehr gut gebildete Leute sehen fast nur die kurze Zeit und gar nicht die lange Zeit.
00:24:06: Und ich glaube das kommt natürlich davon aber... Ich gebe da überhaupt nicht den Medien die Schuld!
00:24:12: Ich gebe mir die Schuld oder uns die Schuld weil die Medien machen was wir wollen.
00:24:19: Die Medien liefern das für ... Was wir wollen.
00:24:25: Das ist natürlich aus vielen Gründen, eine davon ist Diameterlad.
00:24:31: Wir haben halt diese Abkürzung für die Angst und die es aber nicht für das Positive gibt.
00:24:40: Viel davon und das lässt sich auch schon wissenschaftlich beweisen, oder?
00:24:43: Also in den letzten zwanzig Jahren sind die Nachrichten viel negativer geworden.
00:24:46: Das heißt hat natürlich wahnsinnig viel mit der Verkürzung, die durch das On...die durch das Digitale gekommen ist zu tun.
00:24:53: Ja ich meine die Algorithmen.
00:24:55: wie siehst du es aus dem Kommunikationsdesign heraus?
00:24:58: Es ist ja eigentlich Du interessierst dich für ein Produkt-Sämpel Und dann komme ich im ganzen Lastwagen und kippt dich absolut.
00:25:05: Kippt Dich voll mit dem.
00:25:06: also egal ob das Islamistenvideos Designvideos von dir oder was Positives, vielleicht noch ein bisschen etwas Positivos hineingeht.
00:25:15: Stürzt damit die Suizidrate nicht so hoch wird?
00:25:16: Ich übertreibe jetzt natürlich ein bisschen aber um es herauszuarbeiten ist eigentlich ein more of the same.
00:25:21: Die Scheuklappen werden enger wenn da irgendwas rausgefunden wurde was dir gefallen könnte wo deine Engagement Rate höher ist.
00:25:28: ich gebe dir mehr davon.
00:25:29: Aber ich glaube also die Algorithmen sind ein Riesenproblem.
00:25:32: aber ich glaube das sind nicht nur die Algorhythmen Es ist die Verkürzung an sich
00:25:38: Und das im Sinne von Attention Span, dass eigentlich einfach alles lauter wird?
00:25:42: Ja
00:25:42: ja oder wenn ich mal schaue welche Artikel von der New York Times werden geordnet nach Emotion.
00:25:50: Werden am meisten ein Freunde geschickt.
00:25:52: Nummer eins Outrage also die Empörung und das weiß natürlich auch den New York times Die verwenden das auch.
00:26:01: es gibt auch einen Grund wieso auch in der new york heims zehn Headlines, neun das Wort Trump verwenden.
00:26:08: Also das... Aber das sind wiederum wir oder es sind in dem Fall die Leserschaften New York Times, die alle anti-Trump sind, die bedient werden von diesem Medium.
00:26:19: Wie geht's dir
00:26:21: als politischer Mensch?
00:26:22: Als jemand der seine Umgebung aufmerksamst wahrnimmt in diesem Land?
00:26:26: Was hat sich verändert?
00:26:28: was macht die Kurzzeitbetrachtung, die du ja selbst auch hast mit dir?
00:26:31: also ich wohne natürlich in New York nicht in Amerika.
00:26:34: Das ist immer noch ein großer Unterschied, oder?
00:26:36: Wir haben vielleicht den linkesten Bürgermeister Amerikas gerade
00:26:43: geredet.
00:26:45: Ich kriege vom Trump gleich viel mit wie du.
00:26:48: Gläser sind derzeit betreffend als Person Betroffen.
00:26:53: als Person bin ich genauso wenig wie jemand in Wien Und viel, viel weniger wie jemand im Iran oder in Kuba.
00:27:03: Oder sonst wo?
00:27:04: Ich glaube ich bin so negativ zu meinen Gedanken über die derzeitige Regierung sind so negativ wie sie sein können und ich hoffe dass es in einem halben Jahr schon einmal besser wird mit den Mithirms und in zwei Jahren das Pendelung wieder in die andere Richtung schwingt.
00:27:24: Du hast dich jetzt öfters auf die Datenlage bezogen ein großer Teil deiner zurückliegenden Projekte abstrahierbar oder Daten, die da sind zu verwenden um Long-Term Progress langen Zeit Fortschritt zu zeigen.
00:27:40: Was sind Dinge, die dich da auch selbst überrascht haben?
00:27:43: Ich bin Journalist.
00:27:44: ich muss natürlich nach einem superlattiven Fragen nicht.
00:27:47: Also wir haben in Guadalajara in Mexiko der Ausstellung beendet wo wir eine große Installation drinnen haben Die Zeug des Frankreichs, war der durchschnittliche Kalorienhaushalt geringer wie im Kongo heute.
00:28:10: Kongo ist eines der drei unternehrtesten Länder der Welt und wir haben dann in der Installation einen Eintopf aus Frankreich, den Besuchern angeboten Vom Kongo, die man probieren konnten.
00:28:29: Die waren wahrscheinlich beide besser wie sie in Wirklichkeit waren was ich von einem mexikanischen Schäfer zu Koch gemacht worden sind und Ich habe die Zahlen nochmal ordentlich nach recherchiert also die kommen von einem Nobelpreisgewinner in der Ökonomie Und ich fand das deshalb so faszinierend weil wir über Frankreich Bescheidwissen und dessen Hof.
00:29:00: Und gar nichts darüber, wie die Leute gelebt haben.
00:29:03: Und schon gar nichts drüber, dass es neunzig Prozent in der extremen Armut gelebt hat.
00:29:09: Also die extreme Armut also die Hunger gelitten haben.
00:29:14: Das war natürlich nicht nur in Frankreich so sondern eigentlich in ganz Mitteleuropa.
00:29:18: England ist ein bisschen besser gegangen aber in ganz Auch als Vorarlberg oder bis neunzen dreißig mit den Schwabenkändern, die nicht ernährt werden konnten von den eigenen Familien, die nach Deutschland
00:29:33: geschickt wurden.
00:29:34: Geschickt werden mussten wenn ich und das ist auch interessant weil ich da natürlich jetzt nicht nur mich auf Zahlen berufen muss sondern ich kann mich auch auf die Familingeschichte schauen oder also von Urgroßeltern an denen sechs Kinder gestorben sind Nicht als Baby, sondern als ein-, zwei-, vier-, achtjährige.
00:29:58: Schlimmste was Eltern passieren kann.
00:30:01: Sechsmal Urgroßeltern also nächste Generation der Sagenmeisters fünf Kinder sind gestorben und das ist denen passiert obwohl die schon zur Elite gehört haben weil sie zu den fünfzehn Prozent der Österreicher gehört haben die lesen und schreiben konnten.
00:30:17: Und das ist einfach interessante Geschichte, dass wir jetzt nie nicht von der Uhrzeit reden.
00:30:21: Sondern wir reden hier von drei Generationen zurück, oder?
00:30:24: Eltern, Großeltern, Urgroßeltern – die Urgro-Seltern waren noch bei den wenigen, die lesen und schreiben konnten.
00:30:31: Und da Rest war in der Armutsgrenze.
00:30:37: Nicht ein paar, sondern neunzig Prozent!
00:30:40: Also ich finde es interessant... das wieder einmal zu beleuchten, weil in unserem...in meinem Geschichtsunterricht, ob wir einen guten Geschichtsprofessor hatten wurde das nicht behandelt.
00:30:54: Also auch heute noch ist es ja eigentlich wenn ich in einer Geschichte...wenn ich ein gutes Buchgeschäft gehe und ich gehen die Geschichteabteilung dann werde ich dort.
00:31:09: fast alles was ich dort sehe sind über die Herrschenden Ganz wenig über Sozialgeschichte.
00:31:15: Wie ist es denn den Leuten gegangen?
00:31:20: Ich finde das alles unglaublich interessant, weil ich glaube dass zu einem runden Verständnis des Lebens und der Welt auch ein Langzeitverständnis
00:31:35: gehört.
00:31:37: Dieses Langzeitverständnis führt dir dann... nicht wahnsinnig ausgeprägte Langzeitverständnisse, die du oft aufzeigst führt dann ja auch dazu das Ding jetzt als zu selbstverständlich gesehen werden.
00:31:49: Dass die Dinge klar dass frische Luft da ist für den Moment selbstverständliche Unsichtbar wie eben auch Luft oder Sauerstoff.
00:31:58: in dem konkreten Fall meine ich damit Wie notwendig brauchen wir diese Erkenntnis zum Leben?
00:32:03: Zum Überleben?
00:32:04: und damit spiele ich natürlich an Du hast jetzt Gautala Chara angesprochen.
00:32:08: Du warst doch in Kiev mit deinen Themen.
00:32:10: Vielleicht kannst du da einen Einblick geben, wie Du Dich Kiew angenähert hast und wie Du aus Kiew zurückgefahren bist mit dem Zug.
00:32:19: Ich war irgendwann auf einem deutschen Podcast, wo mich der Portcaster gefragt hat würde ich diese Message das heute alles besser ist oder ich glaube wir haben irgendwas darüber gesprochen über dass weniger Leute im Krieg sterben als
00:32:34: früher
00:32:35: was so ist habe ich diese message auch nach in die Ukraine bringen würde.
00:32:40: Und ich habe da auf gar keinen Fall, weil ich mir nicht vorstellen kann dass Leute denen die Bomben auf den Kopf fallen eine Interesse daran haben das sich statistisch verringert hat.
00:32:51: und dann hab mich ein paar Wochen danach eine Frau aus der Ukraine kontaktiert und der gesagt sie würde gerne über Zoom einen Event machen sie ladet hundert Leute ein, sie wird mich projizieren an die Wand und ich würde das Thema machen.
00:33:11: Und ich habe gesagt, das mache ich solange mal danach eine Stunde haben zum diskutieren wenn ihr Mikrofone organisiert, dass man auch wirklich, dass wir das wirklich diskutieren können.
00:33:22: Ich habe mal gemacht, ich hab meinen Standardvortrag über das Thema gehalten.
00:33:30: Gab's da unter diesen, ich glaube, achtzig Sinn gekommen?
00:33:33: Gabs da relativ hohe Begeisterung und irgendwer hat gesagt wir sollten das Buch ins Ukraine übersetzen lassen.
00:33:40: Und irgendwer gesagt, wir sollten die Ausstellung bringen.
00:33:43: Und ich habe mich gedacht es wird nie funktionieren oder es gibt ja nicht einmal einen Flugverkehr in die Ukraine.
00:33:49: Das hat aber beides funktioniert denn ich war dann Zerstin Lviv also und dann in Kiev und als ich würde sagen In der WIF haben es nachher auch noch eine kleine oder ursprünglich kleine Designkonferenz organisiert mit mir und lokalen Designern.
00:34:10: Da kamen dreieinhalb Tausend Leute, haben nochmal fünftausend Online Live zugehört.
00:34:15: also das war dann die größte Designkonference Europas aber nur mit den Ukraine an, weil es war ja sehr schwer ins Land zu kommen.
00:34:27: Ich habe dann auf dieser Konferenz oder nach der Konferenz Bücher ukrainische Bücher signiert, die auch wirklich hergestellt und gedruckt haben.
00:34:35: Und hab dort wirklich hunderte Male beim Signieren gehört.
00:34:39: Hundertte Male!
00:34:41: Thank you so much for bringing this message to Ukraine.
00:34:45: Also mein Eindruck ist dass wenn die Leute wirkliche Probleme haben Dann sind sie für solche Nachrichten viel offener.
00:34:54: ich kriege am meisten Widerstand von den reichsten Leuten, die in den reichen Ländern
00:35:02: wohnen.
00:35:04: Widerständig nicht fern?
00:35:05: Also
00:35:05: sie denken das kann nichts sein, dass es am Blödsinn der ist.
00:35:13: Der ist naiv, er ist immer so Pollyanna, der sieht nur das Positive der Welt.
00:35:21: Also blendet positiv rosa-rote Brillenz
00:35:23: genau.
00:35:25: Und ich muss sagen, ich verstehe es auch.
00:35:29: Weil ich die ganzen Untersuchungen kenne.
00:35:32: Der Kritiker der das Buch hasst wird immer als Intelligenter angesehen als der Kritiker, der das Book liebt.
00:35:39: Ich selber oder?
00:35:41: Also du hast es vorhin kurz angesprochen wir haben ja im ersten Teil des Design Studios haben wie viele Platten covers gestaltet und der andere mal für die Talking Heads und den Webbüren.
00:35:52: Du wirst noch ein bisschen mehr darüber erzählen müssen.
00:35:53: Befürchte dich gleich!
00:35:55: Also der David hat eine kleine Medienorganisation, die heißt Reasons to be Cheerful, wo er selber aus eigenem Geld ein paar Journalisten anstellt.
00:36:07: Die positiven Meldungen nachgehen und ich verfolge das natürliche sehr klar.
00:36:12: aber ich muss zugeblich lesen selten weil es so langweilig ist.
00:36:17: Und auch ich obwohl ich mich jetzt mit seit sechs Jahren oder sieben Jahren mit dem Stoff beschäftige den Deere dazu negative Nachrichten interessanter zu finden.
00:36:28: Und da würde ich jetzt gleich einmal einen Challenge oder mal an dich fragen, also wir haben ja viel über Schönheit einmal gemacht.
00:36:42: Ja?
00:36:43: Buch und Ausstellung.
00:36:45: Und im Zuge der Recherche für die Schönheit bin ich drauf gekommen dass viele Designer von sich sagen Ich bin ein Problemlöser Ich habe mit der Ästhetik nichts zu tun.
00:36:57: Dass selber wirklich glauben, aber von meiner Seite aus ist es eigentlich nur Faulheit.
00:37:03: Weil wenn ich nur einen funktionierenden Stuhl machen muss... Also kann ich hundert davon machen heute Nachmittag weil ich weiß die Höhe, die Sitzhöhe, ich weiß da optimale Lenenwinkel, dann kann ich aus der Geschichte schöpfen und kein Problem!
00:37:24: weil die Probleme, die wir wirklich zu lösen haben sehr einfach zu lössen sind.
00:37:28: Und jetzt auf der anderen Seite, wenn ich jetzt habe einen Stuhl gestalten muss, der funktional ist und schön ist – und in dem Jahr ein Recht hat, gestaltet zu werden, dann ist das eines der schwierigsten Aufgaben im Design überhaupt wohl.
00:37:48: Ich kämpfe dagegen fünftausend Jahre Stuhligeschichte an.
00:37:57: Da was Besseres zu machen ist unglaublich schwer, wahnsinnig anspruchsvoll.
00:38:02: Und jetzt habe ich so den Eindruck aber da möchte ich deine Meinung wissen dass im Journalismus was wir gemeinsam haben es wir wollen ja alle etwas machen was interessantes und ich hab den Eindruck das im Journalismus für viele Leute jeder will interessant sein.
00:38:22: Man hat das Gefühl, dass es viel einfacher Interessante zu sein im negativen wie in positiven und dass da auch ein Grund ist ins negative zu gehen.
00:38:35: Und da fahr ich jetzt glaubst du, dass da eine gewisse Faulheit dabei ist weil es schwerer wäre einen interessanten positiven Artikel zu schreiben?
00:38:45: Naja also ist auch billiger!
00:38:47: Und inwiefern?
00:38:49: Na, weil du weniger Ressourcen dafür brauchst.
00:38:51: Einen... Mir fällt natürlich nach wie vor nur ein Literaturkritiker, in dem Fall einen verstorbenen Deutschland.
00:38:59: aber es ist einer Literatur Kritiker sich zu halten der alles vernichtet wäre günstiger im Summe als eine hundertköpfige Redaktion zu haben die nach Nachrichten sucht.
00:39:08: Klar!
00:39:09: Die sind ja auch alle Menschen und glücklicherweise keine AI Agents das heißt die unterliegenden.
00:39:15: selben.
00:39:16: Bei ist es Vorurteilen, wie wir alle und auch in den Journalismus schulen wurde.
00:39:23: Und wird gelehrt, dass wenn ein Hund einen Mann beißt, das keine Geschichte ist.
00:39:28: Wenn ein Mann einen Hund beißts, das vielleicht dann eben eine Geschichte ist?
00:39:32: Du suchst das Außergewöhnliche!
00:39:33: Du willst natürlich Interesse, Aufmerksamkeit... Das darf nicht langweilig sein, die du zum Newsletter vorher... Aber trotzdem gibt es eine langenhaltende Diskussion um konstruktiven Journalismus.
00:39:43: Und wenn konstruktiver Journalismus gut gemeint ist, im Sinne von Lösungen aufzeigt dann ist das was anderes als wenn der Politiker sagt schreibt's ein bisschen weniger negativ, SWSBS also.
00:39:54: da sind schon Grundsätze in denen wir uns bewegen nicht aber natürlich.
00:39:58: wir haben sehr positive Rückmeldungen auf eine Kolumne die am Freitag jeweils kommt.
00:40:02: drei gute Minuten ja turns out.
00:40:04: es gibt Leute die wollen abgelenkt werden und übrigens Ein großes Bedürfnis ab Donnerstagabend, ab Sonntagnachmittag.
00:40:11: Die Leute wollen nicht nur über das Neuste informiert sein, wollen auch entführt werden, inspiriert werden in eine andere Welt.
00:40:16: Das ist ja auch kein Zufall.
00:40:18: Wieso es das Rondomagazin und andere aufs Wochenende hingeht?
00:40:22: Wie kennt Feeling ein anderes Feeling als Dienstagmorgen?
00:40:25: Aber richtig ist dass wir uns sicherlich alle an der Nase nehmen
00:40:29: müssen
00:40:30: ständig weil die Flut, die auf unser Reinbricht oft eines aus Polizeimeldungen Agenturmeldungen, die negativ sind.
00:40:41: Faulheit?
00:40:43: Es ist einfacher was Negatives zu finden als was Positives.
00:40:45: sicherlich und auch die Leute mit etwas Inspirierenden zu begeistern ist ja auch für dich viel aufwendiger.
00:40:52: also wenn du sagst das Bild alleine schon so wahnsinnig das müssen wir einfach absolut genau.
00:40:57: Also ich glaube jetzt sagen wir an Hauptgrund wieso ich seit sechs Jahren da Bücher- und Ausstellungen und aller möglichen Teile mache Weil ich glaube, dass soziale Veränderung sich durch positive und negative Meldungen Inhalte herstellen lässt.
00:41:20: Oder wenn ich mal die Nichtraucherkampagnen anschaube.
00:41:24: Unglaublich erfolgreich oder?
00:41:27: Fast in allen Ländern zahlen halbiert in manchen Ländern also in England verviert gefürtelt Also Anzahl der Raucher.
00:41:36: Und da gab es natürlich die Versprechung, Geld zu sparen, gesünder zu sein.
00:41:41: und das negative, die grauslichen Fotos welchen Krebs man kriegen wird auf den Parkungen.
00:41:48: Und wenn ich auch eine große Installation gemacht damit... Es gab letztes Jahr große Umfrage, zehntausend Jugendliche zwischen fifteen und fünfundzwanzig wo drehenfünfzig Prozent geglaubt haben, die Menschheit geht zu Ende.
00:42:04: Drehenfünftig Prozent!
00:42:06: Und die sitzen depressiv in ihren Schlafzimmern und tun gar nichts gegen die Klimakatastrophe, das Artensterben usw.
00:42:15: Weil natürlich Depressionen und Angst nicht aufbauen sind.
00:42:20: Ja,
00:42:21: Lehmenshint ganz genau!
00:42:22: Da glaube ich ist es gut wenn's Zuckerbrot und Peitsche gibt.
00:42:28: Von der Peitsce kriegen wir wahnsinnig viel mit.
00:42:34: Diese Mixtur zwischen Zuckerbrot und Peitsche ist viel zu peitschenheftig.
00:42:42: Das ist also auch eine Gegenbewegung durch die Beauty, die Schönheit der Beauty Show angesprochen hat.
00:42:50: Der Mensch tendiert aber schon dazu eine Welt sich auch zu wünschen, auch im medialen Betrieb.
00:42:55: Die schöner ist als in Wirklichkeit ein bisschen hübscher ist, die ein bisschen ansehnlich ist.
00:43:00: Also da reicht es ja auch den Fernseher kurz anzumachten.
00:43:02: Das ist ja auch nicht immer die Realität, sondern sie ist abgesehen von Nachrichtensendungen.
00:43:07: Nicht der Präsentation von Nachrichtensendungen, die ist auch kübscher als im Alltag im Üblichen und geschminkt und hergerichtet sind den Nachrichtenschrecherinnen.
00:43:17: Ist das eine Sehnsucht nach Schönheit?
00:43:18: oder wie hast du dich dem Thema genähert?
00:43:22: Wo kam die Faszination?
00:43:23: Ich
00:43:23: glaube natürlich dass wir alle auf jeden Fall
00:43:28: angezogen sind von Schönheit.
00:43:30: Absolut!
00:43:33: von der Schönheit angezogen werden, ohne jeden Zweifel.
00:43:37: Und dass wir uns in schönen Umgebungen besser füllen und uns auch besser benehmen – und das ist jetzt nicht nur eine Meinung von mir, sondern es kann man auch gut oder kann ich auch gut wissenschaftlich beweisen?
00:43:55: Ganz ein einfacher Beweis wäre... Ich schau mal die Umfragen der Reisemagazine auf jedem Kontinent an, die zehn schönsten Großstädte.
00:44:07: Das sind meistens die gleichen zehn Paris, Rom, Wien und so weiter und sofort.
00:44:12: Und schau dann aber auch... das sind natürlich auch die zehn Städte wo alle Leute, die in hässlichen Gegenden wohnen, auf Urlaub gehen wollen, die dadurch paradoxerweise die Schönheit dieser Städten oft hinunterziehen wie man das gut in Barcelona oder auch in Prag im Sommer sehen kann.
00:44:34: Da werden wir uns noch was einfallen lassen müssen, weil so kann das nicht weitergehen.
00:44:38: oder es gibt da eine tolle Sache in New York oder wir haben zwei verschiedene Bahnhöfe die optisch sehr verschieden sind der Grand Central ein großartiges Jahrhundert Bauwerk und die Penn Station ein ganzer Misslungen ist sechziger Jahrebau.
00:44:56: und es gibt die New England Complex Systems Network die eine App gestaltet haben, die mit Twitter oder X funktioniert.
00:45:08: Die messen kann aus welchem Ort geografisch mehr positive oder negative Nachrichten rauskommen.
00:45:17: PennStation ist immer rot, Quince Center ist immer grün.
00:45:21: Gleiche Funktionen, gleiche Art von Leuten sind Pendler in beiden Richtungen kannst du sagen, ganz ähnlich ökonomisch aufgesetzt und komplett andere Nachrichten kommen raus.
00:45:39: Hast du dich aus deiner Funktion als Designer?
00:45:42: Und eine Rolle als Designfunktion klingt so schnötig!
00:45:46: Aus deiner Rolle als Designer
00:45:48: auch
00:45:48: immer stärker mit Verhaltensökonomie beschäftigt?
00:45:53: Weil ja die Effekte, die du erzielen solltest vom Kunden gewünscht sind oft Nicht nur das Sushé und die Beauty-Office-Selfis, sondern was die Menschen daraus schließen und tun?
00:46:05: Ich meine bei mir ist es so dass mir mittelschnell langweilig wird.
00:46:10: Oder nach den ersten sieben Jahren wo wir Plattenkavers gemacht haben habe ich im Sybethical danach entschlossen... Das hab' ich jetzt glaube ich gemacht.
00:46:18: Da haben wir genug gemacht.
00:46:20: Mach was anderes!
00:46:20: Aber da gibt's noch so viel anderes Interessantes.
00:46:23: machen wir was anderes.
00:46:25: Das waren damals Wir wollten eigentlich große NGOs machen, also Charities.
00:46:31: Weil mich das interessiert hat, war dann schwieriger als ich es mal vorgestellt habe weil die großen Charities hatten alle einen Board und da was Gutes für sie zu machen mit dem Komitee war äußerst schwierig aber versucht auf jeden Fall und dass... Ich hab dann im Zuge auch schon nach dem ersten Sabbattitel bin ich darauf gekommen, dass die Sprache des Designs sehr speziell ist und das sich die... Ich habe ja zuerst auf der Angewandte in New York noch mal studiert.
00:47:04: Die auch wirklich gelernt hab' und ich habe mir überlegt, es ist ja eigenartig, dass ich diese Sprache gelernt hab', und sie bisher eigentlich nur für promotionelle Zwecke eingesetzt hab'.
00:47:17: Ich würde jetzt, aber ich habe gerade Spanisch gelernt, das wird mir niemals im Kopf einfallen zu sagen.
00:47:23: red ich nur noch in Werbesprüchen, in Spanisch und habe dann versucht zu schauen was kann man damit der Sprache noch sprechen.
00:47:33: Was gibt es denn da?
00:47:34: Was kann man mit dem noch ausdrücken was andere Leute mit Sicherheit schon einmal als Schriftsteller ausgedrückt haben oder vielleicht als Filmemacher?
00:47:44: jetzt gibt's etwas zu sagen.
00:47:45: mit der Sprach und ausdem kam eigentlich.
00:47:48: Ich glaube die erste große Serie war Things I've Learned In My Life So Far, also Dinge, die ich bisher im Leben gelernt habe.
00:47:55: Die wir dann damals noch auf Kundenflächen, also auf Bildwurzte von Kunden bezahlt worden sind, die uns diese Flächen zur Verfügung gestellt haben um diese depografischen gelernten Dinge in die Öffentlichkeit zu bringen und
00:48:12: einen Galerieraum zu schaffen.
00:48:14: eigentlich?
00:48:14: Ja, absolut!
00:48:15: Und von dem ging das In den Filmen, mal zu ursprünglich den Film.
00:48:20: Den Happy-Film, der dann aber auch zu einer Ausstellung wurde und dann über die Schönheit und jetzt zum Langzeitenken.
00:48:29: die neuesten Ausstellungen heißen finally something good also endlich einmal was Gutes.
00:48:35: Wo stehen wir jetzt in der Sabbaticale Phase?
00:48:39: Anfang des der fünften Zeit.
00:48:41: Also mein letztes Sabbaticle das vierte ist gerade so Ende gegangen letzten Oktober.
00:48:47: Also von daher jetzt ongoing, sechs Jahre
00:48:50: geht es jetzt
00:48:51: mal weiter.
00:48:52: Aber
00:48:53: wie du eh schon angesprochen hast ist durch die ersten drei Sabbaticals meine Normalzeit sehr sabbaticalartig geworden.
00:49:06: Es vermischt sich.
00:49:09: Wir reden mit Stefan Sagenmeister und manch einer wird dir sagen ich hätte so gern viel mehr über Grafikdesign gehört.
00:49:16: Lass uns da kurz eintauchen und vielleicht auch für dich gedanklich in deiner ersten intervüden Phase, in der wahrscheinlich Vorarlberg too small war, wie es mal ein nicht so wichtiger Politiker ausgedrückt hat.
00:49:27: Und dann vielleicht auch wie in Too Small war und du in New York warst und da lag dir die Welt zu füßen.
00:49:31: Das ist in einer Zeit begonnen.
00:49:33: Du bist mit physischen Album covers aufgewachsen.
00:49:37: Die sind dann in den neunziger Jahren natürlich mit den CDs kleiner geworden aber da waren Booklets.
00:49:42: Da gab's die Möglichkeit, Editions zu machen übers einzelne Produkt hinauszudenken, was nicht viele gemacht haben.
00:49:50: Wie geht es dir heute wenn du Spotify aufmachst und das ist dann eine Briefmarke noch von der Größe?
00:49:56: Also
00:49:57: die Entwicklung glaube ich ist im schlechtesten für die Musiker also für die Designer dass die Möglichkeit ein Studio zu machen wie wir das hatten in den neunzeiger Jahren, dass sich wirklich auch auf Albumcar was konzentriert hat war ja immer sehr gering.
00:50:15: Reine Album-Cover Studio gab's, glaub ich nie mehr als fünf auf der Welt.
00:50:20: Unglaubliche Spezialisierung oder natürlich auch die Möglichkeit Leute kennenzulernen, die zu verstehen und du hast David Burner angesprochen, die Rolling Stones war dabei bis zur OK Go?
00:50:31: Also es war super interessant!
00:50:33: Ich finde auch heute noch die Übersetzung von etwas so Emotionalem wie Musik das aber an sich nicht visuell ist In etwas Visuelles ist eine unglaublich interessante Aufgabe, glaube ich immer noch.
00:50:49: Also die Gestaltung eines Album covers fand ich immer viel interessanter, sagen wir mal wie ein Filmposter weil ein Film ist ja schon visuell das heißt da muss eigentlich einen Drichter hinhalten
00:51:01: und das ikonische Szene genau
00:51:04: da irgendwie das konzentrieren was es schon gibt.
00:51:08: visuell
00:51:09: Wie geht das bei Musik?
00:51:10: Ja viel interessanter, weil es natürlich darum geht die Emotionalität der Musik in ein Bild oder im Falle von CDs vielleicht auch in zwanzig Bildern.
00:51:24: Aber das
00:51:24: heißt du hinsichtlich dem Probeherum gesetzt um mal zuzuhören?
00:51:27: Ganz
00:51:27: genau!
00:51:27: Zu spüren aufzusaugen.
00:51:29: Also unser normaler Prozess damals war ich bin in Studie gegangen und unser Auftrag kam.
00:51:35: während die Bands in den Studios waren haben mit den Leuten die die Musik geschrieben haben oder die komponiert haben, gesprochen darüber wieso macht ein neues Album um?
00:51:47: was geht es im neuen Album?
00:51:49: Was sind die Einflüsse fürs neue Album solche Sachen und versucht überhaupt nicht über Skama zu sprechen weil ich das immer als unsere Aufgabe angesehen habe diese Umsetzung.
00:52:02: Und das war interessant.
00:52:04: wir haben auch es gab so bei uns ein paar Regeln also wenn die Band nicht verfügbar war haben wir's nicht gemacht.
00:52:11: Also wenn wir da gab es manchmal die Situation, dass die Plattenfirma uns priefen wollte.
00:52:17: Ja ist ja auch sehr technokratisch in dem Business insgesamt.
00:52:20: Da kommt der Manager vom Manager und würde dann oder?
00:52:22: Und das haben wir nicht gemerkt.
00:52:24: Haltest du auch bei den Rolling Stones?
00:52:26: Nein!
00:52:26: Bei den Stones war man überhaupt nur mit McChiker unterwegs.
00:52:31: Das war wieder ein spezieller Fall weil die Stones die Rechte für ihre Visuals besitzen.
00:52:38: also Ungewöhnlicherweise, normalerweise ist unser Kunde, als ob wir normalerweise stellen wie die Rechnung an die Plattenfirma.
00:52:47: Bei den Stones haben wir die Rechenungen und die Stones gestellt weil die Stones natürlich das Visual besitzen wollen.
00:52:55: es war ja auch im ersten Briefing vom Jäger dabei.
00:52:58: er will irgendwas was gut gestickt auf einer Baseball-CAPE ausschaut.
00:53:04: also das war sehr finanziell orientiert überraschend für mich Vor allem, weil die besten Covers über die wir gesprochen haben.
00:53:13: Die besten Stonescovers haben alle nicht gut auf einer Bestboy-Gesticht ausgeschaut.
00:53:18: Also
00:53:19: das hat er wahrscheinlich schon fünfmal gehört in seinem Leben?
00:53:21: Ja genau!
00:53:22: Aber an sich natürlich auch für mich interessanter mit Leuten denen du erleben lang schon einmal zugehört hast... Ich war Lurid Fan ich war Talking Hats Fan mit diesen Leuten ... über die Gründe zu sprechen, wieso so ein neues Album zu machen als jetzt irgendwie in Marketing-Mittings zu sitzen.
00:53:42: Also es war schon eine gute Zeit aber auch das... Auch in dem Bereich war halt das fünfundvierzigste Cover nicht so interessant.
00:53:51: Ich stelle mir ständig die Fragen, was du dir jetzt gerade in den Moment denkst, wo ich die ganzen Fragen stelle?
00:53:54: Ich muss mich noch viel mehr anstellen!
00:53:55: Die wird bald langweilig werden nämlich.
00:53:57: Nein,
00:53:58: aber wir hatten ja... Wenn wir jetzt da ganz kurz noch...
00:54:05: Ja, Lou Reed.
00:54:07: Oder bzw.
00:54:07: die Zeit einfach?
00:54:08: Aha!
00:54:08: Da jetzt habe ich den Faden verloren.
00:54:09: Sag du noch mal...
00:54:12: Wenn dir so schnell langweilig wird und wenn das repetitiv wird Und wenn dich auch Gespräche mit den Idoln deiner Jugend weil also es hätte auch ein Musiker aus dir werden können Du standest auf kleinen Bühnen mit einem Instrument in der Hand.
00:54:27: Was für ein Instrument eigentlich?
00:54:29: Ich hab Querflöte gespielt und gesungen Für eine Pro-Rock Band Die nicht gut war Und ich glaube, wir waren... Wir sind einfach komplett falsch gelegen.
00:54:40: Also wir haben damals gedacht als fifteen-sechzehnjährige dass wenn wir die PA und die Verstärker und Instrumente von King Crimson oder Pink Floyd dann werden wir genauso gut.
00:54:56: also das war natürlich sowas von dumm.
00:54:59: Du hast schon gesehen, als du da in dem Proberaum saßt
00:55:03: Bei mir war es dann bei mir
00:55:05: der Album Kunden.
00:55:07: Ja, ja.
00:55:07: also genau als ich die Albenkunden hier und da im Studio Spielen gehört habe und gesehen hab dass sie eigentlich auf der gleichen Stratocaster mit dem gleichen Bänder-Amp gespielt haben wie wir, dann muss ich sagen war ich nie in einer Band weil wenn das eine Band ist das war komplett andere Geschichte Hatte mit uns nichts zu tun.
00:55:33: Nichts zu tun!
00:55:35: Deine Anfänge waren, hast du auch kurz beschrieben im Layout in der Druckgrafik?
00:55:42: Wie ist denn die Lettra Set Buchstaben aufrubbeln und so... Und zur Zeit in der Du in New York warst hat MTV natürlich längst eingeschlagen.
00:55:49: Videos aller Orten aber gefangen auf diesen unpraktischen Fernseheren Die Computer erst langsam und da ein schlechter Qualitätern Windows Media und Real Player wird sich niemand mehr erinnern
00:56:02: dem
00:56:03: Albumcover oder dieser ikonischen Grafik, Druckgrafik auch den Rang abgelaufen?
00:56:07: Oder wie beurteilst du heute wo wir Musikchen wiederkehrenden Clips in sich bewegenden Videosequenzen eigentlich auch visualisieren.
00:56:17: Also insgesamt fand ich Musikvideos gut also vor allem gute!
00:56:22: Es gab ja unglaubliche Kultur von sehr guten Videos.
00:56:27: viele davon sind der auch sehr sehr gute Regisseure von Filmen geworden, Spike Jonze und viele andere.
00:56:35: Insgesamt aber glaube ich dass wenn ich das aus einer Musikrichtung betrachte ist ein Album Cover ein viel idealeres Medium wie ein Musikvideo weil ein Musikvideo viel zu detailliert und deutlich ist.
00:56:50: also wenn ich ein Lied zum ersten mal hör dann ist man viel lieber Ich höre da es nur als Musik und nicht mit Video weil wenn ich es nur mit Video höre, dann habe ich das in meinem Kopf.
00:57:03: Und da ist ein Cover viel angenehmer, weil das kann eine Richtung vorgeben.
00:57:07: Das zeigt einmal auch, dass dieser Band die geht in diese Richtung aber als Einzel-Image oder eine Serie von Images immer noch so frei, dass ich meine komplett eigene Geschichte darum bauen kann.
00:57:23: Darum glaube ich, der Verlusteigend sich ist der größte für die Musiker.
00:57:28: Jetzt dadurch, dass alle meine Freunde Playlisten hören.
00:57:37: Wo sie weder wissen wie die Band ausschaut oder die Musikerin ausschalt noch wissen den noch den Namen von der Musikerin Wissen.
00:57:46: das heißt wenn die Musikin in ihre Start live spielt wüssten Sie nicht einmal ach das ist die wo ich im Büro immer mein Lieblingslied gehört habe.
00:57:56: Das gibt's Ausnahmen, aber man sieht es ja auch das bei den großen Touring Acts.
00:58:03: Das sind mit Ausnahmen.
00:58:05: also klar da gibts die Taylor Swift Aber Die andere die ganzen anderen grossen Touring acts sind immer noch Leute wie Metallica und so weiter und sofort.
00:58:16: Also leute die in der zeit wo es noch covers gab ihre ihre Brand groß gemacht
00:58:23: habe.
00:58:23: Und würde dich auch null reizen, wenn Taylor Swift sich meldet von mir aus?
00:58:27: Null!
00:58:27: Auch selbst und sagt bitte komm Revival jetzt nach all den Jahren.
00:58:32: Nein nicht.
00:58:32: also das ist so...
00:58:35: Auch kein Gefühl drin ich hätte es anders gemacht.
00:58:37: oder wenn du kaufst ja auch gerne Vinyl nach wie vor.
00:58:41: Ja die Qualität von der Vinyl Albumgestaltung ist wahnsinnig hoch.
00:58:47: man konnte vielleicht sogar Von der Qualität her betrachtet vom goldenen Zeitalter Rechnern.
00:58:55: Aber die, das ist natürlich ein kleines Spartenpublikum.
00:58:59: oder Leute, die Milliarden Streams auf Spotify haben verkaufen zehntausend Benülalten.
00:59:07: also das ist...
00:59:08: Man freut sich über den Revival aber dass es produziert wird ja
00:59:12: absolut!
00:59:13: Aber ansonsten gar nicht, das wäre so ein bisschen wie wieder zu einer ganz alten Beziehung zurückzugehen.
00:59:21: Also das macht mich nicht an, mache lieber was
00:59:23: Neues.".
00:59:25: Umgeben sind wir ja auch und da gab es in Österreich vor einiger Zeit einen weiteren Versuch Kinder vom Handy zu entwöhnen, fernzuhalten, das Smartphone wegzulegen und das ist dann schon drei Wochen lang ziemlich kompliziert.
00:59:39: wie geht's dir eigentlich in diesen ja wie vorgegebenen Umgebungen die wir seit sieben also seit Erfindung seit uns Steve Jobs das iPhone gegeben haben sich unser Leben ja massiv verändert?
00:59:48: Und sehr vieles passiert auf einem flachen Bildschirm, also so ziemlich alles mit Kommunikationsdesign.
00:59:53: Was da drauf passiert?
00:59:55: Wie geht's dir selber wenn du plötzlich aus einer Flat-Design-Error wo alles zurückgenommen Johnny Eifmäßig reduziert wurde und jetzt kommt dann Liquid Glass und die KI generiert irgendwas und alles bewegt sich es wird bunt.
01:00:08: wie gehts dir selber auf iOS beispielsweise?
01:00:11: Ja ich mach physikalische Bilder.
01:00:16: Ich kaufe auf kleinen Aktionshäusern zwei oder drei hundert Jahre alte Bilder zur Schneide, die uns jetzt physikalische Dinge dahinein die ausschauen wie minimalistische Kunst, aber Datenvisualisierungen sehr.
01:00:30: Also und das hat natürlich einen Grund weil mich auch also Paranom als Gestalter dieses niefertige immer sich verändernde Nichts Nicht so anmacht, ist einfach nicht zu befriedigen.
01:00:47: Ich sehe das... ich habe früher gedacht es hat vielleicht mit meinem Alter was zu tun, aber sehr bei jetzt gerade wenn ich auf irgendwelchen digitalen Konferenzen einen Vortrag halte wo ich danach dreißig zwanzigjährige Runde um mich hab die alle irgendwie fragen wie komme ich in irgendeine Sparte wo man wieder irgendwas Physikalisches machen kann Auch
01:01:10: weil das digitale Flüchtling damit ist, auch wenn sie sich ständig bewegt.
01:01:13: Ja also man sieht dass ich sehe es bei mir in meiner Beziehung meine Partnerin die lange Interfaces für Virtual Reality Programme gestaltet hat und jetzt im letzten Jahr einen Kronleuchter aus Porzellan gemacht.
01:01:35: Aus genau diesem Grund oder wenn im Brooklyn, in Williamsburg.
01:01:42: In dem Bezirk wo der Prozentsatz von den Leuten die digital arbeiten am größten sind gibt es auch die meisten Leute die Marmelade einmachen und wochnende Holstühle schreien lehren machen und solche weite
01:02:00: Sachen.
01:02:02: also ich glaube es gibt eine Verinnerlichte, Liebe zu Dingen die anfassbar sind.
01:02:10: Das ist natürlich auch... Also ich kann mich da auch noch erinnern unter den Berufen als wir viel über das Glück nachgeforscht haben waren die Schreiner gerade die Möbelschreiner immer ganz oben weil die halt gesehen haben, was sie gemacht haben am Abend.
01:02:27: Ich habe am Morgen dieses Stuhl angefangen und jetzt steht er da und schaut gut aus und ist so geworden wie ich ihn ungefähr wollte.
01:02:33: Werst du befriedigend
01:02:34: sein?
01:02:34: Aus heutiger Perspektive gerne ein Schreiner geworden?
01:02:38: Nein glaube ich nicht!
01:02:39: Also weiß sich sogar nie das ich nicht, weil wir haben im zweiten Sebastik relativ viele Möbel gestaltet also zwei und drei Lähnstühle, ein paar Lampen, eine Decke usw.
01:02:57: Und da hätte ich die Zeit und die Möglichkeit gehabt – das war in Indonesien – dass auch selber zu machen!
01:03:05: Als sich die Zeit oder die Möglichkeit hatte, das selbst zu machen, wollte ich die Gestaltung des Dinges machen und habe jemand angestellt, der das fertiggestellt hat.
01:03:15: Also nein, es war also... Das ist
01:03:17: die restliche Zeit auf Bali, glaube ich.
01:03:19: Ganz genau.
01:03:21: oder lieber noch eben statt, ich hätt's vielleicht nicht zu drücken.
01:03:25: Ist ja auch relativ steile Lerngräufe also und das wäre für mich zu einengend gewesen.
01:03:31: Also zum Beispiel die drei Lehnstühle, die wir gemacht haben war einer aus Rattan, einer aus Edelstahl mit Taiwagg und der Dritte aus Tiegholz.
01:03:42: Komplett verschiedene Techniken total verschieden in der Herstellung.
01:03:47: Das heißt, wenn ich einen selber gemacht hätte Wenn ich jetzt den Edelstahl selber gemacht hätte, ja mein Gott also Edelstad zu schweißen bis sich das gekonnt hätte in dieser Präzession da wäre das Jahr drauf gegangen.
01:04:01: Also ich glaube da hätt' ich ein Jahr gebraucht einfach technisch auf diesen Level zu kommen.
01:04:07: dass ich das selber dann hat mich viel zu wenig interessiert.
01:04:11: Aber du
01:04:11: siehst auch für junge Leute wenn die das hören und sich auch fragen soll ich mehr ins digitale nur oder spielt die Materialität eine Rolle?
01:04:20: Der ist schon auch eine Gegenbewegung da zum Digitalen und eine große Sehnsucht nach materiellen.
01:04:26: Und jetzt sowieso, also ob ich jetzt als junger Mensch ins Digitale möchte... Jetzt würde ich mal sagen es schwierig, weil's wahnsinnig schwer vorauszusehen ist oder vielleicht sehr einfach voraus zu sehen dass jeder Beruf der rein digital ist eine große Wahrscheinlichkeit hat das jetzt zu werden.
01:04:49: Und da, glaube ich ist das physische nochmal sehr wichtiger.
01:04:52: Das war jetzt halt
01:04:53: bei mir keine Rolle gespielt also... Ich bin nicht ins Physische gegangen weil ich schon vor sechs Jahren die Entwicklung der KI voraus gesehen habe.
01:05:02: Das waren so ein Zufall!
01:05:04: Wie
01:05:04: geht es dir heute eigentlich mit der KI?
01:05:06: Wenn ich gerade eben bei Chatchi Pity angediebt, da stellen wir eine Grafik datenbasiert Mit folgenden Zahlen im Stil von Stefan Sagenmeister
01:05:13: Kommt was raus?
01:05:14: Naja Es tut uns leid Aber der Prompt verstößt möglicherweise gegen unsere Schutzmechanismen in Bezug auf die Ähnlichkeit mit Inhalten dritter.
01:05:22: Und ins Kanzel liegen, dass ich das aus der EU heraus abgefragt habe.
01:05:25: Wenn ich nicht recht habe und wir uns geirrt haben dann schreibt es bitte noch einmal.
01:05:28: Dann hab' ich gesagt na du hast nicht recht natürlich weil er sich vorsieht zu tun ist.
01:05:33: Aber es bleibt dabei.
01:05:34: also die Bilderstellung wurde angehalten.
01:05:36: Alles klar!
01:05:37: Das war jetzt Chat oder wer ist das?
01:05:38: Das
01:05:38: war Jatship, das war Open
01:05:40: AI.
01:05:41: Also wenn jetzt das Cloud gewesen wäre... Wäre es wahrscheinlicher gewesen, dass das nicht durchgeht.
01:05:47: Bei Chat wunderts mich und jetzt kann man's noch bei Grog probieren.
01:05:51: Da
01:05:51: geht alles!
01:05:52: Da
01:05:52: wird's wahrscheinlich durchgehen nämlich auch
01:05:54: noch oder?
01:05:54: Ja da könnte ich auch den nackten Stefan sagen Meister von deiner Einladungskarte der ersten Agentur anfordern.
01:06:00: Den
01:06:00: sich und vielleicht noch nackiger machen.
01:06:02: Noch
01:06:03: nackig gemacht
01:06:04: genau.
01:06:04: Es gab jetzt auch... Irgendwer war, wir haben gerade eine kleine Postausstellung gemacht in Nürnck und da waren befreunderte Designer auf der Auf der Ausstellung, da ist meine erste Nackte-Einladungskarte im Hintergrund gesessen und er hat Bilder gepostet bei sich auf Instagram.
01:06:22: Die haben sie mir noch mal gesperrt!
01:06:24: Diese Nacktereinladungskarte müssen wir aber noch kurz erklären.
01:06:26: das war die Einladung als du frisch angekommen in New York quasi deinen Claim gemacht hast hier IM Da hast du dich nackt verschickt?
01:06:35: Ja ja es war mit Kurzem und langen Penis Und dann gab's halt ein Text dazu.
01:06:43: Die Zeit mit dem kurzen Penis war bisher nicht für andere gearbeitet.
01:06:46: Jetzt mache ich mein eigenes Studio auf, das war eine Zeit wo man Peniswitze machen konnte und das hat auch vielleicht ein anderes.
01:06:57: wo ich Schiss hatte also meine damalige Partnerin gesagt du wirst deinen einzigen Kunden verlieren den Du hast.
01:07:05: Ich habe es dann aber trotzdem gemacht und war da nach paar Wochen später bei dem Kunden im Büro.
01:07:11: Der hat ein reinweises Büro und das einzige Ding, was an der Wand gehangen ist war meine Einladungskarte.
01:07:17: Mit einem Post-It drauf und auf dem Post-it stand so etwa the only risk is not to take risks.
01:07:29: Und der Kunde hatte hier verschiedene Firmen die er uns dann alle gegeben hat.
01:07:34: also wir haben noch vier Identity ersten Jobs vom Studiobahn Die vier Identities für seine Vierfirmen.
01:07:41: Also das hat funktioniert und die Einladungskarte wurde zu Dutzenden Malen in jedem Design-Magazin der Welt, also bis nach Indonesien abgedruckt und hat uns eigentlich oder das war eine Postkarte, es hat dreihundert Dollar gekostet da druckte der Postkarten nicht halt ausgeschickt habe, war dann aber mit einem Schlag waren wir irgendwie angekommen als Studio, also hat als Kommunikations Mittel sehr gut funktioniert.
01:08:11: Das heißt, was ich daraus nehme, Mut lohnt sich?
01:08:14: Das ist bei mir muss ich sagen mein ganzes Leben langsam geblieben.
01:08:18: also das ist... Ich weiß das und muss mich aber trotzdem immer wieder neu überwinden.
01:08:24: Also das ist vielleicht ein bisschen leichter geworden mit der Zeit.
01:08:29: Aber wenn ich drüber nachdenke wie oft es gut ausgegangen ist praktisch immer und zwanzig mal neunzehn Mal gut Würde ich mir eigentlich das verinnerlicht haben und immer mutig sein, ist aber leider nicht so.
01:08:45: Das
01:08:46: heißt wenn du dich selber fragst, ist es jetzt eine zu verrückte... Ein zu bolder Move wie auch immer man da sagen würde?
01:08:52: Ist es eine zu verrückte Wende dann wird die Tendenz bei dir zwischenzeitlich auch dazu gehen kommen.
01:08:58: Probieren wir's!
01:08:59: Wenns
01:08:59: mal gut geht mach ich, sonst wenn's mal nicht so gut geht sehe ich trotzdem den Schwanz ein.
01:09:05: Die kurzfristigen Krisen Ich folge deiner Lehre, wir sollen sie nicht beachten.
01:09:09: Langfristig wird alles besser und trotzdem sitzt man in dem Loch und trotzdem sieht es traurig aus.
01:09:13: Helfen auch in persönlichen Krisen?
01:09:15: oder kann auch langfristige Denken- und Datenlagen in den persönlichen Krisen einem Mut zusprechen?
01:09:22: Absolut!
01:09:23: Also Beispiel von der letzten Woche, gerade vor dem Subjekt habe ich noch das die Terrasse renovieren lassen.
01:09:34: jetzt gibt's da schon wieder
01:09:40: Da
01:09:40: kommt das Wasser rein.
01:09:41: Ich habe mich natürlich wahnsinnig geärgert in der neu gerichteten Terrasse, wo jetzt geblättelt ist.
01:09:51: Mit Vorarlberger Handwerken wäre das nicht passiert.
01:09:55: Man kann sagen
01:09:57: es wurde nicht körig gemacht.
01:10:04: Wo ich dann draufgekommen bin... dass es kein einfaches liegt, sondern ein schwierig zu finden ist.
01:10:12: Da war ich einmal zwei Stunden sehr bedrückt und dann irgendwann haben wir gedacht okay, aber jetzt schauen wir mal die Situation an.
01:10:18: oder also... Ich habe gerade wieder ein gutes Jahr vor mir.
01:10:22: Ich komme frisch aus dem Sybethikele Meine Reisetätigkeit hat sich gerade ein bissel... Es ist gerade auf der Unterkurve, ich hab' jetzt die nächsten Monate auch wirklich in New York.
01:10:34: Inzwischen seid ihr wieder ein bisschen anders.
01:10:35: Ja man kann
01:10:36: dich auch hier sehen.
01:10:36: übrigens kurzer Einschub In Berlin ein Vortrag im Sommer, glaube ich.
01:10:42: Ausstellungen gibt es ja... Du warst in der Alpenkarte, bist du schon auf Tournee auch?
01:10:47: Bin
01:10:47: schon unterwegs oder so aber auch glücklicherweise jetzt mal wobei jetzt bin ich in Mailand nächster Woche aber auch wieder gut in New York.
01:10:59: Ich bin in einer Beziehung die man sehr viel also die Gut ist, die Langzeitige ist und meiner Partnerin und mir sehr gut tut.
01:11:10: Ich kann im Prinzip machen, was ich will mit dem Studio also es ist komplett frei.
01:11:15: Ich muss keine Auftragsarbeiten machen.
01:11:19: Ist das auch etwas Befreiendes?
01:11:20: Weil das wissen ja nicht alle du wolltest ja immer klein sein.
01:11:22: Du hast alles getan damit dass nicht ein Riesenstudio wird.
01:11:26: Ja ich habe dann ein großes Vorbild gehabt den Tivo Kahlmann wenn er mich mal gearbeitet hat bevor dem Studio Und als ich den gefragt habe, soll man Tipp geben und da gesagt war all the only difficult thing is not to grow in a design studio.
01:11:44: Everything else easy.
01:11:47: Das hab' ich meistens befolgt.
01:11:50: in der Zeit wo die Jessica Walsch Partnerin war und sie wachsen wollte sind wir dann auch größer geworden weil natürlich einem Partnerin auch einen gewissen Freiraum Geben muss.
01:12:02: Wie groß war dir da, dreißigvierzig?
01:12:04: Ja,
01:12:04: fünfundzwanzig.
01:12:05: In
01:12:05: meinem Labor nochmal fünfund zwanzig Freelancer-Fehlern vor zweizig also schon relativ groß und es hat mir wie ich's mir erwartet hatte nicht gefallen
01:12:14: weil es Pflichten mit sich bringt.
01:12:16: ja weil dann hast du bist du HR-Person.
01:12:19: wir waren nicht groß genug dass wir eine HR Abteilung gehabt hätten.
01:12:23: aber das du hast halt diese ganzen politischen Dinge also Kleinpolitischen innerhalb des Studios denke, die denken, die sind talentierter wie die.
01:12:35: Die glauben und so weiter und so fort.
01:12:38: Und das hat mich nicht interessiert und das Kleinstudio also für mich ist das beste vier fünf Leute.
01:12:47: Das funktioniert irgendwie am besten.
01:12:49: da gibt's eine klare Rollenverteilung.
01:12:52: Sind die Rollen auch nicht so vergleichbar?
01:12:56: Gut allen gut Ja, das gefällt
01:13:00: mir gut.
01:13:13: Wir haben immer in unserem Podcast zwölf Schnellfeuer-Fragen einen Wordrap.
01:13:18: die sind natürlich auch für Manager gebaut.
01:13:22: aber ich stelle dir einfach und würde ein kurzer Antwort bitten?
01:13:26: Gerne!
01:13:27: Vier Tage Woche oder sieben Tage Woche?
01:13:29: Vier.
01:13:30: Sport vor oder nach der Arbeit?
01:13:33: Vor.
01:13:34: Führst du deinen Terminkalender selbst?
01:13:37: Auf welche Eigenschaften achtest du am meisten, wenn du Leute kennenlernst?
01:13:41: Feinfühligkeit und Gutherzigkeit.
01:13:46: Und vielleicht auch mit Sicht auf das große Studio.
01:13:49: gibt es eine gute Art zu kündigen?
01:13:53: Besserer Job!
01:13:55: Was ist dein wichtigster Softskill?
01:13:58: Organisiert.
01:14:00: Spreche hier mit einem zweifachen Grammy-Gewinnern und frage trotzdem welches Networking Event ist das
01:14:05: Wichtigste?!
01:14:06: Tat.
01:14:08: Ja?
01:14:09: Office, Homeoffice oder Hybrid?
01:14:12: Hybrid
01:14:13: Welche Eigenschaft hat dich an die Spitze gebracht?
01:14:16: Chiric Schaffer?
01:14:19: Wie übersetzt man Chirik eigentlich auf ein chiriges Hochdeutsch?
01:14:22: Das ordentlich ist ja nicht klar alles.
01:14:24: Nein.
01:14:25: aber also ich glaube dass die Dinge so fertig gestellt werden das man sie selber nicht besser machen könnte
01:14:35: Und ich schwingte auch so ein ganz oder gar nicht mit irgendwie von der Attitüde.
01:14:38: Ja, absolut!
01:14:40: Ich glaube dass in Vorarlberg – also in der Ostschweiz – wenn ich ins Buchgeschäft gehe dann sehe ich dort zwanzig Titel die alle nur Schweiz bezogen sind und die unglaublich gestalterisch aufwände gemacht werden.
01:15:02: wo ich weiß da hat jemand drei Jahre seiner Deines Lebens hineingesteckt und die Auflage ist wahrscheinlich fünfhundert oder tausend.
01:15:10: Also da verliert jeder einen Haufen Geld dabei, das sind lauter Liebesarbeiten, die hörig fertiggestellt worden sind, wo es komplett egal war ob man, ob das jetzt, ob sich das rentiert oder
01:15:23: nicht?
01:15:24: Und all das könnte man zusammenfassen mit einem bewunderten Blick und einem kurzen auch kürig.
01:15:31: Gibt es eine Work-Life Balance?
01:15:34: Klar!
01:15:35: Ja, also ich bin kein Wirko-Hollig.
01:15:41: Ich war einmal zwei Jahre lang in Hongkong in der Zeit.
01:15:45: Sechzehn Stunden täglich dran.
01:15:48: Du warst in deiner ganzen Karriere nur zwei Jahre angestellt oder?
01:15:51: Das waren diese zwei Jahre
01:15:53: und das hat man nicht gefallen.
01:15:54: Also das war...ich wusste dann dass wenn ich so weitermachen würde bin ich mit fünfunddreißig nicht mehr Designer und das war mir zu schade, weil ich gern Designer war.
01:16:05: Und ich habe dann im Studio als im eigenen Studiumfach gesagt wir fangen am zehn an, wir hören am sieben auf und wir arbeiten länger wie sieben oder am Wochenende nur mit richtigen Katastrophen.
01:16:19: also es muss ein wirkliches Ding sein.
01:16:21: ansonsten sind wir um sieben draußen und auch das hat super funktioniert.
01:16:27: Das ist für dich ein gutes Unternehmen.
01:16:30: Einer ist das Dingemacht, die ein Recht zu haben in der Welt zu stehen und dass diese Dinge in einer Atmosphäre vollbringt.
01:16:45: Die den Leuten, die in dieser Firma beschäftigt sind, Freude
01:16:49: macht.
01:16:50: Und dein Tipp an junge Menschen, die erfolgreich werden wollen?
01:16:55: Versuche so gute Arbeit zu
01:16:57: machen wie du kannst.
01:17:04: Vielleicht zur Abrundung noch, was vielleicht auch jetzt den Hörern, auch jenen die uns auf YouTube sehen aufgefallen ist.
01:17:12: Du bist seit über dreißig Jahren in Amerika und hörst dich nicht wie der Orney Sports Nacker an sondern man kann vorzüglich mit dir sogar im Vorarlberger Dialekt reden.
01:17:22: Hörst dich eben so an wie sich ein Vorarlberger anhört, der Hochdeutsch spricht?
01:17:28: Wie hast du dir die Sprache überhaupt erhalten und diesen Bezug?
01:17:30: Du hast ja laufend regelmäßige Bezüge zur alten Heimat?
01:17:34: Also ich habe zwei Brüder und drei Schwestern.
01:17:38: Und bin mit denen gut im Kontakt, komme auch relativ häufig als wenn es ein Geburtstag oder Hochzeit oder so was gibt, bin ich meistens dabei, hab' mit einer Schwester ein wöchentliches Telefongespräch aber darüber hinaus habe ich da nichts bewusst gemacht.
01:18:01: Also bei Vorträgen passiert es mal hier und da.
01:18:04: Wenn ich einen Vortrag auf Deutsch halten muss, dass sich sehr viele, gerade im Fachbereich englische Wörter unterkommen... Ich entschuldige mich dann immer weil mir das immer so verbig vorgekommen ist.
01:18:17: oder ich kann mich erinnern wenn
01:18:19: einer sagt wo ist die Attitude?
01:18:20: Ja ja ja und ich gehe auf Meetings und den ganzen Scheiß!
01:18:24: Oder ich kann im Fernsehen.
01:18:30: Ich glaube, das war noch mit der Vera Ruswurm den Joe Savinole gehört zu haben und er hatte einen Pilzmantel an und hat so halb Englisch, halb Deutsch gesprochen und ich habe mir gedacht, so ein Arschloch!
01:18:45: Also ich hab das... Aber ich habe das natürlich... Das war ich sechzehn.
01:18:51: Ich habe das auch nicht verstanden.
01:18:52: also mir ist das als reine Angabe vorgekommen, aber das war es wahrscheinlich gar nicht.
01:18:58: Wahrscheinlich hat er einfach lange, lange, lang in Amerika gewohnt und ich sehe da schon... Ich habe hier und da mal nichts sehr häufig, aber wenn ich jetzt einen älteren Menschen, einen älteren Österreicher treffe der seit fuchzig Jahren also bei mir sind das jetzt ja auch schon vierzig oder so.
01:19:20: Aber wenn ich jemand, der vielleicht noch zehn Jahre, fünfzehn Jahre länger ist dann hört sich das, dass kommt in die Sprache rein.
01:19:30: Das kann bei mir auch passieren, wer weiß?
01:19:32: Also
01:19:33: aktuell bist du jetzt safe wie die jungen Menschen wahrscheinlich sagen würden.
01:19:40: Wie geht es dir wenn du zurückkommst nach Österreich?
01:19:42: was sind Dinge auf die du dich freust, die du bemerkst?
01:19:46: Was für Gerüche!
01:19:48: Das ist ja oft auch ein sehr haptisches, mit allen Sinnen erlebbares Thema, wenn wir zurückgekommen.
01:19:54: Also ich bin gerne hier, also wohl im Frauelberg als auch in Wien.
01:19:58: Wenn ich hier bin, also in Wynn, ich schaue natürlich die ganzen Institutionen an.
01:20:03: Ich war gestern auch sehr positive überrascht, in welchem guten Schuss das mag.
01:20:09: Also da gibt es nicht jede Ausstellung gemacht aber es sind sechs, sieben, acht Ausstellungen drin, also das rentiert sich dorthin zu gehen.
01:20:21: Wir haben das die... ...die... ...Ninzenhundert-Ausstellungen, also Etappe neu gemacht.
01:20:27: Super!
01:20:28: Und nicht ausgezeichnet.
01:20:30: Grundsätzlich glaube ich dass die österreichischen Institutionen gut sind.
01:20:34: Also im guten Schuss sind es ob das jetzt das Kunsthistorisches oder das Belvedere?
01:20:40: Oder die Albatina?
01:20:43: Also da gibt's einfach viel Gutes beim Leopold auch.
01:20:46: Also es gibt einfach viel gutes.
01:20:48: Es könnte noch mehr gutes zeitgenössisches
01:20:52: geben.
01:20:54: Ich war im letzten Servietteklammer die ersten vier Monate in Madrid und die zweiten Achtern in Guadalajara, in Mexiko.
01:21:03: In Madrid ist man so auf einer endlichen Schiene vorgekommen wie Bienen.
01:21:08: Es gibt Zeitgenößisches aber das könnte sich verbessern.
01:21:12: Aber kein Boot bedienen
01:21:13: kann.
01:21:13: New Museum
01:21:14: Da könnte, also da ist jetzt gerade mit New York schwer zu vergleichen.
01:21:18: Aber mit Paris oder London kann es natürlich verglichen werden und da passiert in Paris und London mehr.
01:21:24: Also aber grundsätzlich besuche ich Österreich natürlich gerade aus der Ferne mit sehr wohlwollenden Blick weil es natürlich insgesamt sehr, sehr vielen Leuten gut geht hier trotz... Ich weiß natürlich auch dass das wenn man hier ist die Sicht wieder ganz anders ist, aber so in vielen Dingen.
01:21:46: Also gerade wenn ich schaue dass es immer in Wien gerade, wenn man jetzt nicht gerade im ersten Wohnen will noch relativ günstig im Vergleich zu anderen Großstädten, zu anderen schönen Großstäden vor allem oder wohnen kann auch... Ja also ich bin sehr gerne hier.
01:22:06: Wir denken in, du denkst Insobaticals.
01:22:09: Es ist jetzt eine Periode vor dir, in der noch was geht sozusagen.
01:22:14: Du hast doch schon sehr früh in deinen Arbeiten mit Bucketlists gearbeitet, was man abgehackt haben will.
01:22:20: Mir Fraalberger sind ja alle sehr... Hand und Fuß muss das haben.
01:22:26: Worauf können wir uns einstellen?
01:22:27: Was passiert den kommenden Jahren?
01:22:28: Was hast du vor?
01:22:29: Was möchtest du noch machen?
01:22:31: Was treibt dich an?
01:22:32: Worauf bist du hungrig?
01:22:34: Also das letzte Sepatical ganz unterschiedlich wie alle anderen habe ich eigentlich am Thema weitergearbeitet und kein neues angefangen.
01:22:44: Die Sebetikle-Eins, zwei, drei waren ja auch immer zum Formen des Grundstocks von neuen Themen da.
01:22:52: Und im vierten habe ich bewusst gesagt naah, ich bleib bei dem Thema Langzeitenken oder naues Bett oder wie immer man das nennen will weil ich das Gefühl hatte dass ist er nicht fertig.
01:23:04: Da gibt es noch Sachen.
01:23:06: hab dann auch im Sepetik angefangen, Skulpturen zu machen oder Installationen und da bin ich jetzt grad dran.
01:23:12: also wir planen eine große Ausstellung für Paris für den Herbst.
01:23:16: In diesem Thema das wird heißen endlich einmal was Gutes Also auch französisch nämlich an aber von dieser Richtung Und haben da versucht eine Ausstellung zu machen die die Leute interessiert also der wird es auch Videos geben usw.
01:23:31: und sofort Die eben einen bisschen Zuckerbrot anbietet.
01:23:37: zu der Peitsche.
01:23:39: Ich finde sie auch gerade in Frankreich wahnsinnig interessant, ich frage zum Beispiel meinen Publikum immer wenn ich bei Vorträgen doch Hände aufzeigen, wer glaubt dass wir nahe am Ende der Menschheit sind?
01:23:53: Wer glaubt es wird langweilig?
01:23:55: Wer glaube das wird super?
01:23:56: Wer ist Wahnsinnig optimistisch?
01:23:58: und dann frage ich das ganze zum zweiten Mal für sich selber persönlich die Meinung persönlich immer viel, viel positiver wie die allgemein Meinung.
01:24:11: Und das Allgenartige ist dass das jedem einzelnen Menschen auf der Welt in jeder Kultur so geht.
01:24:17: also das heißt da gibt es einen Fehler irgendwo.
01:24:21: wenn jeder für sich denkt es geht uns viel besser bis allen anderen geht ist irgendwann ein Fehler.
01:24:27: der.
01:24:27: das ist so... Da gibt's eine ganze Sparte in der Psychologie d.h.
01:24:31: der Optimism Gap Dieser weiß ich das Wort nicht mehr.
01:24:36: Ja, es ist ein Fragismus... Es ist ein großer Unterschied als vorallem eine Schlucht dazwischen, aber das stimmt dir nicht.
01:24:46: Ich habe ja die Kei hier nicht ausgezeigt und wir gucken jetzt.
01:24:50: Und die Hörer können kommentieren wie furchtbar das alles ist.
01:24:54: Lücke!
01:24:55: Dankeschön.
01:24:56: Die Optimismus-Lücke?
01:24:58: Und die ist nirgendwo so groß wie in Frankreich.
01:25:01: der Unterschied zwischen Wie es einem selber geht und wie es Frankreich geht, ist nirgendwo auf der Welt so groß wie in Frankreich.
01:25:09: Ist eine interessante Sache!
01:25:11: Eine interessante Sache war auch das Gespräch mit dir?
01:25:13: Wir sind weit über die Zeit, habe dich nahezu doppelt so lange beansprucht, wie ich es versprochen hab ursprünglich.
01:25:19: Danke, dass du die Zeit genommen hast.
01:25:21: Danke für die Einblicke.
01:25:21: Es
01:25:21: war auch ein Spaß an ausgezeichneter Weg einen Mittwoch-Vormittag zu verbringen.
01:25:26: Ja und dass sie nicht langweilig geworden ist, ist unsere größte Auszahlung.
01:25:29: vielen Dank.
01:25:30: Dankeschön
01:25:31: Ja, eine Folge mit Überlänge.
01:25:32: Wenn sie euch gefallen hat, wir freuen uns auf eure Kommentare, eure Hinweise, eure Likes auf den Podcast-Plattformen eures Vertrauens natürlich auch auf YouTube wo es diesen Podcast zum Sehen
01:25:46: gibt!
01:25:46: Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt dann tut ihr das am besten mit einem Abo.
01:25:50: Weitere Informationen dazu gibt's unter abo.derstandard.at.
01:25:55: Diese
01:25:56: Folge wird produziert von Christoph Neuwirt und Tobias Hollup Schold.
01:25:59: Wilhelm ist unser Chef vom Dienst.
01:26:02: Die Musik kommt von Maximilian Blass, mein Name ist Gerald Riedmann und ich freue mich wenn wir uns schon in Belde wieder hören!
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