SBO-Chef Klaus Mader: Trumps Öl-Rausch, Europas Defizite, Energiehunger

Shownotes

Er hat eines von Österreichs stolzesten Traditionsunternehmen im Metall-Bereich übernommen: Klaus Mader, CEO des börsennotierten Unternehmens Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment, kurz SBO. SBO, Hauptquartier in Ternitz, NÖ, stellt unter anderem Bohrwerkzeuge für die Öl- und Gasindustrie her. Doch Umsatz und Gewinn brechen ein, CEO Mader steht vor seiner größten Aufgabe: Er baut den alten Ölfeld-Ausrüster zum Hochpräzisions-Technologiekonzern im Energiesektor um. Wie er das macht, darüber hat Petra Stuiber vom STANDARD mit ihm gesprochen. Und sie fragt ihn, was er von Trumps Wirtschaftspolitik hält und wo er Österreichs Zukunft sieht.

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00:00:05: Er hat eines von Österreichs stolzesten Traditionsunternehmern im Metallbereich übernommen.

00:00:10: Klaus Marder heißt er, er ist der CEO des Börsenotierten Unternehmens Schöller-Blackman – kurz SBO.

00:00:17: SBO mit Hauptgradienternitz in Niederösterreich stellt unter anderem Boa-Maschinen für die Öl und Gasindustrie her.

00:00:25: Doch zuletzt sind der Umsatz und Gewinn des Unternehmen eingebrochen.

00:00:29: CEO Marders steht vor einer seiner größten Herausforderungen.

00:00:32: Er baut

00:00:33: den alten Ölfeld Ausrüstern zum Hochpräzisions-Technologiekonzernen für den gesamten Energiesektor um.

00:00:40: Wie er das macht, darüber sprechen wir heute und ich frage ihn außerdem was er von Trumps Wirtschaftspolitik hält und wo er Österreichs Zukunft zieht?

00:00:48: Ich bin Bittra Stuber und das ist der CEO Podcast des Standard.

00:00:58: Herr Madder schön dass Sie da sind.

00:00:59: willkommen!

00:01:00: Bevor wir starten lassen sie uns eine kleine Lockerungsübung machen ein Wordrap.

00:01:05: Ich stelle Ihnen zwölf Fragen, die Sie im allerbesten Fall mit einem Wort beantworten.

00:01:11: Sind Sie bereit?

00:01:11: Sehr gerne!

00:01:12: Vielen Dank!

00:01:13: Erste Frage Vier Tagewoche oder sieben Tagewochen?

00:01:18: Weder noch dazwischen

00:01:20: Sport, Bohr- oder Nachteuerarbeit

00:01:23: Bei mir vor der Arbeit.

00:01:25: Führen Sie Ihren Terminkalender selbst

00:01:28: Nicht ganz selbst aber ich bin sehr stark involviert also teilweise.

00:01:32: Auf welche Eigenschaften achten Sie bei Bewerbern am allermeisten?

00:01:38: Auf die Persönlichkeit, auf natürlich auch den Fit ins Unternehmen.

00:01:44: Die Neugier, die Leidenschaft, die mit der Bewerbung auch mit sich geht.

00:01:49: Gibt es eine gute Art zu kündigen?

00:01:52: Kündigungen sind immer unangenehm aber sie sollten offen ehrlich transparent sein mit einer klaren Angabe der Gründe ob es die wirtschaftliche Situation oder die Performance des Arbeitnehmers ist.

00:02:07: Was ist denn Ihr wichtigster Softskill?

00:02:10: Ich denke, dass ich sehr empathisch bin, Stimmungen gut einschätzen kann und auch sehr überzeugend und leidenschaftlich Positionen vertreten kann.

00:02:21: Auf welches Networking-Event können Sie nicht

00:02:24: verzichten?!

00:02:25: Ich kann auf jedes Networking Event verzichten wenn ein beruflicher Termin gleichzeitig ist!

00:02:32: Office, Homeoffice oder Hybrid?

00:02:35: Office

00:02:36: Welche Eigenschaft hat sie an die Spitze gebracht?

00:02:41: Fleiß, Disziplin auch die Performance in den vorhergehenden Tätigkeiten.

00:02:49: Sollten Vieter und Mütter gleich lange im Elternkarenz gehen müssen?

00:02:55: Eine Frage mit der ich mich nicht wirklich im Detail beschäftigt habe.

00:03:00: Dadurch bin ich jetzt schwer, das in einem Wort zu beantworten.

00:03:03: Ihr Tipp an junge Leute die erfolgreich werden wollen?

00:03:06: Macht das wovon ihr überzeugt seid?

00:03:10: Macht es mit Enthusiasmus und mit Leidenschaft.

00:03:13: dann werdet ihr zufrieden unerfolgreich sein!

00:03:16: Wunderbar vielen Dank.

00:03:17: fühlen Sie sich aufgewärmt?

00:03:18: absolut.

00:03:19: Dann starten wir mit den schwierigeren Fragen.

00:03:21: sehr gut

00:03:22: Herr Madder, Sie haben an der Universität von Illinois studiert.

00:03:26: SBO hat Produktionswerkstätten in den USA.

00:03:30: Sie kennen daher die USA durchaus.

00:03:32: als Insider würde ich jetzt mal behaupten Was sagen sie zur Wirtschaftspolitik von Donald Trump?

00:03:39: Wie viel Zeit haben wir?

00:03:41: Vielleicht in ein paar prägnanten Worten.

00:03:43: Also Ich bin als Donald Trump das zweite Mal zum Präsidenten gewählt wurde war ja auch ein Motto des des Wahlkampfes Twill Baby Twill auch immer wieder darauf angesprochen worden, wie wirkt sich das auf die SBO aus?

00:04:00: Und ich habe gesagt dieser Administration ist angetreten um grundsätzlich eine Unternehmensfreundliche Politik zu bewerkstelligen.

00:04:11: Weniger Regulierungen weniger Bürokratie vielleicht auch Steuerincentives Investitionen und Ich habe aber auch dazu gesagt, dass die USA deutlich mehr Öl produzieren.

00:04:26: Davon halte ich nichts, weil der Ölmarkt zu dieser Zeit sehr balanciert war also Angebot sprich Produktion und Nachfrage in einem Ausgleich war.

00:04:35: Und wenn die USA mehr produzieren würden würde es zu einem Überangebot kommen Der Ölpreis würde sinken.

00:04:42: Genau das ist passiert

00:04:44: Wobei in diesem Fall nicht von der USA, sondern das Überangebot ist durch die OPEC gekommen, die letztes Jahr ihre freiwilligen Produktionskürzungen zurückgenommen haben.

00:04:54: Aber worauf ich hinaus will, es würde der Ölpreis sinken.

00:04:58: Die Unternehmungen würden weniger investieren weil es weniger profitabel ist.

00:05:02: Was will ich damit sagen?

00:05:04: Dass am Ende des Tages doch auch der Markt gewisse Entscheidungen dann auch bestimmt und gewisse Handlungen bestimmt.

00:05:13: Was ich für absolut kontraproduktiv halte, ist die ganze Diskussion um die Zölle.

00:05:20: Aber auch das Einführen von Zöllen, weil ich ein Verfechter des globalen Handels bin.

00:05:26: Die SBO ist ein sehr internationales Unternehmen mit Standorten quer über den Globus vom ganz in Westen Kanada bis in den Osten nach Asien und neue Zöller.

00:05:39: Unklare Zollvereinbarungen und Interpretationen sind ganz schlecht für das Geschäft, weil sie Unsicherheit schüren.

00:05:46: Und weil Sie letztendlich Planungssicherheit nehmen – und das spüren wir auch!

00:05:52: Wir spülen die Zollpolitik und auch diese erratische Zoll-Politik, nehmen Sie das letzte Wochenende her mit Solankündigungen, gestern wieder Zollaufhebungen.

00:06:02: Das

00:06:02: wollte ich gerade fragen.

00:06:03: Haben Sie sich angeschaut?

00:06:04: Seine Rede in Davos – das war ja eine Eskalation, die eigentlich schon wieder vorbei war als er die Rede beendet hatte.

00:06:12: Richtig!

00:06:13: Das ist ja eine sehr seltsame Art und Weise über Dinge zu verhandeln, letztlich wirtschaftliche Interessen zu verhandeln, die man am Ende durchsetzen will.

00:06:23: Das ist richtig und es ist natürlich auch für die Wirtschaft sehr irritierend.

00:06:28: Wenn auf der einen Seite unternehmensfreundliche Politik angekündigt wird und auf der anderen Seite durch erratisches Verhalten Unsicherheit geschürt wird, dann ist das ganz schlecht für die Wirtschaft.

00:06:38: Weil nichts mag die Wirtschaft weniger als Unsicherkeit und geringere Planungssicherheit?

00:06:44: Dort bedient diese Art von Donald Trump auch den Wirtschaftsaufschwung in Europa.

00:06:51: Also für die exportorientierte Industrie oder auch Wirtschaft ist es natürlich ein Einschnitt, weil neue Zölle gekommen sind und diese neuen Zöllen natürlich auch Produkte verteuern.

00:07:04: Am Ende des Tages wird das davon abhängig sein wie erfolgreich man dieser Kostensteigerungen entweder dem Kunden zu übertragen oder es hat selbst eine Auswirkung auf die eigene Marsche.

00:07:16: aber dann komme ich wieder zum Eingangsstatement dass globaler Handel, den wir haben und das ist auch gut so weil er uns auch Wohlstand gebracht hat durch zusätzliche Zölle natürlich stark beeinträchtigt

00:07:28: wird.

00:07:28: Jetzt ist es ja so dass Sie als Unternehmen SBO nicht direkt von den Zöllen betroffen sind denn achtzig Prozent dessen was sie produzieren für den amerikanischen Markt wird produziert in Amerika.

00:07:41: aber indirekt sind sie natürlich betroffen.

00:07:43: Sie haben sehr angesprochen also die Bohrunternehmen dem Auftrag von Exxon, Shell, BB & Co nach Öl und Gasbohren warten zu mit Investitionen.

00:07:53: Ist das der Grund für den aktuellen Gewinneimbruch von SBO?

00:07:57: Der Grund für die Gewinnrückgang, wobei ich sagen muss wir haben gestern ja die vorläufigen Zahlen veröffentlicht und eine EBTA-Marsche von sechzehn Prozent ist immer noch ein ansprechender solider Welt.

00:08:14: im Prinzip aus zwei Themen gekommen.

00:08:16: Ich habe es vorher erwähnt, einerseits das Überangebot am Öl dass den Ölpreis reduziert hat.

00:08:22: ein geringer Öl preis bedeutet weniger Investitionen.

00:08:26: weniger Investionen bedeuten weniger Arbeit für uns weniger Bohr und Komplettierungsarbeiten und das spüren wir dann bei den Bestellungen.

00:08:34: Das war der Hauptgrund.

00:08:36: Die Zölle war ein zweiter Faktor Weil auf der einen Seite, Sie haben vollkommen Recht.

00:08:41: Wir haben forty-fünf Prozent unserer Mitarbeiter in den USA.

00:08:44: Wir produzieren in den US überwiegend für die USA.

00:08:48: Es gibt schon auch Lieferungen von Österreich in die USA wo wir von den Zöllen betroffen sind.

00:08:53: Das ist aber kein sehr wesentlicher Beitrag.

00:08:56: das ist auch händelbar wenn man weiß wie wirklich die Zollsituation ist.

00:09:01: sie ändert sich auch regelmäßig.

00:09:03: Ich habe immer gesagt dass sogenannte ich habe sekundär Effekt bezeichnet Die Unsicherheit unserer Kunden.

00:09:10: und unsere Kunden sind globale Kunden, die Niederlassungen auf der ganzen Welt haben.

00:09:15: Und die sagen natürlich uns Wir tun uns schwer weil wir nicht wissen wo wir bestellen sollen.

00:09:20: Es sind im August neue Zölle eingeführt worden Wo keiner gewusst habe wie ist es zu interpretieren Zöllen auf Aluminium- und Stahlderivate?

00:09:30: Und unser Kunden haben die Bestellung ein kurzfristig ausgesetzt weil sie gesagt haben Wenn wir heute bei euch bestellen, ihr produziert es.

00:09:37: Das ist der Ort vielleicht ein, zwei Quartale?

00:09:40: Wir wissen nicht wie dann die solche Situation ist und das ist diese Unsicherheit, die nicht gut für dieses Geschäft

00:09:46: ist.".

00:09:47: Sie haben irgendwie ja schon im November gab's eine Gewinnwarnung – das habe ich irgendwie nach recherchiert.

00:09:54: Damals haben sie auch schon gesagt, dass liegt irgendwie am niedrigen Ölpreis.

00:09:58: Jetzt wäre die Lösung, dass die OPEC ihre Förderungen drosselt oder mit Amerika wird man wahrscheinlich schlecht reden können.

00:10:07: Also grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es auch im Interesse der Spieler ist das der Markt balanciert ist.

00:10:16: Ich habe immer wieder in Interviews gesagt Die ideale Bandbreite für ein Fassöl wäre zwischen siebzig und neunzig Dollar.

00:10:25: Derzeit sind wir bei rund sechzig Dollar.

00:10:28: Das ist zu wenig, um ausreichend zu investieren und bin da auch zuversichtlich dass wir in diese Bandbreite wiederkommen weil vor allem viele Staaten die vom Öl abhängig sind.

00:10:40: Die den Großteil ihrer Staatseinnahmen aus dem Öl erwirtschaften benötigen auch einen höheren Ölpreis für ein ausgeglichenes Budget.

00:10:48: wenn sie an die Ölstaaten denken auf der arabischen Halbinsel Die fördern zwar am günstigsten, benötigen aber einen höheren Ölpreis um ein ausgeglichenes Staatsbudget zu haben.

00:10:58: Das ist das eine, das andere was mich zuversichtlich macht.

00:11:02: und ob wir es hören wollen oder nicht die Nachfrage nach Öl- und Gas wird prognostiziert dass sie weiter steigt.

00:11:09: Und derzeit wird überwiegend in die Aufrechterhaltung der Produktion investiert und weniger in neue Projekte.

00:11:16: Deswegen sind auch derzeit die Herausforderungen hier.

00:11:22: Aber wenn derzeit zu wenig investiert wird, muss in der Zukunft wieder mehr investiert werden.

00:11:28: Um letztendlich die Nachfrage und das ist es was auch unser Geschäft treibt.

00:11:32: Und zwar auch die Nachfragen beim Endkunden letztendlig bedienen zu können.

00:11:36: Das ist ein interessanter Punkt dass es an die nachfrage steigt nach Öl und Gas.

00:11:41: ich möchte später nochmal darauf zurückkommen aber ich muss noch etwas anderes fragen.

00:11:44: am selben tag als Donald Trump seinen großen Auftritt in Davos hatte Hat das Europäische Parlament noch einmal die Unterzeichnung von Mercosur verzögert?

00:11:55: Ist das auch etwas, was uns schaden wird?

00:11:58: Wie sehen Sie das?

00:11:59: Ist Mercosurt wichtig

00:12:01: für Europa?

00:12:01: Absolut wichtig.

00:12:03: Mercosurs ist absolut wichtig weil man sich einfach weltweite Partnerschaften suchen soll und ich weiß nicht ob sie die Rede gehört haben vom kanadischen Premierminister, der einen Tag vorher war Eine sehr beeindruckende Rede, der eigentlich auch signalisiert hat ja USA ist für uns der größte und wichtigste Markt aber es gibt auch andere Märkte.

00:12:26: Der gesagt hat wir haben jetzt gerade Vereinbarungen abgeschlossen mit asiatischen Staaten, mit Japan, mit Südamerika, mit Europa, mit China selbst Und dann glaube ich auch die Amerikaner durchaus überrascht damit.

00:12:39: Ich bin ein Verfechter des globalen Handels.

00:12:43: Unser Geschäft ist ein globales Geschäft.

00:12:46: Wir werden dann vielleicht noch später detaillierter zur SBO kommen, aber die SBO erzielt nahezu keinen Umsatz in Österreich.

00:12:54: Wir haben zwar die Konzernzentrale hier, aber unser Geschäft ist denn absolut internationales Geschäft und deswegen blicke ich kontinuierlich über den österreichischen Tellerrand hinaus weil wir da natürlich ständig auch auf dem Thema Wettbewerbsfähigkeit in Konkurrenz mit Internationalen Mitbewerbern sind.

00:13:14: Jetzt um nochmal auf Mercosur zurückzukommen, Österreich hat sich in dieser ganzen Angelegenheit in letzter Konsequenz fein herausgehalten.

00:13:24: Wir haben gewartet wie die anderen Staaten abstimmen und dann war glaube ich unsere Regierungsspitze recht froh dass Italien gesagt hat okay wir machen den Deal wir sind dafür weil da mussten wir uns nicht deklarieren.

00:13:36: ist das eine kluges Strategie österreichs auf Dauer?

00:13:40: Das ist eine politische Frage.

00:13:42: Ich bin immer ein Verfechter von klar zu sagen, wofür man steht und was man denkt.

00:13:48: Hier auch authentisch zu sein hier aufzutreten und selbst wenn es ein kleines Land ist ich sehe den südamerikanischen Markt enorm wichtig Auch für unsere Industrie.

00:13:58: Es ist ein Kontinent mit einer hohen Einwohnerzahl Mit einem höheren Wirtschaftswachstum als es derzeit in Europa ist Und man sollte diese Chancen schlicht und ergreifend nutzen.

00:14:10: Jetzt haben Sie in einem Standardinterview, ich glaube den Letzten das Sie gegeben haben im Vorjahr mit meinem Kollegen Günter Strobel gesagt Europa müsse aufpassen nicht zwischen den USA und Kinder zerrieben zu werden.

00:14:21: Ich muss jetzt noch eine politische Frage stellen was würden Sie denn tun während sie politisch verantwortlich?

00:14:27: Ich bin nicht politischverantwortlich und ich halte mich grundsätzlich auch mit politischen Ratschlägen zurückhab aber auch immer eine Meinung.

00:14:35: was ganz wichtig ist und ich sehe das als ein großen Webfehler in Europa, dass wir in Europa großteils nicht mit einer Stimme auftreten.

00:14:44: Es ist der Binnenmarkt noch nicht komplettiert es gibt keinen europäischen Kapitalmarkt, es gibt Trittbrettfahrer und wieder Länder die ihr eigenes Süppchen kochen und das sehe ich als Risiko weil man dann einfach nicht mit einem Stimmern als Einverhandlungspartner wahrgenommen wird.

00:15:02: Das ist eine ganz große Herausforderung weil sie das in den USA und die haben auch fünfzig Bundesstaaten hier so nicht sehen, und in China überhaupt nicht.

00:15:13: Ich glaube dass das Europa hat sehr viel vorzuweisen.

00:15:16: Europa braucht auch mehr Selbstbewusstsein.

00:15:18: Es gibt sehr viele Schlüsseltechnologien, die es in Europa noch gibt, die erfolgreich sind.

00:15:23: Wir haben in Europa definitiv die besten Fachkräfte auf der Welt Und ich glaube diese Stärken müssen herausgestrichen werden mit mehr Optimismus Mit mehr Selbst-Bewusstsein, mit deutlich weniger regulativ.

00:15:35: Ich habe letztes Jahr ein Interview gegeben, die Headline war Europa ist sehr gut im regulieren aber nicht sehr gut dem stimulieren und ich glaube das sind die Themen die wir angehen müssen.

00:15:47: Nachdem die USA momentan so sind wie sie sind sollten wir uns stärker auf China auch konzentrieren oder überhaupt auf den asiatischen Raum als Handelspartner.

00:15:56: Sie haben da ja schon einen Schritt getan in diese Richtung?

00:15:59: Für uns als SBO war es immer so dass die Märkte gesucht haben, wo wir einfach auch Geschäftspotenziale gesehen haben.

00:16:10: Und das war in der Vergangenheit ... Die Ölung-Gasindustrie ist in der Zukunft und würde gerne auch darauf noch mehr Worte dazu sagen.

00:16:19: Auch andere Industrien und gerade die Öl- und Gasindustrie sind ein globales Geschäft.

00:16:24: Wir sind hier auch in mehr als hundert Ländern vertreten und sehen auch die ganze Welt aus unserem

00:16:30: Markt.

00:16:32: Es heißt ja, egal mit wem man spricht aus dem Wirtschaftsbereich.

00:16:35: viele sagen die USA seien in vielem gut.

00:16:37: Im IT und KI-Bereich fast unerreichbar, unenholbar aber sie könnten keine Maschinen bauen.

00:16:44: Stimmt das so?

00:16:45: Keine Maschienen bauen würde ich so nicht sagen.

00:16:47: wir sind auch im drei D Metalldruckgeschäft wo wir auch amerikanische Metalldrucker haben die absolut qualitativ mit europäischen Modellen mithalten können.

00:16:59: Ich glaube sehr wohl, dass Europa eine enorme Maschinenbaukompetenz hat.

00:17:04: Und hier auch wie ich es vorher gesagt habe wir sind in vielen Dingen gut.

00:17:08: Maschinnenbau ist definitiv auch so ein Bereich aber ich wäre jetzt nicht so schwarz-weiß um zu sagen die Amerikaner können überhaupt keine Maschienen bauen.

00:17:18: Kommen wir zur SPO zu Ihrem Unternehmen?

00:17:21: Ich hab mehrere Webseite angeschaut und da steht Sie stellen hochpräzise Metallkomponenten her, die von komplexen Stahlteilen bis hin zu additiven Fertigungslösungen für Industrien reichen.

00:17:33: Die maximale Präzision und Leistung erfordern!

00:17:36: Das klingt ein bisschen geschraubt.

00:17:37: Können sie uns vielleicht ein paar konkrete Beispiele sagen?

00:17:42: Was stellt SPO alles her?

00:17:44: Sehr gerne sogar weil wir sind auch sehr stolz darauf was wir herstellen, weil es uns dadurch gelungen ist in gewissen Nischen zum Weltmarktführer aufzusteigen und Kunden zu haben, die um ein vielfaches größer sind wie wir und dort seit Jahrzehnten strategischer Lieferant sind.

00:18:03: Ich beginne vielleicht mit einem Beispiel aus der Ölung-Gasindustrie – und wir stellen ja auch Bohrwerkzeuge her!

00:18:12: Und jetzt müssen Sie sich vorstellen, wieso eine Bohrung nach Öl und Gas und zunehmend auch nach Geothermie oder Lithium, Helium Carbon Capture und Storage funktioniert.

00:18:24: In der Vergangenheit hat man vertikal Geburt in den Boden, und hat nur einen Teil einer Lagestätte abgefördert.

00:18:32: Also einfach gerade von oben nach unten?

00:18:34: Gerade senkrecht nach unten und hat halt das mitgenommen was man erreicht hat.

00:18:39: Die Industrie ist durch enorme technologische Sprünge gegangen und es hat sich dann eine Technologie entwickelt die sich – jetzt komme ich mit englischem Begriffen Directional Drilling nennt Zu Deutsch richtbohren.

00:18:52: Direktional Drilling klingt einfach cooler.

00:18:54: Im Prinzip bot man nicht nur senkrecht, sondern man kann schrägbohrn, man kann horizontal bohren.

00:19:01: und was ist der Vorteil daraus?

00:19:03: Dass man unerreichbare oder unentdeckte Lagerstätten plötzlich anbohnen kann und dort auch Öl, Gas und zunehmend dann auch nach Geothermie fördern kann.

00:19:14: Was auch dazu geführt hat dass die Diskussion der Welt geht das Öl aus vollkommen vorbei ist, weil es genug Reserven gibt.

00:19:21: Es ist nur durch die Technologie erst zunehmend möglich geworden an dieser Lagerstätten zu kommen und so eine Bohrung funktioniert dann.

00:19:29: sie haben mehrere Schritte bei der Öl- und Gasförderung.

00:19:32: Zuerst bohren Sie, dann kompletieren Sie das Bohrloch, dann fördern Sie...

00:19:36: Was heißt komplettieren?

00:19:37: Man kleidet das aus oder...?

00:19:38: Genau

00:19:38: man bereitet das Geboteloch dann für die Förderung vor durch Ausrüstung, man kleidet es aus und einige Technologien dazu.

00:19:47: Aber wenn wir jetzt bei der Bohrung bleiben, dann haben sie ganz vorne einen Bohrkopf.

00:19:51: Also fachlich den Bohrmeißel und so ein Bohrstrand kann mehrere Kilometer lang sein aber die Musik spielt in den ersten Fünfzig bis Hundert Metern hinter dem ... Wenn Sie jetzt hinkriegen über den Bohhrmeißl oder hinter dem Bohrmessel Und dort sind Präzisionsgeräte verankert, die ganz tolle Dinge machen Hochpräzise Präzisionsgeräte, die den Bohrmeißel Richtung geben.

00:20:18: Die dem Bohr-Meißel steuern?

00:20:24: Also das heißt, Bohr Meißl kommt auf sehr hartes Gelände, der gleich daneben ist was Weicherer und das Gerät merkt er so.

00:20:31: Hinter den Bohrdum

00:20:32: die Ecke.

00:20:32: Genau hinter dem Bohhrmeißle ist zum Beispiel ein Bohrmotor, der den Bohhrmaisel antreibt oder ein sogenanntes Rotary Steerable Tool, den ein Bohrmeißel zum rotieren bringt und dadurch kann man Richtung Neigung verändern.

00:20:46: Was noch viel spannender ist sind dann Messgeräte dahinter.

00:20:50: auch hier komme ich mit englischem Begriffen Measuring Wild Drilling oder Logging Wild Drillings.

00:20:56: diese und siehst ihr das wirklich toll in Kilometer Tiefe teilweise sind diese Bohrungen wirklich mehrere Kilometer lang werden Daten gesammelt, weil diese Messgeräte die Richtung messen, die Neigung messen.

00:21:12: Die Gesteinsformation messen viele geophysikalische Parameter an die Erdoberfläche schicken und deswegen müssen diese Mess-Geräte aus einem amagnetischen Stahl sein.

00:21:24: das ist nämlich die Besonderheit.

00:21:25: es kommt nicht jeder Stahl zum Einsatz.

00:21:28: der Stahl muss amagnetic sein.

00:21:30: warum?

00:21:31: Weil in diesem Körper, in diesem Gehäuse das wir herstellen sehr viele Elektronik-Sensoren und Kabel hineinkommen.

00:21:40: Und damit auch die Messergebnisse richtig sind müssen sie am Magnetisch sein.

00:21:44: also der am magnetische Stahl ist eigentlich durch den U-Bahnbau entstanden wo die gleiche Thematik ist und dadurch ist es möglich geworden also wirklich kilometerlang direktional also Richtbohren in die Erde zu bohren Und hier liefert die SBO die Produkte dazu.

00:22:00: Also, hier sprechen wir wirklich in einem absoluten High-Tech Bereich...

00:22:04: Inwiefern spielt der Karriere eine Rolle?

00:22:06: ...spielt natürlich auch eine Rolle?

00:22:08: ja weil diese Daten ausgewertet werden teilweise auch durch künstliche Intelligenz, Datensensoren Die Produkte weiterentwickelt werden.

00:22:16: Wir können heute mit ich sage jetzt mal auf sechs, sieben Kilometer in die tiefe Bohr und der Bohrmeißel trifft den Zielpunkt auf ganz wenige Meter Wobei wir selbst, das muss ich auch dazu sagen nicht bohren.

00:22:29: Das machen unsere Kunden.

00:22:30: aber wie liefern die Produkte dazu?

00:22:32: Aber wie muss ich mir eine Werkbank bei SBO vorstellen?

00:22:36: ist es so eine Werkbank wie man sich's früher vorgestellt hat also mit Arbeitern die dann irgendwie feilen und machen und tun oder sitzen da alle vor einem Bildschirm und machen das alles digital und das wird alles vollautomatisch gemacht.

00:22:49: Wie schaden das aus?

00:22:50: Ich lade Sie gerne mal nach Thelnutzern

00:22:56: an unserem

00:22:57: Hauptstandort ein.

00:22:58: Sie müssen sich das so vorstellen, dass bei uns von einem österreichischen Stahlieferanten ein sogenanntes Halbfabrikat kommt.

00:23:07: Also es ist ein bereits produzierter Stahl und dieser Stahl muss im Wesentlichen drei Eigenschaften haben.

00:23:14: Einerseits er muss abmagnetisch sein Und wir haben auch gemeinsame Patente mit diesem Stahlieferanten aufgrund jahrzehntelanger Verbindung.

00:23:22: Das ist aber noch kein verkaufsfähiges Produkt.

00:23:24: Kommt das aus Österreich?

00:23:27: Es kommt aus Österreich, es ist gar nicht so weit entfernt von Dernitz was auch ein Wettbewerbsvorteil ist weil man natürlich hier sehr nahe den Lieferanten hat, vor allem wenn wir das Thema Lieferketten durchspielen.

00:23:39: Der muss die Eigenschaft haben abmagnetisch zu sein Er muss eine gewisse Festigkeit haben und er muss eine hohe Korrosionsbeständigkeit haben, weil sie sind unter der Erde oder auch unter Wasser mit enormen Temperaturen, enormen Druck.

00:23:56: Und natürlich auch korrosive Umgebungen konfrontiert.

00:24:00: Dieses Halbfabrikat wird dann von uns erst zu einem finalen Rohmaterial hergestellt indem es kalt geschmiedet wird Wärme behandelt wird, gestreckt wird, geschält wird.

00:24:13: Also da sprechen wir schon so sehr großen Maschinen und einem sehr intensiven auch maschinenintensiven Vorgehen Qualitätskontrolliert bis wir dann einen finalen amagnetischen Stahl haben den wir entweder verkaufen Wir verkaufen denn selbst und sie werden jetzt sehr überrascht sein nach China Und nicht stahl aus kina kommt nach österreich weil er eben etwas ganz besonderes ist dass nicht viele können, aber wir durchaus öffnen.

00:24:44: Dann kann dieser Stahl auch zu dieser Präzisionskomponente, zu diesem Gehäuse für die Messinstrumente gefertigt werden.

00:24:52: und da sprechen wir wieder!

00:24:54: Da sprechen wir auch teilweise... Dieser Rolling ist knapp zehn Meter lang der wird von beiden Seiten angebohrt also wirklich zuerst mal ein Loch durchgebohrt Wir bohren eben vom Beidenseiten an und die Bohrung trifft sich mit einer Maximalen Abweichung von Nullkommar ein Millimeter.

00:25:10: Also auch hier höchste Kompetenz, höchster Präzision und dann wird durch Drehen, Fräsen und Leserschweiß nun ganz vielen Produktionsschritten.

00:25:20: also wir sprechen hier wirklich von Fältigung.

00:25:22: Wir haben auch forty-fünfundvierzigtausend Quadratmeter Produktionsfläche im südlichen Niederösterreich.

00:25:28: Wissen viele nicht?

00:25:29: Also wirklich auch ein teilweise hidden Champion Und da wird klassisch produziert.

00:25:34: Mit rund dreihundert Personen, wir haben zwanzig Prozent unserer globalen Mitarbeiter kommen aus Österreich und stellen dann Produkte her die am internationalen Markt benötigt werden und nachgefragt werden.

00:25:46: Jetzt ist es so dass sie ja im März vorigen Jahres die Strategie geändert haben.

00:25:50: also ganz bewusst sagen Sie auch auf Ihrer Website vom oilfield Ausrüster hin zu einem High-Tech Konzern den Sie gerade beschrieben haben durchaus ein Angebot für die gesamte Energiewirtschaft.

00:26:04: Wie passt das zusammen?

00:26:05: Sie haben jetzt nur Beispiel aus der Ölindustrie genannt, aber wie gesagt Geothermie.

00:26:10: Die Stadt Wien bohrt gerade sehr erheftig nach geothermischen Adern und da wird demnächst auch glaube ich Ergebnisse geben und sehr viele Haushalte in Wien werden damit geheizt werden.

00:26:22: Warum dieser Schiff vom Öl So auch alternativen Energien, wo sie doch vorher gesagt haben der Bedarf an Öl und Gas wird weiter steigen.

00:26:32: Also ich habe vor zwei Jahren den Vorstandsvorsitz übernommen und die SPO hatte gerade ein Rekordjahr hinter sich.

00:26:40: wir hatten den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte im Jahr dreiundzwanzig.

00:26:45: Die Ölon-Gasindustrie ist ein enorm zyklisches Geschäft.

00:26:49: Umsatzrückgänge oder Umsatzsteigerungen im doppelten zweistelligen Prozentausmaß sind naturles Geschäft ist und nicht die Ausnahme.

00:27:00: Wir haben unseren Umsatz von zwanzig, einundzwanzig auf dreieinzwanzige verdoppelt.

00:27:04: ich kann mich erinnern als ich damals gestartet bin gab es eine Krise in der Industrie.

00:27:10: dort haben wir innerhalb von zwei Jahren sechzigprozentigen Uppsatz einen Bruch verbüßen müssen.

00:27:15: das heißt die Reduktion der Abhängigkeit von dieser Industrie war definitiv auch Teil der strategischen Neuausrichtung.

00:27:25: Und was wir gesagt haben, wir haben uns zu einem strategischen Lieferanten primär in einer Industrie über viele Jahrzehnte entwickelt, warum dieser Kompetenz die nicht nur für diese Industrie angeboten wird, nicht auch anderen Industrien anzubieten?

00:27:41: und das war der Anspruch!

00:27:42: Es ist kein Entweder oder?

00:27:44: Es ist ein Sowohl-Eiser auch – es ist mir ganz wichtig!

00:27:47: Wir haben uns dann eine neue Strategie gegeben Auch mehrere Beispiele präsentiert und Sie haben eine erwähnt, das ist die Geotamie.

00:27:54: Das war die nahe Liegenste!

00:27:56: Warum?

00:27:57: Weil wir aufgrund unserer Kernkompetenzen des Know-How in Hochleistungsmaterialien unser ausgezeichnetes Fertigungsknow-how am Näheliegensten der Geotamiindustrie anbieten können – und zwar weil dort die Technologien der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden.

00:28:15: auch hier ist Directional Trilling und Well Completion.

00:28:18: Dasselbe gilt für die Lithiumgewinnung.

00:28:21: Das heißt, man hat begonnen mit den Produkten der Ölon-Gasindustrie und hat sie dann einfach weiterentwickelt.

00:28:28: Weiter entwickelt.

00:28:29: deshalb weil Geothermie Bohrungen mit noch höheren Temperaturen konfrontiert sind Und dort sind wir dabei.

00:28:36: Sie haben vorher das Projekt in Wien erwähnt.

00:28:39: Wir durften dort Bauwerkzeuge auch liefern Einer der wenigen Gelegenheiten wo wir einen Umsatz in Österreich generieren.

00:28:47: Was hier gerade passiert in der Geothermie, finde ich sehr spannend.

00:28:52: Weil die Möglichkeit besteht dass wir hier eine neue, wobei die Geothermie die gibt es schon sehr lange aber eine sehr vielversprechende Energiequelle haben.

00:29:03: auch in der geothermie gab es früher vertikale Bohrungen.

00:29:07: man hat tiefen Bohrung ein durchgeführt.

00:29:09: Aber das was die Ölung-Gasindustrie auch gemacht oder sich durchentwickelt hat passiert jetzt auch in der Geothermie, dass man noch tiefer bohrt.

00:29:19: Weil tiefer heißt heißer und heisst am Ende des Tages auch wirtschaftlicher.

00:29:24: Und was hier jetzt, wenn ich diesen Satz vielleicht noch zu Ende bringen darf diesem Gedanken – und es gefällt mir auch wieder in den USA – diese Trump-Administration ist eingetreten und hat vor allem die fossile Industrie unterstützt.

00:29:37: Nichtsdestotrotz wird gerade jetzt in den USA an enormen Geothermie-Projekten gearbeitet mit Venturekapital, wo sehr wohlhabende Leute wie zum Beispiel Bill Gates oder die Deckkonzerne hier eine mögliche Energiequelle sehen.

00:29:54: Nämlich ihre künstliche Intelligenz, ihre Rechenzentren emissionsärmer oder nahezu emissionsfrei mit Strom zu versorgen nicht mit fossiler Energie Wind, Solar.

00:30:07: Hier müssen Sie erst das Speicherproblem lösen.

00:30:10: aber in Rechenzentren können sie im Prinzip überall hinsetzen und wenn es dann powered by geothermal ist Dann haben Sie eine mehr oder weniger twenty four seven Grundlassquelle.

00:30:20: Und da sind wir dabei.

00:30:21: Da sind wir strategische Lieferanten zu diesen ersten Projekten und das ist ein Schritt der Diversifikation.

00:30:28: und Sie merken da werde ich jetzt leidenschaftlicher weil ich hier wirklich eine Möglichkeit sehe die auf der einen Seite Der gesamten Welt hilft, weil wir dann eine Energiequelle haben.

00:30:38: Die sich

00:30:38: immer erneuert nicht?

00:30:39: Weil das abgekühlte Wasser wird wieder...

00:30:43: Genau so

00:30:43: ist es!

00:30:44: Sie

00:30:44: nutzen die Erdwärme, sie pumpten das warme Wasser nach oben, wird dann über einen Wärmetauscher umgeleitet und in das Netz eingespeist.

00:30:54: Das abgekühlte Wasser geht wieder zurück und sie haben eben dieses Speicherproblem gelöst.

00:31:00: Und hier wird ihnen USA mit Technologieoffenheit in dem wirklich die Technologien der Öl- und Gasindustrie angewendet werden, weiterentwickelt werden.

00:31:10: Und wir sind hier dabei!

00:31:11: Wir dürfen hier teilnehmen... ...und es ist für uns natürlich eine Opportunität.

00:31:15: Vermissen Sie diese Technologieoffenheit in Europa?

00:31:17: In Österreich?

00:31:18: Ja, ich vermisse sie.

00:31:20: Ich vermisse Sie.

00:31:21: Na ja, weil Sie halt bei jedem neuen Thema halt dann einfach auch wieder diese Bedenken haben.

00:31:27: Wenn ich jetzt heute auch an das Thema Carbon Capture denke.

00:31:30: Natürlich muss man sich das alles anschälen aber Österreich ist eine gewisse Risikogesellschaft.

00:31:37: Jede Änderung ist zuerst mal, oh je was kann da passieren und wie wirkt sich das negativ aus?

00:31:43: Also

00:31:43: eine risikovermeidende Gesellschaft!

00:31:46: Ja aber ich formuliere es vielleicht anders.

00:31:48: Das was ich und Sie haben's zu Beginn erwähnt in den USA Insider dort studiert regelmäßig dort, was ich heute auch im Umgang mit unseren Mitarbeitern in den USA verspüre Wenn etwas Neues kommt, wenn sich irgendetwas ändert, spüre ich in den USA vor allem bei unseren Geschäftsführern eine große Neugier.

00:32:09: Aha!

00:32:10: Das könnte einer Opportunity sein.

00:32:12: Da gibt es was Neues – Geotermie?

00:32:14: Spannend?

00:32:15: Schauen wir uns an.

00:32:16: Wollt man dabei

00:32:16: sein?!

00:32:17: In Europa ist es, wenn Sie an das Thema Carbon Capture denken….

00:32:22: Oh je, was bedeutet das?

00:32:23: da wird jetzt das CO² und wie wirkt sich das auf die Umwelt unser weiter aus?

00:32:28: Es wird bei uns in vielen Dingen neuerringen, oft mit Skepsis gesehen.

00:32:32: In den USA wird sehr häufig auch die Chance gesehen und es ist nicht alle schwarz und weiß und das denkt nicht jeder Amerikaner und jeder Europäer gleich.

00:32:40: aber ich sehe einfach diese Tendenz Und ich sage Ihnen vor zehn Jahren war Europa in der Geothermie definitiv vor den Amerikanern.

00:32:48: Das dreht sich gerade.

00:32:49: Ich sehe Geothermie in Europa primär beim Thema Wärmererzeugung weniger bei Stromerzeugung.

00:32:59: Ich muss gleich nachfragen, Sie haben ja auch Ihre Dependance in Vietnam gerade ausgebaut?

00:33:03: Wie ist denn das in Asien?

00:33:05: Gibt es dort auch eine Technologieoffenheit oder ist da die Mentalität wieder eine andere?

00:33:09: Also was ich in Asiens sehe ist, gerade wenn wir jetzt heute das Thema China ansehen Wir wissen heute dass die Chinesen jenes Land sind Das am meisten in Alternative Energie investiert.

00:33:23: Auf der anderen Seite ist es auch ein Land, das immer noch Kohlekraftwerke baut.

00:33:28: Die Chinesen gehen das sehr systematisch an und sie sagen dort wo eine Energiequelle ist die am einfachsten anzutapfen ist, dort investiere ich ins einen oder investiere in das andere.

00:33:39: Also pragmatischer?

00:33:40: Pragmatischer!

00:33:41: Ja, einfach auch pragmaticher.

00:33:43: Den Standort in Vietnam haben wir vor mehr als sechzehn Jahren etabliert um heute auch – und das war immer der Anspruch auch ein globales Setup zu haben.

00:33:53: Auch bei dem Thema Lieferketten, dass wir heute im Idealfall in den Regionen produzieren, indem wir unsere Geschäfte machen und ich habe Ihnen vorher gesagt unser Markt ist die gesamte Welt.

00:34:06: Deswegen haben wir einen neuen Standort in Vietnam erschaffen auf die Grüne Wiese errichtet und wir sind sehr zufrieden mit diesem Standort weil wir hier eine gute Infrastruktur haben Und auf der anderen Seite enorm, loyale, fleißige, motivierte, neugierige und fast gierigem Mitarbeiter.

00:34:33: Die auf den neuesten Maschinen arbeiten wollen, die ein hohes Commitment haben, eine hohe Leistungsbereitschaft haben – das ist auch immer wieder etwas was mir zu denken gibt!

00:34:44: Weil ich eben quer über den Globus unterwegs bin und für mich das Thema Wettbewerbsfähigkeit natürlich jeden Tag auf der Agenda steht.

00:34:53: Aber wieso ist das in Europa anders?

00:34:55: Wie interpretieren Sie, da sind wir zu verwöhnt...

00:34:57: Ich glaube dass in Europa eine gewisse Sattheit entstanden ist!

00:35:01: Ich glaube gerade jetzt unsere Elterngeneration nach dem Zweiten Weltkrieg viel mit dem Aufbau Wohlstand schaffen, Wohlstand generieren.

00:35:11: und wir haben einen enorm hohen Wohl Stand.

00:35:14: und ich spüre es auch bei den Mitarbeitern oder teilweise auch bei Den Bewerbern dass heute diese Hungrigkeit, ich möchte mir was schaffen nicht mehr so gegeben ist wie es früher mal war.

00:35:28: Ich möchte hier nicht verallgemeinern aber ich sehe hier eine Tendenz.

00:35:31: Aber jetzt ist doch interessant.

00:35:32: wir hatten den Überfall Russlands auf die Ukraine.

00:35:35: das hat uns sehr zu denken gegeben auch was unsere Energieressourcen betrifft.

00:35:40: Es ist eine absolute europäische Anstrengung geworden raus aus Öl und Gas.

00:35:46: Wie realistisch war denn das von Beginn?

00:35:48: Kann das Europas schaffen?

00:35:50: Also ich beginne hier von der anderen Seite.

00:35:54: Und die andere Seite bedeutet, was ist die Nachfrage nach Energie?

00:35:59: Ich sage Ihnen – das ist ein Statement – der Hunger nach Energie ist enorm auf der ganzen Welt.

00:36:04: Enorm!

00:36:05: Der Energieverbrauch steigt jedes Jahr aus verschiedensten Themen.

00:36:10: Auf der einen Seite ist es dazunehmende Wohlstand der Schwellenländer Es ist des Bevölkerungswachstum und ich spreche jetzt wirklich für die Welt Und dann natürlich auch die neuen Technologien.

00:36:21: Sie wissen ja nicht,

00:36:22: was KI, jede Abfrage von JETGPD jedes Schürfen nach Bitcoins verbraucht enormer Energie und das ist eine Ausgangssituation dass die Nachfragen nach Energie stetig steigt.

00:36:36: und ich hier jetzt noch nicht die Reduktion sehe.

00:36:39: Europa ist die Situation vielleicht ein bisschen anders.

00:36:41: wir werden effizienter Wir sparen Energie ein Das Wirtschaftswachstum ist nicht mehr so hoch.

00:36:46: aber sprechen wir jetzt mal von dem Markt.

00:36:48: Und dann muss ich mir sagen, wie kann ich diesen Energiebedarf?

00:36:52: Weil die Energie ist das Nervensystem der Wirtschaft.

00:36:55: Und letztendlich der Industrie und auch der Gesellschaft!

00:36:59: Wie kann ich diesem enormen Energiehunger

00:37:02: decken?!

00:37:03: Und da müssen wir uns jetzt auch die Ausgangssituation ansehen... Derzeit wird der primäre Energiemix besteht nach wie vor zu rund achtzig Prozent aus fossilen Rohstoffen.

00:37:13: Ob wir das wollen oder nicht, das ist die Realität.

00:37:15: Das ist Kohle, das is Gas, das iis Öl.

00:37:18: Der Rest wird abgedeckt von Atomenergie, Wasserkraft.

00:37:22: Wien, Solar zunehmend auch Geothermie.

00:37:25: Irgendwann auch mal Wasserstelle ist ja gut so!

00:37:28: Dass das wächst und sehr stark wächst.

00:37:30: Aber ich muss einfach auch realistisch einschätzen können wie kann ich heute achtzig Prozent auf Null reduzieren?

00:37:37: Wird es jemals gehen... Und

00:37:39: dabei wird der Kuchen, an dem wir alle nagen, immer größer.

00:37:42: ...und der Kuchenden, den wir nagen wird größer.

00:37:45: Jede Initiative in Alternative-Energie ist zu unterstützen.

00:37:48: Wir werden Nutznieser auch der SBO als Ölfeld ausrüstern und es ist jetzt kein politisches Statement über die Geotamie, wenn irgendwann mal Wasserstoff transportiert werden muss benötigen sie Hochleistungsmaterialien, die primär aufs Stahl sind.

00:38:02: wir sind in der Stahlerzeugung an der Stahlbearbeitung.

00:38:05: Sie werden diese Dinge immer wieder benötigend und da muss man letztendlich auch realistisch sein.

00:38:11: Und auch die SPO hat sich Emissionsreduktionsziele gegeben.

00:38:14: Die SPO haben vor einem Jahr den ISG-Wort des Landes Niederösterreich gewonnen, weil wir – obwohl auch größter ist in der Öl und Gasindustrie – auch in diesem Bereich auf dem Thema Kreislaufwirtschaft, auf dem Futtervoltaik über acht Tausend Quadratmeter an unseren Standorden etabliert haben.

00:38:35: Aber man muss das einfach mit einem gewissen Realismus sehen!

00:38:39: Wenn Sie heute Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerker ersetzen, dann haben sie schon einmal fünfzig Prozent des CO² eingespart.

00:38:46: Und hier müssen viele Aktivitäten gesetzt werden aber sie werden nicht von hundert auf null in kürzester Zeit

00:38:52: kommen.

00:38:53: Wir müssen jetzt auch so ein bisschen in die Unternehmen hineinschauen.

00:38:55: wir fragen ja unsere CEO's immer wie sie mit unterschiedlichen Herausforderungen umgehen.

00:39:01: Jetzt haben wir das besprochen und sie haben diese Strategie umgestellt.

00:39:04: Wie macht man sowas?

00:39:06: Das war ein Prozess für den wir uns auch ein Jahr Zeit genommen

00:39:10: haben.

00:39:11: Wir ist wert, die Führungsriege oder wie viele Leute reden da mit?

00:39:15: Also

00:39:16: ich habe mich mit meinem Vorstandskollegen – wir sind zu zweit im Vorstand Anfang vierundzwanzig als wir übernommen haben zusammengesetzt und gesagt, wohin wollen wir die SBO entwickeln?

00:39:27: Wir sind sehr erfolgreich in einer profitablen Nische.

00:39:30: Die ist sehr zyklisch!

00:39:32: Wie können Zykler etwas unabhängiger machen, uns breiter aufstellen und mehr diversifizieren.

00:39:39: Und haben wir uns dann angesehen in einer ganz nüchternen Analyse?

00:39:42: was kann die SBO besonders gut?

00:39:44: Ist die Initiative von Ihnen ausgegangen oder gibt es da Leute in Ihrem Unternehmen mit denen Sie sich regelmäßig beraten und die sie auch aufmerksam machen?

00:39:52: Also sie ist ursprünglich von mir aus gegangen.

00:39:55: einfach auch.

00:39:55: wohin wollen wir uns entwickeln?

00:39:57: aber wir haben die Organisation mitgenommen.

00:40:00: Wir haben auch ganz bewusst keine Strategiepirater in dieses Projekt mit hineingenommen, sondern haben definiert.

00:40:07: was sind unsere Kernkompetenzen?

00:40:08: Was können wir besonders gut?

00:40:10: und das sind eben diese Hochleistungsmaterialien Kompetenz die Fertigungskompetenz.

00:40:16: Ich würde gerne kurz dann auch über diesen drei D Metalldruck noch sprechen etwas ganz faszinierendes was uns auch helfen wird zu diversifizieren.

00:40:25: Wir haben globale Standorte ein Riesenvorteil.

00:40:28: Wir haben noch einen Standort in der EU, wenige in Europa.

00:40:32: Aber auch in Nordamerika, Südamerika – das hilft uns.

00:40:35: wenn wir vor allem auf die arabischen Halbinsel natürlich der Natur des Geschäftes geschuldet und haben gesagt wie können wir auf diesen Stelken aufbauen?

00:40:44: Und wie können diese Stelke anderen Industrien anbieten?

00:40:47: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:40:48: also Sie haben insgesamt Jetzt gibt es so Überlegungen, mache ich da unterschiedliche Workshops, fahre ich in die Länder oder passiert das alles über Teams-Meetings?

00:41:01: Der Startschuss ist in der Konzernzentrale gefallen.

00:41:04: Man hat sich natürlich auch mit Leuten eine Strategieabteilung, wo wir auch analysiert haben was sind interessante Melkte und Interessante Produkte?

00:41:13: können wir dieser Produkte anbieten?

00:41:15: Das wird dann auch in die Dochtergesellschaften getragen, die arbeiten mit.

00:41:19: Wir haben einmal im Jahr ein Management Meeting Wo wir alle Geschäftsführer weltweit an einen Platz bekommen, nehmen uns mehrere Tage Zeit um auch das zu diskutieren.

00:41:30: Weil die Strategieüberarbeitung ist ein wichtiger Prozess.

00:41:34: sie kann aber nicht nur top down kommen weil Sie müssen die Organisation mitnehmen damit die Organisation auch daran zieht.

00:41:41: Das war gar nicht so schwer weil es natürlich jeder diese Zyklen bis zu einem gewissen Grad satt hat dass nach enormen Aufschwingungen wieder diese Abschwünge kommen Und jeder natürlich offen war, wenn man die Leistungen anderen Industrien anbietet.

00:41:56: Neue Opportunitäten auch sucht und da kommt natürlich auch viel Input.

00:42:02: Der Mitarbeiter fühlt sich involviert.

00:42:04: Ich rede hier nicht von Basisdemokratie aber es gibt viele kluge Leute im Unternehmen, die viele kloge Ideen haben.

00:42:10: Und deswegen hat der Prozess auch etwas länger gedauert, aber damit hat man eine Strategie, von der man überzeugt ist und die auch mitgetragen wird.

00:42:18: Sie schaffen so etwas nur wenn die Organisation mitzieht.

00:42:22: Aber wie muss ich mir das vorstellen?

00:42:24: Also Transformationsprozesse ist ja etwas, was in vielen Unternehmen, in vielen verschiedenen Branchen ständig passiert.

00:42:31: Das ist unternehmerischer Alltag.

00:42:34: Meistens macht er das den Leuten auch Angst.

00:42:36: Dafür ändert sich was, etwas daß ich gewohnt bin zu tun... Ändert sich jetzt.

00:42:41: Wer weiß, was auf mich zukommt?

00:42:42: Sie haben es auch ein bisschen vielleicht mit der europäischen Mentalität so ein bisschen angesprochen.

00:42:48: Wie überwindet man das?

00:42:49: Wie lange redet man bevor man was entscheidet?

00:42:52: Also... Das war bei uns überhaupt keine große Herausforderung weil wir nie gesagt haben Wir müssen jetzt alles ganz anders machen wie in der Vergangenheit.

00:43:01: Wir haben gesagt, wir starten aus einer Position der Stärke.

00:43:05: Wir sind finanziell gut aufgestellt und haben viele liquide Mittel.

00:43:10: wird das Unternehmen weiterentwickelt, transformiert.

00:43:13: Und da sage ich, es ist ein Marathon und kein Sprint.

00:43:15: Das passiert nicht in Einzweigquartalen.

00:43:17: Wir arbeiten hier auf zwei Zeitschienen.

00:43:19: Auf der einen Seite agiert man im Tagesgeschäft, sucht die Möglichkeiten entwickelt sich ständig weiter.

00:43:25: Auf den anderen Seite hat man eine langfristige Strategie, die in Jahren umgesetzt wird.

00:43:39: neue Chancen.

00:43:42: Es sind neue Opportunities, es gibt Melkte in denen wir noch nie waren.

00:43:46: Wir haben sie nicht benötigt weil eigentlich unsere Kapazitäten immer mit unserem traditionellen Geschäft ausgefüllt worden sind.

00:43:53: Das war keine große Herausforderung diese Leute zu überzeugen.

00:43:57: Wie agieren Sie in so einem Veränderungsprozess?

00:43:59: Sind Sie einer der so geduldet und alles noch fünfmal erklärt, zehnmal erklärten, fünfzehn Mal erklärt.

00:44:05: Sind Sie eine der pusht?

00:44:07: Wann puscht man?

00:44:08: wann muss man geduldig sein?

00:44:09: Also, Geduld ist nicht ein Softskill von mir.

00:44:13: Aber es mir überzeugt, dass man Veränderungen ganz klar kommunizieren und erklären muss.

00:44:18: Kommunizierend und erklären – wir haben vorher über das Thema Erkündigungen gesprochen – auch hier ordentlich kommuniziert und auch erklärt.

00:44:26: Leute überzeugen!

00:44:27: Ich glaube, dass ich Leute überzeuge kann und sie dann letztendlich auch mitnehmen.

00:44:32: Dann definiert man gewisse Schritte, gewisse Initiativen, gewissen Projekte.

00:44:37: die müssen messbar sein Und dann kann ich schon sehr pushy sein, wenn wir heute am Beginn des Jahres ein Projekt definiert haben, gewisse Ziele festgelegt haben und diese Ziele werden dann nicht erreicht.

00:44:50: Jetzt hat die österreichische Bundesregierung vor kurzem eine Industriestrategie verabschiedet.

00:44:55: Hightech soll gefördert werden?

00:44:56: Haben Sie sich das angeschaut?

00:44:57: wird Ihr Unternehmen davon profitieren?

00:44:59: Ich habe mir das ganz genau angesehen und ich würde die Frage gerne zweigedeilt beantworten.

00:45:04: Das eine ist, ich finde diese Industriestrategie als einen guten Anfang.

00:45:10: Weil es in Österreich damit auch ein Bekenntnis zur Industrie gibt, das ich teilweise in den letzten Jahren so klar nicht gesehen habe.

00:45:20: Es sind Dinge adressiert worden in den vergangenen Monaten, die in die richtige Richtung gehen Wenn ich heute an einem Korrektivvertragsabschluss im November denke oder jetzt mit der Industrie Die Strategie des Thema Strompreis, Energiepreise die höher sind oder auch Bürokratie abbauen.

00:45:37: Ich unterstütze das!

00:45:38: Das ist aber für mich ein Anfang.

00:45:40: Es sind weitere Schritte notwendig.

00:45:42: Das Definieren von Schlüsseltechnologien habe ich mir sehr genau angesehen.

00:45:46: Ich sehe dort auch Potenzial für

00:45:48: uns... Sie haben ja einen drei D Metalldruck angesprochen.

00:45:50: Weil

00:45:50: es eben auch um die Schlüssel-Technologie Produktionstechnologien, innovative Produktions Technologien geht.

00:45:57: Es ist auch der Bereich angesprochen worden Raum- und Luftfahrt.

00:46:00: Das ist ein Bereich, in dem wir bereits erste Schritte tätigen über den drei D Metalldruck – es ist auch ganz interessant!

00:46:08: Und natürlich auch das Thema Energietechnik.

00:46:11: Das heißt, wir nehmen hier auch etwas mit und deswegen sehe ich diese Industriestrategie auch als einen positiven Start.

00:46:18: Der dreide Metalldruck Jetzt habe ich ihn mehrmals getiesert, jetzt will ich auch drüber sprechen.

00:46:23: Gut!

00:46:23: Wir kommen langsam zum Ende.

00:46:25: Ist etwas

00:46:25: ganz Faszinierendes und zwar im Prinzip müssen Sie sich das so vorstellen dass sie heute auf riesigen Metalldruckern ein Metallpulver auf einem Bauteil auflegen und er dann durch ganz viele Leser zu einem hochkomplexen systemkritischen Metallteil lesergeschweißt wird mit Lesertechnologie.

00:46:47: Es kommen dadurch völlig neue Produkte als Resultat heraus, Produkte die sie teilweise mit herkömmlichen Fertigungsverfahren gar nicht herstellen können oder nur sehr kompliziert und damit sehr teuer.

00:46:59: Ein Bereich der sehr stark wächst.

00:47:01: dieser drei D-Metalldruck in dem Bereich wo wir tätig sind soll sich vervielfachen in den nächsten Jahren weil Sie gerade wieder unsere Kernkompetenz hoher Druck hohe Temperaturen systemkritische Teile extreme Bedingungen ansprechen

00:47:15: Und

00:47:16: wir sind seit gut zehn Jahren in diesem Geschäft süßweg stetig und ständig, haben unsere ersten Kunden nicht in der Ölung-Gasindustrie sondern in der Luft- und Raumfahrt gefunden.

00:47:26: Deswegen finde ich auch dieses Thema so spannend – und jetzt sage ich Ihnen was!

00:47:30: Wie die erste breite Metalldruck ein Newston gestanden ist.

00:47:33: vor gut zehn Jahre sind Kunden gekommen aus der traditionellen Öl- und Gasindustrie und haben gesagt, wo sie sind das?

00:47:40: Und dann haben diese den Leser gesehen wie er herumfährt Und wir haben das erklärt und haben das belächelt.

00:47:47: Wir haben gesagt, es schaut ja auch so eine Popcorn-Maschine genannt, weil Sie sehen wie der Leser arbeitet.

00:47:54: Mittlerweile ist es eine zunehmend etablierte Fertigungstechnologie für mittlerweile dreißig Drucker in der Organisation, wir haben letztes Jahr ein Unternehmen dazu gekauft in England und es gelingt uns über diesen Hebel-D-Metalldruck – und es geht nicht nur ums Drucken!

00:48:10: Sie müssen auf einer Seite des Knowhowder Materialien und dahinter auch die Nachbearbeitung mit C&C-Maschinen, was genau unsere Kernkompetenz ist, einsetzen.

00:48:20: Und deswegen ist es eine weitere Möglichkeit in anderen Industrien zu diversifizieren.

00:48:25: Also Sie spüren meine Begeisterung für die neue Strategie?

00:48:29: Ich

00:48:29: spüre diese Begeistierung und ich frage mich gerade wie stellt man das an, dass man sich in den metallverarbeitenden Industrie so verliebt wie sie?

00:48:36: Leidenschaft!

00:48:37: Also, wollten Sie immer schon in diesem Feld arbeiten oder sind Sie einfach reingewachsen?

00:48:42: Ich bin reingewachsen.

00:48:43: Meine Ausbildung war eine betriebswirtschaftliche Ausbildung.

00:48:47: Bin dann relativ früh in die Industrie gekommen aber nicht in die Metallverarbeitende oder bearbeitende Industrie.

00:48:54: zur SBO, bin ich vor gut zehn Jahren angekommen und für mich war die SBO wenn ich es mit dem Fußball vergleiche die Champions League.

00:49:03: ein Unternehmen Börse notiert mit Headquarter in Österreich, international global riesige Kunden die viel größer sind und man etabliert sich hier in dieser profitablen Nische.

00:49:17: Und das hat mich begeistert!

00:49:18: Diese Begeisterung ist sehr herausfordernd durch die Zyklen aber diese Begeistung ist ungebrochen.

00:49:24: Wie viele Frauen haben Sie eigentlich im Unternehmen?

00:49:26: Da sprechen sie einen Punkt an Es ist eine Industrie, die nicht sehr frauenfreundlich ist weil es eben.

00:49:33: wir haben seventy Prozent Arbeiter.

00:49:35: Wir haben im Arbeiterbereich leider nur eine einstellige Prozentzahl an Frauen.

00:49:40: Wir promoten sehr stark dich.

00:49:41: Warum

00:49:42: glauben Sie, ist das so?

00:49:43: Es ist teilweise auch noch – wir wissen es ja auch!

00:49:46: Auch die Begeisterung für Minfächer.

00:49:48: Wir reden hier von Zersparnungstechnik.

00:49:51: Ich bin immer super happy wenn wir weibliche Lehrlinge in den technischen Berufen haben.

00:49:55: Bin ganz stolz dass wir auch zwei Geschäftsführerinnen in unserer Organisation haben.

00:50:02: Gut zwanzig Standorte und circa fünfzehn ganz wichtige Gesellschaften.

00:50:06: Zwei davon sind weibliche Geschäftsführer, einen in Schottland, eine in Dubai Und ich fördere das sehr.

00:50:13: Im Verwaltungsbereich sieht es ganz anders aus.

00:50:15: In der Konzernzentrale haben wir ein Fifty-Fifty.

00:50:18: Das ist gut aber Es ist eine Industrie die vielleicht für Frauen nicht so sexy ist Aber wir promoten das sehr stark.

00:50:26: Sie haben es angesprochen.

00:50:27: Nachwuchsprobleme?

00:50:28: Haben sie Nachwuchsprobleme?

00:50:30: Grundsätzlich

00:50:31: nicht, weil wir für uns... Und das ist ein Punkt wo ich Europa wirklich mit der Nase vorne sehe und ich sage immer wieder, wir haben die besten Fachkräfte hier in Österreich von der gesamten Gruppe.

00:50:43: Das ist die duale Ausbildung, das ist die Lehrlingsausbildung und die Lehrlinge werden bei uns gehegt und gepflegt.

00:50:49: Wir suchen die sehr selektiv aus.

00:50:52: wie fördern sie?

00:50:53: Wir haben eine Lehrwerkstatt, wir haben ca.

00:50:57: gut zwanzig Lehrlinge.

00:50:59: Wir haben zwei Lehrlingsbeauftragte die sich um diese jungen Mädels und Buschen wirklich kümmern.

00:51:04: Wir lernen ihnen Englisch, wir schicken sie teilweise auch raus weil dir Lehrling von heute ist die Fachkraft von morgen!

00:51:11: Und wir haben so viele im internationalen Wettbewerb Nachteile – Personalkosten, Energiekosten Bürokratie, Sie hören das ja für jeden Industrie CEO.

00:51:21: Aber bei den Fachkräften sind wir noch vorne und das müssen wir aufrechterhalten.

00:51:25: Deswegen Bildung, Qualifikation aber auch die Einstellung zur Arbeit, die Leistungsbereitschaft – Das müssen wir hochheben und es müssen wir fördern und unterstützen!

00:51:33: Weil sie gesagt haben für Frauen vielleicht nicht so sexy, die mit Metall verarbeitete Industrie hängt ja auch immer ein bisschen davon ab welches Klima, welcher Tonfall herrscht in einem Unternehmern.

00:51:43: ist das etwas was Sie versuchen auch schon bei der Ausbildung von Lehrlingen sozusagen dass da kein Macho-Ton herrschen.

00:51:51: Selbstverständlich

00:51:52: selbstverständlich absolut wir sind

00:51:54: das bewusst gibt's da.

00:51:55: Wir haben Girls Days.

00:51:56: also es ist das Ziel den Frauenanteil zu erhöhen.

00:51:59: Das ist ein absolutes Ziel.

00:52:01: Am Ende des Tages erfolgt die Auswahl nach Qualifikation, aber wir unternehmen viele Anstrengungen.

00:52:08: Wir gehen in die Schulen, Girls' Day, tag der offenen Türe um hier wirklich auch diesen Beruf für Frauen attraktiv zu

00:52:15: machen.

00:52:16: Jetzt denke ich mir wahrscheinlich so wie Sie klingen dürften Sie recht viele Stunden pro Tag arbeiten.

00:52:21: sie sind ja sehr begeistert von dem was Sie tun.

00:52:23: aber können Sie auch abschalten?

00:52:24: Wie entspannen Sie sich?

00:52:26: oder nehmen Sie das mit

00:52:27: Energiequelle?

00:52:28: Nummer eins ist meine Familie Und ich habe auch zwei Wohnsitze.

00:52:32: Einer davon ist in Tirol, das ist für mich eine Energiequelle am Eingang des Öztals eingebettet in einer wunderschönen Landschaft zehn Minuten zum ersten Skigebiet.

00:52:42: Das ist dann die zweite Entspannung Sport und dort interessiert eigentlich niemanden was der Klaus Maader so während der Woche macht.

00:52:50: Dort gibt es ganz andere Themen, da kommt man auch runter also Familie, Sport, Reisen als die Haupt.

00:53:01: Jetzt muss ich noch mal ganz zum Anfang zurückkommen.

00:53:03: Wir haben gesprochen über den Gewinneinbruch, der auch natürlich über die Agentur getickert ist, den sie öffentlich gemacht haben.

00:53:11: Sie wissen das natürlich früher bevor es die Öffentlichkeit erfährt.

00:53:15: Wie geht's einem da wenn man sieht ah das Unternehmen wird nicht so performen wie wir uns das vorgestellt haben.

00:53:22: oh Gott Belastet sie das?

00:53:24: Ja, mich belastete es schon.

00:53:26: Weil ich natürlich ein geringeres Ergebnis bedeutet auch größere Herausforderungen muss man gegebenenfalls auch Mitarbeiter abbauen.

00:53:35: Das sind durchaus belastende Faktoren.

00:53:37: Sie haben vorher gesagt wir hätten im November einige Wienwarnung gemacht.

00:53:40: Haben wir nicht gemacht einfach im Rahmen unserer Quartalsveröffentlichung einfach ganz offen angesprochen was ja auch jeder wusste Es gibt einen Ölüberangebot es wird weniger investiert Aber natürlich ist es auch belastend, aber das gehört letztendlich auch zum Geschäft dazu.

00:53:57: Für mich ist es wichtig zu wissen dass da seine zyklische Industrie ist und dass es nach einem Abschuhen wieder zu einem Aufschwung kommt – und dass man sich auf das vorbereitet.

00:54:08: Dass man notwendige Maßnahmen setzt, die es nicht übertreibt oder in einen Knochen schneidet, damit man beim Aufschuhen auch wieder teilhaben kann.

00:54:19: Aber natürlich ist die persönliche Stimmung besser, wenn die Ergebnisse besser sind als wenn sie schlechter sind.

00:54:25: Wobei ich wiederhole mich jetzt hier Wir haben weniger Umsatz und Ergebnis als im Jahr zuvor.

00:54:33: Für die Schlagzeile ist es dann immer der Umsatz- und Gewinneinbruch.

00:54:37: Wir haben immer noch eine solide Profitabilität wir generieren positive Zahlen, wir generiern positive Cash Flows, wir sind finanziell gut aufgestellt Wir werden eine Dividende ausschütten, also das sind alles Faktoren dass man sich um die SBO keine Sorgen machen kann.

00:54:53: Wir haben fast dreihundert Millionen Euro liquide Mittel für Investitionen in die Strategie zur Verfügung aber natürlich geht es mir besser wenn die Ergebnisse besser sind Aber das gehört zu der Natur der Sache.

00:55:05: dafür werde ich sehr gut bezahlt.

00:55:07: Das ist auch meine Aufgabe.

00:55:09: Gute Manager finden Sie erst heraus Wenn mehr Gegenwind ist des Schönwetters segeln.

00:55:15: das kann jeder Und erst wenn es herausfordernd wird, trennt sich die Spreu vom Weizen.

00:55:21: und ich appelliere auch an meine Führungskräfte.

00:55:24: Denkt's nicht wie Manager, denkt sie wie Entrepreneure.

00:55:27: Entrepreneures Spirit Unternehmensgeist ist eine unserer Kernkompetenzen.

00:55:32: Sie können sich vorstellen in einem so globalen Unternehmen wo der westlichste Standort acht Stunden entfernt ist und der östlichste standort sieben stunden entfernt is sehr wichtig gute Führungskräfte vor Ort zu haben Und von denen erwarte ich mir auch, dass sie viele Dinge selbst autonom und unternehmerisch lösen.

00:55:54: Wie gesagt nach jedem Abschwung kommt ein Aussprung und wir haben eine klare Strategie und sind sehr überzeugt und leidenschaftlich für die Zukunft.

00:56:01: Also schlafen Sie derzeit gut?

00:56:03: Ich schlafe gut, ja.

00:56:04: Ich schlaf grundsätzlich

00:56:05: gut!

00:56:05: Danke fürs Gespräch Klaus

00:56:07: Mader.

00:56:08: Besten Dank, vielen Dank für die Einladungen.

00:56:10: Wenn euch diese Folge gefallen hat und ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, dann abonniert am besten den Standard.

00:56:15: Alle Infos dazu gibt's auf abo.derstandard.at.

00:56:20: Wenn ihr Feedback habt oder vielleicht sogar Gäste nominieren wollt die wir einladen sollten, dann schreibt uns doch am Besten einen E-Mail unter podcastadderstandart.at.

00:56:31: Diese Folge wird produziert von Christoph Neuwirt und Tobias Holop Schalt.

00:56:35: Wilhelm ist unser Podcastchef Und ich bin Betra Stuber.

00:56:39: Vielen Dank fürs dabei sein heute und bis zum nächsten Mal.

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